Neu Boltenhagen lässt sich über unterschiedliche Ortsbezüge kennenlernen: das Kulturhaus als Zentrum des dörflichen Lebens und die Dorfkirche St. Marien mit ihrer mittelalterlichen Baugeschichte. Dazu kommt die Bodden-Tour, die auf einem schönen, etwa 3,5 Kilometer langen Asphaltweg nach Neu Boltenhagen führt. Kultur, Architektur und eine beschriebene Radstrecke geben dem Aufenthalt damit verschiedene Schwerpunkte.
Kultur und Baugeschichte im Ort
Das Kulturhaus Neu Boltenhagen ist das Zentrum des dörflichen Lebens in der Gemeinde Neu Boltenhagen. Die Dorfkirche St. Marien eröffnet eine andere Perspektive auf den Ort: Sie zählt zu den herausragenden ländlichen Sakralbauten Pommerns. Ihr Bau wurde um 1280/90 begonnen und im 14. und 15. Jahrhundert mit dem einschiffigen Kirchensaal und dem hölzernen Westturm weitgehend vollendet.
Auch im Inneren sind mittelalterliche Details erhalten. Dazu gehören sehr farbenprächtige, teilweise szenische Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Frühgotische Fensterbinnenteilungen und Nischenfolgen finden sich in den Umfassungsmauern des Chorraums. Hinzu kommt ein mittelalterlicher Sakristeianbau mit einer Wölbung aus einem äußerst seltenen Rippenformsteintyp. Die verschiedenen Merkmale machen die Kirche nicht nur über ihre Bauzeit, sondern auch über ihre Gestaltung interessant.
Das Gutshaus Neu Boltenhagen wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Davon zu unterscheiden ist die frühere Geschichte des Gutes: Die Familie Wakenitz erwarb es 1625 vom Pommernherzog. Die beiden Jahresangaben markieren also unterschiedliche Punkte – den Erwerb des Gutes und, später, die Errichtung des Gutshauses.
Mit der Bodden-Tour nach Neu Boltenhagen und Richtung Karbow
Die Bodden-Tour führt auf einem schönen, etwa 3,5 Kilometer langen Asphaltweg nach Neu Boltenhagen. Auf dem Weg in den Ort verläuft sie durch das Tal des Flüsschens Ziese. Damit verbindet die Streckenbeschreibung die Anfahrt nach Neu Boltenhagen mit einem konkreten Landschaftsabschnitt.
Im Dorf biegt die Bodden-Tour rechts in Richtung Karbow ab. Zunächst verläuft sie über einen Plattenweg, dann über Asphalt und anschließend durch den Wald, bevor sie nach etwa 1,4 Kilometern Karbow erreicht. Die Angaben von rund 3,5 und 1,4 Kilometern beziehen sich somit auf unterschiedliche Orientierungspunkte: einmal auf den Asphaltweg nach Neu Boltenhagen, einmal auf den Abschnitt vom Dorf bis Karbow. Wenn Sie die Radstrecke einplanen, prüfen Sie die Bedingungen vor der Fahrt; sie können sich ändern.
Weitere Perspektiven in Vorpommern-Greifswald
Über Neu Boltenhagen hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Vorpommern-Greifswald weitere regionale Themen für Kultur und Natur. Drei Naturparke nehmen fast 40 Prozent der Fläche des Landkreises ein. Auch Radfahren ist dort mit mehreren regionalen Routen vertreten: Der Ostseeküsten-Radweg als Teil der EuroVelo-Route EV10 führt in den Landkreis. Der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik zählen ebenfalls zu den Radrouten, auf denen sich Vorpommern-Greifswald erkunden lässt.
Für einen anderen kulturellen Schwerpunkt zeigt das Pommersche Landesmuseum in Greifswald den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Im Peenemünder Hafen liegt die Juliett U-461 als Museum; sie kann bei einem Rundgang erkundet werden. Wer eine geführte Tour durch die Denkmallandschaft Peenemünde einplanen möchte, kann diese über das Historisch-Technische Museum Peenemünde buchen. Prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsbedingungen und Buchungsmöglichkeiten.
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