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Rappin auf Rügen lässt sich über sehr unterschiedliche, klar fassbare Themen erschließen: die Dorfkirche St. Andreas, ein geschützter Landschaftsraum rund um den Tetzitzer See und Wege durch die Boddenlandschaft. Auch Surfen am Boddenufer, das Göpelhaus in Tetzitz und die Parkanlage in Kartzitz setzen eigene Akzente. Für Ihre Planung hilft es, diese Möglichkeiten nach dem gewünschten Schwerpunkt zu unterscheiden: Baugeschichte, Landschaft und Bewegung am Wasser stehen jeweils für andere Erlebnisse.

Dorfkirche mit Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Dorfkirche Rappin – St. Andreas bewahrt Bauteile und Ausstattungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten. Der Backsteinchor stammt aus der Zeit um 1300, während der freistehende hölzerne Glockenturm auf das Jahr 1635 zurückgeht. Eine steinerne Tauffünte aus der Zeit um 1250 ergänzt die Baugeschichte. Zur Ausstattung gehören außerdem ein barocker Altar von 1669 sowie Kanzel, Beichtstuhl und zehn Kabinettscheiben aus dem Jahr 1702.

Die zeitlichen Angaben reichen damit von der Zeit um 1250 bis 1702. Sie beziehen sich auf unterschiedliche Teile: auf die Tauffünte, den Chor, den Glockenturm und die Ausstattung. Wer sich für Kirchenbau und historische Details interessiert, findet hier mehr als ein einzelnes Baudatum. Die benannten Bestandteile machen sichtbar, wie sich Bau und Ausstattung über mehrere Jahrhunderte hinweg unterscheiden lassen.

Lebensräume am Tetzitzer See

Das Naturschutzgebiet Tetzitzer See mit Halbinsel Liddow und Banzelvitzer Berge schützt eine vielseitige Boddenlandschaft. Zu den genannten Lebensräumen zählen Flachwasserbereiche, Brackwasserröhrichte, Salzweiden, Halbtrocken- und Sandmagerrasen sowie Laubwälder. Der Naturraum umfasst also sowohl Ufer- und Röhrichtbereiche als auch Weideflächen, Magerrasen und Wald. Für Naturinteressierte liegt der Reiz hier in dieser Bandbreite, nicht in einem einzigen Landschaftstyp.

Die Banzelvitzer Berge liegen in der Gemeinde Rappin und gehören zu diesem Naturschutzgebiet; dort umfasst es artenreiche Laubwälder. Wer die Schutzgebietslandschaft zu Fuß kennenlernen möchte, kann den Wanderweg zwischen Liddow und Banzelvitz nutzen. Diese Ortsnamen geben eine konkrete Orientierung für die Wanderung und verbinden die Beschreibung mit zwei benannten Punkten des Schutzgebiets.

Wegoptionen und Aktivitäten am Wasser

Auch der Bodden-Panoramaweg bietet eine eigene Orientierung: Er verläuft zunächst parallel zum Ufer des Tetzitzer Sees und führt von Neuenkirchen bis nach Groß Banzelvitz. Der Wanderweg durch das Naturschutzgebiet ist dagegen für die Strecke zwischen Liddow und Banzelvitz beschrieben. Die Wegangaben nennen somit unterschiedliche Start- und Zielorte; Groß Banzelvitz und Banzelvitz erscheinen dabei jeweils als Ziel beziehungsweise Streckenpunkt. Diese Ortsbezüge helfen Ihnen, die beschriebenen Wanderoptionen auseinanderzuhalten.

Am Boddenufer in der Gemeinde Rappin kann man surfen. Das ist ein anderer Zugang zum Wasser als die Wanderungen durch die Landschaft. Bei einer Wanderung in die nähere Umgebung des Boddenufers kann man außerdem die seltene blaublühende Kuhschelle entdecken. Die Beobachtung ist eine Möglichkeit, kein festes Ergebnis jeder Wanderung. So lässt sich die Wahl des Schwerpunkts an den eigenen Interessen ausrichten: aktive Zeit am Wasser oder ein Weg, bei dem auch die besondere Pflanze im Blick sein kann.

Göpelhaus und Parkanlage

Zu den weiteren örtlichen Themen gehören das Göpelhaus in Tetzitz und die Parkanlage rund um das Gutshaus Kartzitz. Das Göpelhaus steht unter Denkmalschutz und weist eine insgesamt achteckige Bauweise auf. Die Schutzstellung und die besondere Form geben dem Gebäude zwei klar benennbare architektonische Merkmale. In Kartzitz prägen zwei reizvolle Teiche mit Rhododendroninseln die Parkanlage rund um das Gutshaus. Damit ergänzen ein denkmalgeschütztes Gebäude und ein gestalteter Park die Kirchen- und Naturthemen Rappins.

Für die Auswahl Ihrer Interessen bietet sich eine einfache Unterscheidung an: Die Dorfkirche und das Göpelhaus stehen für Bau- und Kulturgeschichte, das Naturschutzgebiet für unterschiedliche Lebensräume und Wanderungen. Bodden-Panoramaweg und Wanderweg zwischen Liddow und Banzelvitz sind über ihre Ortsangaben zu unterscheiden; Surfen und die mögliche Beobachtung der Kuhschelle setzen weitere Akzente.

Weitere Reiseziele entdecken: Parchtitz, Poseritz, Garz/Rügen, Ralswiek, Patzig, Buschvitz, Sehlen, Lietzow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Bergen Auf Rügen.

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