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In Deyelsdorf treffen eine vielschichtige Kirchengeschichte und Wege durch das Trebeltal aufeinander. Die Schloßkirche erzählt von mehreren Bauphasen; der Erlebnispfad Trebeltal setzt einen anderen Schwerpunkt mit einem Wanderweg und fünf Stationen. Dazu kommen Besonderheiten in den Ortsteilen Bassendorf und Fäsekow. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse planen: Architektur und Orgelgeschichte auf der einen, Natur- und Themenwege auf der anderen Seite.

Schloßkirche: Renaissance und Orgelgeschichte

Die Renaissance-Kirche wurde zwischen 1601 und 1606 im Stil protestantischer Schlosskirchen erbaut. Die Verantwortung dafür lag beim damaligen Kirchenpatron Caspar Behr. Ihre heutige Gestalt erhielt die Schloßkirche 1872 durch den Wismarer Architekten Heinrich Thormann, im Stil der Neorenaissance. Die Baugeschichte umfasst damit zwei deutlich unterscheidbare Zeitpunkte: die Errichtung zu Beginn des 17. Jahrhunderts und die spätere Umgestaltung, die das heutige Erscheinungsbild prägte.

Auch die Orgel verbindet mehrere Stationen ihrer Geschichte. Arp Schnitger baute sie 1694 als Hausorgel für Dr. Johann Friedrich Mayer, den damaligen Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg. Eine Manualklaviatur des Orgelbauers Friedrich Friese I war ursprünglich für die Friese-I-Orgel in Spornitz bestimmt. Friedrich Albert Mehmel baute diese Klaviatur 1878 in erweiterter Form bei der Erweiterung der Deyelsdorfer Orgel ein. Heute hat die Orgel acht Register, verteilt auf ein Manual und ein Pedal; in der Schloßkirche befindet sich die Schnitger/Mehmel-Orgel.

Zum beschriebenen Kirchenraum gehören außerdem flache Kreuzgratgewölbe mit ornamentaler Bemalung. In die Empore ist, als Teil der Altargestaltung, eine Marmorskulptur des segnenden Christus im Thorwaldsenstil eingelassen. Orgel, Gewölbe und Skulptur setzen jeweils eigene Akzente und ergänzen den Blick auf die Architektur. Wenn Sie die Kirche von innen sehen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Wanderwege und Stationen im Trebeltal

Im Waldgebiet des Deyelsdorfer Ortsteils Fäsekow umfasst der Erlebnispfad Trebeltal einen Wanderweg von etwa drei Kilometern mit fünf Stationen. Der Pfad verbindet das Unterwegssein mit Themen, die an den einzelnen Stationen aufgegriffen werden.

An jeder Station gibt es Dinge zu entdecken und zu erforschen; der Schreiadler SIGGI stellt jeweils eine Aufgabe. Tafeln mit QR-Codes führen zu weiteren Informationen über die jeweiligen Themen. Damit bietet der Pfad zwei Formen der Beschäftigung: Hinweise und Aufgaben vor Ort sowie ergänzende Inhalte per QR-Code. Wer lieber einem Thema folgt als nur eine Strecke zurückzulegen, findet hier einen anderen Zugang als bei einem Spaziergang ohne Stationen. Aktuelle Zugangsmöglichkeiten sollten Sie vor dem Besuch prüfen.

Bassendorf: Gutshaus, Naturpfad und Trebel

Im Ortsteil Bassendorf gibt es einen Natur-Erlebnispfad. Außerdem steht dort das um 1780 erbaute Gutshaus, das seinen barocken Charakter bis heute bewahrt hat. An der Trebel gibt es in Bassendorf auch einen Anleger für Paddelboote. Bei Interesse am Paddeln erkundigen Sie sich vorab nach den Möglichkeiten vor Ort.

Die verschiedenen Themen helfen bei der Auswahl, worauf Sie Ihre Zeit in Deyelsdorf ausrichten möchten: Die Schloßkirche steht für Bau- und Instrumentengeschichte, der Erlebnispfad in Fäsekow für einen thematisch gegliederten Wanderweg, Bassendorf für Gutshaus, Naturpfad und den Anleger an der Trebel. So bleibt die Planung an den tatsächlich unterschiedlichen Angeboten des Ortes orientiert.

Weitere Reiseziele entdecken: Drechow, Lindholz, Dettmannsdorf, Tribsees, Grammendorf, Hugoldsdorf, Bad Sülze, Gransebieth

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Recknitz-Trebeltal.

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