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Apen liegt an der Grenze zwischen der Ammerländer Parklandschaft und dem ostfriesischen Fehngebiet. Geschwungene Wasserläufe, gerade Kanäle und grüne Deiche prägen die Landschaft. Für eine Reise, die Natur und Kultur verbinden soll, ergeben sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte: das von Wasser und Gezeiten geprägte Aper Tief sowie historische Orte, deren Geschichte vom mittelalterlichen Kirchenbau bis zu jüngeren Kulturangeboten reicht.

Wasserlandschaft und Wege

Am Aper Tief wird der Einfluss der Nordsee im Binnenland spürbar: Über Jümme, Leda und Ems ist das Gewässer mit der Nordsee verbunden, deshalb sind Gezeitenwechsel in Apen bemerkbar. Am Aper Tief liegt das Süßwasserwatt, das als einziges Süßwasserwatt im Nordwesten Deutschlands gilt. Es entstand 2005, als der südliche Deich zurückverlegt und eine Retentionsfläche für mögliche Überschwemmungen geschaffen wurde. Zwei Retentionsflächen am Aper Tief trugen zur Entstehung eines Naturschutzgebiets bei.

Im Ammerland schaffen regelmäßige, durch Ebbe und Flut bedingte Überschwemmungen einzelner Geländeteile im ausgewiesenen Naturschutzgebiet eine eigene Flora und Fauna.

Zum Landschaftsfenster Tange führen Wanderpfade, ein markierter Spazierweg und ruhige Radwege. Da die Wegeinfrastruktur angepasst werden kann, empfiehlt es sich, vor dem Start die aktuelle Wegeführung zu prüfen. So können Sie für diesen Landschaftsschwerpunkt zwischen verschiedenen Wegarten wählen, ohne eine bestimmte Route oder Gehzeit vorauszusetzen.

Die historische Radroute durch Apen ist eine 48 Kilometer lange Entdeckungstour. Informationstafeln erzählen an zwölf historischen Stätten Geschichten. Damit setzt die Radtour einen anderen Akzent als die Wege am Landschaftsfenster Tange: Hier stehen historische Orte entlang einer längeren Tour im Blick, dort die Erkundung der Landschaft. Prüfen Sie vor der Fahrt die Beschilderung und den aktuellen Wegeverlauf.

Kirchen, Mühle und lokale Kultur

Die St.-Nikolai-Kirche in Apen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ihr freistehender Glockenturm ist aus dem 15. Jahrhundert; die Kanzel schuf der Bildhauer Ludwig Münstermann um 1625. Die unterschiedlichen Daten verweisen auf mehrere Bau- und Kunstphasen. Auch die Kapelle Vreschen-Bokel setzt einen frühen historischen Zeitanker: Sie wurde 1456 auf einem Terp errichtet.

Eine weitere Baugeschichte erzählt die Hengstforder Mühle. Seit 1742 stand an ihrem Standort eine hölzerne Mühle; im späten 19. Jahrhundert wurde sie durch einen Steinbau ersetzt. Die Rekonstruktion der Plaggenhütte Nordloh erinnert an Oma Puls, die von 1823 bis 1916 in einer ähnlichen Hütte lebte. Beide Geschichten geben einen anderen Einblick als die Kirchen: Hier geht es um Mühlenbau und um das Leben in einer vergleichbaren Hütte.

Das Männeken-Theater besteht seit 1993 als feste Spielstätte in der Gemeinde Apen. Da sich das Programm ändern kann, prüfen Sie für einen geplanten Besuch die aktuellen Vorstellungen.

Auch die regionale Esskultur hat einen konkreten Anknüpfungspunkt: Die älteste Schinkenräucherei des Ammerlandes befindet sich in Apen. Im Schinkenmuseum werden im Rahmen von Führungen Räume und Techniken rund um Reifung, Räucherkammer und Tradition vorgestellt. Führungen sind auf Anfrage möglich; stimmen Sie einen Besuch daher vorher ab.

Weitere Reiseziele entdecken: Augustfehn, Godensholt, Bad Zwischenahn, Westerstede, Edewecht, Rastede, Wiefelstede.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ammerland.

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