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Das einzige Süßwasserwatt im Nordwesten befindet sich in Apen. Es wurde 2005 durch die Rückverlegung eines Deiches als Retentionsfläche für mögliche Überschwemmungen aus dem Aper Tief geschaffen. Regelmäßige, durch Ebbe und Flut bedingte Überschwemmungen betreffen einige Geländeteile; im als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bereich schaffen sie eine eigene Flora und Fauna. So prägen Wasser und Hochwasserschutz hier zugleich die Landschaft und ihren besonderen Naturraum.

Am Aper Tief: Watt, Deich und Mühle

Bei geführten Deichwanderungen im Bereich des Aper Tiefs erfahren Sie mehr über die Entstehung und Zweckbestimmung der Flächen sowie über Besonderheiten des Natur- und Hochwasserschutzes. Die Länge bestimmen die Teilnehmenden; sie beträgt etwa 3 bis 6 Kilometer. Termine und Anmeldung prüfen Sie am besten vorab. Ebenfalls direkt am Aper Tief, in der Bauerschaft Hengstforde, steht der Galerieholländer der Hengstforder Mühle. Der Standort hat eine lange Mühlengeschichte: Seit 1742 stand dort eine hölzerne Mühle, die im späten 19. Jahrhundert durch einen Steinbau ersetzt wurde. Die Mühle kann kostenlos besichtigt werden; Führungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich.

Radfahren zwischen Ufer und Fehnlandschaft

Das Zwischenahner Meer eröffnet eine andere Perspektive auf die Landschaft: Sie können dort segeln, surfen oder baden und am elf Kilometer langen Ufer Rad fahren oder wandern. Die Ammerlandroute setzt einen größeren regionalen Maßstab. Der 165 Kilometer lange Rundkurs führt durch die Parklandschaft des Ammerlandes und durch einzigartige Fehnlandschaften. Entlang der Route gibt es elf Schutzhütten zum Rasten. So stehen eine Tour am Wasser und eine Rundfahrt durch die Fehn- und Parklandschaft als unterschiedliche Möglichkeiten im Raum – mit klar unterscheidbarem Umfang und Landschaftsbezug.

Gartenkunst und gestaltete Landschaft

Der 14 Hektar große Park der Gärten liegt auf dem Gelände der ersten niedersächsischen Landesgartenschau von 2002. Seine mehr als 90 eigenständigen Bereiche umfassen Themengärten, Pflanzensortimente und Lehrpfade. Dazu kommen über 40 verschiedene Mustergärten. Die Zahlen zeigen die Breite des Angebots: Der Park vereint unterschiedliche Gartenformen und Pflanzenbereiche mit Wegen, die dem Lernen und Entdecken gewidmet sind.

Geschichte an Höfen und Kirchen entdecken

In Edewecht war das Tollhus up'n Wurnbarg früher eine Zollstation zwischen Ammerland und dem Oldenburger Münsterland. Das Freilichtmuseum zeigt zahlreiche Exponate zur Geschichte der Ammerländer Landwirtschaft. Besuche und Führungen sind ganzjährig nach vorheriger Anmeldung möglich. Einen Einblick in eine frühere Lebenswelt gibt auch das Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn: Historische reetgedeckte Häuser stellen das Leben vor 300 Jahren dar. Führungen durch das Ammerländer Bauernhaus sind ganzjährig auf Anfrage möglich.

In Rastede ist die St.-Ulrichs-Kirche fast 1.000 Jahre alt. Das Grafenpaar Huno und Willa stiftete sie 1059. In Westerstede steht mit der St.-Petri-Kirche das älteste Bauwerk und ein Wahrzeichen der Stadt; ihr Turm ist 48 Meter hoch. Eine Besichtigung ist kostenlos möglich. Prüfen Sie die Öffnungsregelungen vor Ihrem Besuch.

Ein Blick auf regionale Esskultur

In Apen befindet sich die älteste Schinkenräucherei des Ammerlandes. Bei Führungen im Schinkenmuseum werden Räume und Techniken rund um Reifung, Räucherkammer und Tradition vorgestellt; Führungen sind auf Anfrage möglich. Das Räuchern selbst findet derzeit nicht statt. Damit begegnen sich in Apen die Natur- und Hochwassergeschichte am Aper Tief und ein weiterer, ganz eigener Teil regionaler Geschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Zwischenahn, Westerstede, Apen, Rastede, Edewecht, Wiefelstede, Lüneburg, Elbe-Weser-Dreieck.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niedersachsen.

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