Wer Pantelitz als Aufenthaltsort erwägt, kann die Planung zwischen Natur- und Radthemen im Gemeindegebiet sowie Bau- und Ortsgeschichte in Pütte ausrichten. Das Naturschutzgebiet „Pütter See“, die Fahrradtour zum „Borgwallsee“ mit seiner Umrundung und die Pütter Kirche stehen für unterschiedliche Interessen. So lässt sich vorab entscheiden, ob Natur, Bewegung oder die Geschichte einzelner Gebäude den Schwerpunkt bilden soll.
Natur und Radfahren im Gemeindegebiet
Am Rand von Pütte, im Gemeindegebiet Pantelitz, liegt das Naturschutzgebiet „Pütter See“ mit einer Rast- und Badestelle. Wer dort baden möchte, sollte sich vor dem Besuch über die Badebedingungen informieren. Von der Gemeinde Pantelitz aus können Sie mit dem Fahrrad zum Naturschutzgebiet „Borgwallsee“ fahren und es umrunden. Seit 2000 verbindet ein Radweg die Gemeinde Pantelitz mit der Hansestadt Stralsund und dem Schulstandort Niepars. Die Möglichkeiten setzen unterschiedliche Akzente: Am Pütter See stehen Rast und Baden im Vordergrund, am Borgwallsee die Fahrradrunde und auf dem Radweg die Verbindung zu den benannten Orten. Pferdefreunde können ihre Freizeit im „Pferdeparadies“ in Viersdorf verbringen. Wenn Sie einen konkreten Besuch einplanen, klären Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab.
Die Pütter Kirche: Baugeschichte und Ausstattung
Die Pütter Kirche in Pütte stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Kirchen der Gegend. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einjochigem Chor; ihr Westturm wurde im 15. Jahrhundert angebaut. Im südlichen Seitenschiff ist ein Fragment eines Abendmahlsfreskos aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Zur Ausstattung gehören ein mittelalterlicher Taufstein und eine barocke Pastorentafel. Die Mensa des Altars stammt aus der Bauzeit der Kirche; die Orgel wurde 1829 von der Berliner Firma Buchholz erbaut. So lassen sich am selben Bauwerk die mittelalterliche Anlage, spätere Ergänzungen und einzelne Ausstattungselemente auseinanderhalten. Die zeitlichen Angaben reichen vom Kirchenbau über Fresko und Westturm bis zu einer Orgel des 19. Jahrhunderts. Wenn Sie die Kirche besuchen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Pfarrwitwenhaus und lokale Biografien
Das ehemalige Pfarrwitwenhaus in Pütte wurde um 1786 erbaut. Sein Name geht darauf zurück, dass die Witwe eines Pfarrers das Haus früher beziehen musste. Die Hausgeschichte setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die Sakralarchitektur: Im Mittelpunkt steht eine frühere Wohnfunktion, die im Namen des Gebäudes bewahrt ist. Im ehemaligen Pfarrwitwenhaus wirkt der Maler Rainer Herold. Der Dichter und Heimathistoriker Carl Lappe verbrachte einige Jahre seines Lebens in Pütte. Zusammen erweitern die Biografien von Herold und Lappe die Baugeschichte um persönliche Bezüge zur Ortsgeschichte.
Vorpommern-Rügen im größeren Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Rügen reicht der thematische Rahmen über das Gemeindegebiet hinaus. Zum Landkreis Vorpommern-Rügen gehören die Insel Rügen sowie die vorgelagerten Inseln Hiddensee und Ummanz. Auf Rügen sind die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund Teil des UNESCO-Welterbes „Buchenwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“. In der Hansestadt Stralsund ist die Altstadt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“. Diese Beispiele stehen für regionale Kultur- und Naturthemen; die Pütter Kirche und das Pfarrwitwenhaus prägen dagegen die Ortsgeschichte in Pütte.
Weitere Reiseziele entdecken: Niepars, Wendorf, Groß Kordshagen, Neu Bartelshagen, Jakobsdorf, Lüssow, Kummerow, Zarrendorf
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Niepars.