Wer in Wusterhusen kulturelle Entdeckungen mit einer Radtour verbinden möchte, findet zwei klare Anknüpfungspunkte: die Johanneskirche mit ihrer mittelalterlichen Ausstattung und die Bodden-Tour, die durch den Ort führt. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Kirchenkunst und regionalem Radfahren planen. Beide Schwerpunkte geben der Reise einen eigenen Akzent.
Mittelalterliche Kunst in der Johanneskirche
Die Wandmalereien der Johanneskirche verteilen sich auf zwei zeitlich deutlich getrennte Bereiche: An den Längswänden stammen sie aus dem 13. Jahrhundert, am Triumphbogen aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts. Die Malereien am Triumphbogen sind damit deutlich jünger als jene an den Längswänden.
Auch der Granittaufstein stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Vier männliche Köpfe an der Kuppa sind sein markantes Detail. Der mittelalterliche Schnitzaltar ergänzt diese Ausstattung um ein weiteres Werk: Er stammt aus dem Jahr 1510 und wurde 1650 barock umgestaltet. Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche Kapitel seiner Geschichte – zunächst die Entstehung, später die Veränderung.
Orgel, Glocken und Veranstaltungsprogramm
Die mechanische Schleifladen-Orgel wurde 1841 von Carl August Buchholz aus Berlin gefertigt und ist nahezu im Originalzustand erhalten. Nach erfolgreicher Sanierung wurde die Buchholz-Orgel am 14. Juli 2024 in einem festlichen Gottesdienst wiedereingeweiht. Baujahr und Wiedereinweihung markieren damit unterschiedliche Abschnitte der Instrumentengeschichte.
Zur Johanneskirche gehören drei Glocken; die älteste stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1319. Auch für saisonales Programm war die Kirche ein Veranstaltungsort: 2024 gehörte sie zur Reihe „Zeit für Dich – Spiritueller Sommer im Norden“. Prüfen Sie die aktuellen Termine, wenn Sie Ihre Reise an einem Veranstaltungsbesuch ausrichten möchten.
Wusterhusen auf dem Rad erkunden
Die Bodden-Tour führt über Wusterhusen und verläuft unter anderem zwischen Lubmin und Hanshagen. Eine beschriebene Radwanderung führt nach der Durchfahrt durch Wusterhusen auf einem Radweg weiter nach Lubmin, das etwa 2,5 Kilometer entfernt liegt. Diese ungefähre Entfernung hilft bei der Orientierung für die Weiterfahrt; für die konkrete Tour sind aktuelle Wegweisung und Streckenbedingungen zu beachten.
Im Dorf liegt an der beschriebenen Radwanderung ein Spiel- und Rastplatz für eine Pause. Prüfen Sie vor Ort, ob die Anlage aktuell in der gewünschten Form nutzbar ist. So können Sie für Ihre Planung zwischen dem kulturellen Schwerpunkt der Johanneskirche und einer Radroute mit einer möglichen Unterbrechung im Ort abwägen.
Vorpommern-Greifswald als weiterer Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald weitet sich der Blick auf den Landkreis. Dessen drei Naturparke nehmen fast 40 Prozent der Kreisfläche ein. Zu den regionalen Radrouten, mit denen sich der Landkreis erkunden lässt, zählen der Ostseeküsten-Radweg als Teil der EuroVelo-Route EV10, der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik. Diese Routen bilden einen größeren Planungsrahmen als die Passage durch Wusterhusen; prüfen Sie vor einer Fahrt den jeweiligen Streckenverlauf und die aktuellen Bedingungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Loissin, Kemnitz, Neu Boltenhagen, Katzow, Hanshagen, Brünzow, Rubenow, Kröslin
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Lubmin.