Wer Altenpleen für einen Aufenthalt auswählt, findet einen klaren Schwerpunkt auf Naturbeobachtung: Am KRANORAMA richtet sich der Blick auf die Günzer Seewiesen, und die KRANICHWELTEN ergänzen das Naturthema um Insekten- und Moorwelten. Ein denkmalgeschütztes Gutshaus bringt einen historischen Bezug ein. Für die Planung sind vor allem die Saison der Kranichrast und die Anreise nach Günz wichtig.
Kranichbeobachtung am Günzer See
Das KRANORAMA ist eine barrierefreie Kranichbeobachtungsstation am Günzer See. Von dort blickt man direkt auf die Günzer Seewiesen, ein Europäisches Vogelschutzgebiet und Nationales Naturerbe. Kranichschutz Deutschland entwickelt das Gebiet naturschutzverträglich. Beobachtungsstation und Schutzlandschaft gehören hier zusammen: Das Naturerlebnis richtet den Blick zugleich auf die Landschaft, die geschützt und entwickelt wird.
Während der Kranichrastsaison lassen sich vom KRANORAMA morgens bis abends teilweise bis zu 4.000 Kraniche beobachten. Gleichzeitig können dort tausende Gänse und Enten sowie zahlreiche Seeadler zu sehen sein. Diese Angaben beziehen sich auf die Saison der Kranichrast, nicht auf das ganze Jahr. Wenn Sie wegen der Kraniche anreisen, richten Sie Ihre Planung deshalb an dieser Saison aus und berücksichtigen Sie, dass die Beobachtungen saisonabhängig sind.
Auch der Weg vom Parkplatz zur Station gehört zur Orientierung vor Ort: Informationstafeln und Sitzmöglichkeiten begleiten den etappenweisen Weg zum KRANORAMA. So liegen Informationen und Rastmöglichkeiten entlang des Zugangs und nicht nur an der Beobachtungsstation selbst.
Im Gemeindegebiet Altenpleen liegen ländliche Ortschaften am Rand des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft“. Dieser Landschaftsbezug ergänzt die Beobachtung an den Günzer Seewiesen um einen weiteren regionalen Naturraum.
KRANICHWELTEN und Veranstaltungen
Das NABU-Erlebniszentrum KRANICHWELTEN verfügt über einen 20.000 Quadratmeter großen Außenbereich. Dort gibt es begehbare Insekten- und Moorwelten sowie Sitz- und Verweilmöglichkeiten. Neben Vögeln rücken damit auch Insekten und Moore in den Blick. Die unterschiedlichen Themen machen die KRANICHWELTEN zu einer eigenen Ergänzung zur Beobachtungsstation am Günzer See.
Das Erlebniszentrum ist außerdem Ausgangspunkt für zahlreiche Exkursionen und andere Veranstaltungen. Dazu zählt die alljährlich im September stattfindende „Woche des Kranichs“. Wenn eine bestimmte Veranstaltung Ihr Reisegrund ist, prüfen Sie vorab die konkreten Termine.
Anreise nach Günz mit Bus oder Fahrrad
Die Buslinie 305 fährt von Stralsund und Barth nach Günz. Von der Haltestelle sind es etwa 500 Meter zu Fuß bis zu den KRANICHWELTEN. Für die konkrete Verbindung lohnt sich ein Blick in den aktuellen Fahrplan des Verkehrsunternehmens oder der zuständigen Verkehrsbehörde.
Von Barth aus führt eine Fahrradroute über den Ostseeradweg sowie über Nisdorf und Günz zu den KRANICHWELTEN. Die Strecke ist etwa 18 Kilometer lang und durchgehend befahrbar. Da aktuelle Streckenbedingungen für die Fahrt eine Rolle spielen können, prüfen Sie diese vor der Abfahrt.
Die Entfernungsangaben beziehen sich auf unterschiedliche Teile der Anreise: Die rund 500 Meter sind der Fußweg von der Bushaltestelle zum Erlebniszentrum; die etwa 18 Kilometer beschreiben die Fahrradroute ab Barth. Das hilft beim Vergleich der beiden Möglichkeiten, ohne Fußweg und Radstrecke gleichzusetzen.
Historischer Bezug und Unterkunftssuche
Das denkmalgeschützte Gutshaus Altenpleen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem ehemaligen Rittergut errichtet. Es befindet sich in Privatbesitz. Wenn Sie eine Besichtigung erwägen, klären Sie die Besuchsmöglichkeit vorab. Das Gutshaus ist damit ein historischer Bezug für den Ort, während die Kranichbeobachtung und die KRANICHWELTEN den Naturaufenthalt prägen.
Für konkrete Ausflugspläne sind außerdem der aktuelle Busfahrplan und der Zustand der Radroute zu berücksichtigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Klausdorf, Groß Mohrdorf, Prohn, Kramerhof, Preetz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Altenpleen.