Glowe verbindet mehrere gut unterscheidbare Seiten eines Ostseeaufenthalts: feinen Sand am Hafen und an der Promenade, einen steinigen Küstenabschnitt östlich des Hafens sowie Wander- und Kulturziele in den Ortsteilen. Diese Unterschiede helfen, den eigenen Aufenthalt nach den gewünschten Schwerpunkten auszurichten.
Sandstrand und steiniges Ufer
Der feinkörnige Sandstrand erstreckt sich vom Hafen entlang der Promenade bis hinter den Kurplatz. Er ist etwa 1.300 Meter lang und verfügt über 13 Strandzugänge. Bei Strandzugang 2 befindet sich ein Beachvolleyballfeld. Der Strandabschnitt vor dem Hafen bei den Zugängen 1 bis 4 ist für Familien mit Kindern geeignet; durch die natürliche Strömung ist der Uferbereich dort besonders flach.
Hinter dem Hafen beginnt in östlicher Richtung ein anderer Küstenabschnitt: ein Steinstrand mit angrenzendem Hochufer. Er dient als Ausgangspunkt für ausgedehnte Strandspaziergänge und Entdeckungstouren. Damit stehen in Glowe ein feinkörniger Sandstrand und ein steiniges Ufer mit Hochufer als unterschiedliche Möglichkeiten für Zeit am Wasser nebeneinander.
Promenade und Ausblicke
Die etwa einen Kilometer lange Promenade verläuft zwischen dem Kurplatz und dem Kap Königshörn. Von Sonnenterrassen oder Bänken reicht der Blick über die Ostsee bis zum Kap Arkona. Der Verlauf und die Aussichtspunkte geben dem Küstenbereich eine andere Orientierung als der Steinstrand östlich des Hafens.
Der Wasserwander-Rastplatz Glowe liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum kleinen Kap Königshörn, gegenüber dem Kap Arkona. Am Hafengebäude bietet ein etwa sieben Meter hoher Aussichtsturm einen Panoramablick über die gesamte Bucht. So gibt es neben den Ausblicken von der Promenade auch einen erhöhten Aussichtspunkt, von dem aus sich die Bucht als Ganzes überblicken lässt.
Wandern und Bewegung
Sieben ausgeschilderte Wanderrouten mit Längen von 5,9 bis 8,2 Kilometern bieten eine Auswahl nach Streckenlänge. Wer einen Spaziergang am Wasser mit einem weiteren Weg vergleichen möchte, kann sich an diesen angegebenen Routenlängen orientieren. Die Wege bilden damit einen eigenen Schwerpunkt neben den Strandabschnitten und der Promenade.
Auch der Kurpark Glowe verbindet verschiedene Interessen an einem Ort: Er liegt direkt oberhalb des Glower Steinstrandes und zeichnet sich durch zahlreiche Steinskulpturen des Künstlers Mile Prerad aus. Zusätzlich stehen dort zwölf Outdoor-Fitnessgeräte, an denen Erwachsene jeden Alters trainieren können. Kunst und Bewegung sind hier zwei unterschiedliche Aspekte des Kurparks.
Historische Orte in Bobbin und Spyker
Im Glower Ortsteil Bobbin steht die gotische Kirche St. Pauli. Sie wurde um 1400 aus Feldsteinen errichtet und ist die einzige erhaltene Feldsteinkirche auf der Insel Rügen. Bauform, Material und ungefähre Entstehungszeit geben dem Ort einen klaren historischen Charakter.
Eine andere Geschichte erzählt die Schlossanlage im Ortsteil Spyker. Sie war einst Herrschaftssitz des schwedischen Feldmarschalls Gustav von Wrangel und wurde 1318 erstmals erwähnt. Die Anlage ist im Stil der Renaissance gestaltet und ein beliebter Zwischenhalt für Wanderer und Radwanderer am Rad- und Wanderwegenetz von Glowe. Während St. Pauli durch gotische Feldsteinarchitektur und die Entstehungszeit um 1400 geprägt ist, stehen bei Spyker die frühere Herrschaftsfunktion, die Erwähnung von 1318 und die Renaissancegestaltung im Vordergrund.
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