Die Backsteinkirche von Groß Mohrdorf bringt mehrere Jahrhunderte Bau- und Kunstgeschichte zusammen; zugleich führt die Radtour „Kranich, Kunst & Küste“ durch den Ort. Damit lässt sich Groß Mohrdorf als Ziel für kulturinteressierte Radreisende einordnen: Die Kirche setzt einen konkreten historischen Schwerpunkt, während die Route eine längere Aktivität durch mehrere Orte bietet.
Kirche und Kapelle: Baugeschichte und Ausstattung
Die Backsteinkirche entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Altar und Kanzel fertigte der Stralsunder Bildhauer Johannes Wendt um 1700. Der barocke Taufengel ist ein Werk von Elias Keßler aus dem Jahr 1724; die Orgel baute Friedrich Albert Mehmel 1870. So vereint die Kirche einen Bau aus dem Mittelalter mit barocker Ausstattung und einem Orgelwerk des 19. Jahrhunderts. Die zeitliche Spannweite reicht vom Kirchenbau bis zu den später hinzugekommenen Kunstwerken und gibt der Kulturgeschichte des Ortes einen konkreten Rahmen.
Auf dem Friedhof der Kirche stehen drei neugotische Mausoleen. Dort befindet sich auch die Preetzer Kapelle. In ihrem Inneren setzen ein großer, der Antike nachempfundener Marmorengel und blaue Glasfenster mit floralen Motiven andere Akzente als die Backsteinarchitektur der Kirche. Die Kapelle wird für Besichtigungen geöffnet; erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten. In der Kirche finden außerdem Konzerte und Amtshandlungen statt. Wenn Sie ein Konzert besuchen möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.
Mit der Radtour durch Groß Mohrdorf
Die 38 Kilometer lange Radtour „Kranich, Kunst & Küste“ führt unter anderem über Prohn, Klein Damitz, Klausdorf, Barhöft und Hohendorf nach Groß Mohrdorf. Danach verläuft sie über Bisdorf, Kinnbackenhagen, Nisdorf, Neuen- und Altenpleen sowie Sommerfeld zurück nach Prohn. Die angegebene Dauer beträgt etwa sieben Stunden. Besichtigungszeiten kommen zusätzlich hinzu, sodass Sie dafür eigene Zeit einplanen sollten.
Die Strecke ist eben bis leicht wellig und hat unterschiedliche Fahrbahnbeläge. Das sind hilfreiche Eckpunkte, wenn Sie die Tour zeitlich planen: Die etwa sieben Stunden beziehen sich auf die Radtour, nicht auf zusätzliche Besichtigungen unterwegs. Wer die Kirchenkunst oder weitere Stationen ausführlicher berücksichtigen möchte, sollte die dafür benötigte Zeit getrennt rechnen.
Schloss Hohendorf und Naturbeobachtung im Gemeindegebiet
Im Gemeindegebiet, im Ort Hohendorf, steht Schloss Hohendorf. Es wurde 1854 für die Familie von Klot-Trautvetter nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel im Tudor-Klassizismus erbaut. Zum Schloss gehört ein drei Hektar großes Parkgrundstück mit alten Eichen und Buchen; die Parkanlage wurde nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné gestaltet. Im Vergleich zur mittelalterlichen Backsteinkirche ist das Schloss ein anderer architektonischer Schwerpunkt innerhalb der Gemeinde.
Schloss Hohendorf bietet Schlossapartments für Urlaubsaufenthalte an. Das Angebot liegt in Hohendorf, nicht im Ort Groß Mohrdorf; prüfen Sie die Verfügbarkeit vor der Buchung. So können Sie bei der Suche unterscheiden, ob Sie eine Unterkunft im Zielort oder ein Angebot an einem anderen Ort der Gemeinde bevorzugen.
Auch für die Naturbeobachtung gibt es gemeindebezogene Anknüpfungspunkte. Von Bisdorf führt ein Wald- und Feldweg zu einer Aussichtsplattform, an der Sie im Frühjahr oder Herbst bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang Kraniche beobachten können. In der direkten Umgebung von Schloss Hohendorf sind Kranichbeobachtungen zweimal jährlich möglich; die Bedingungen variieren je nach Zugjahr. Eine regionale Größenordnung bieten die flachen Lagunen des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft: Dort sind zeitweise bis zu 70.000 Vögel zu sehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Prohn, Kramerhof, Altenpleen, Klausdorf, Preetz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Altenpleen.