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Die Friedenskirche wurde direkt am Augustfehnkanal errichtet. Ihr freistehender Glockenturm ist 20 Meter hoch. Die Kirche wurde im November 1957 geweiht; 2017 wurden drei neue Bronzeglocken eingebaut. Weihe und Glocken geben zwei konkrete zeitliche Anhaltspunkte für die Geschichte des Bauwerks.

Auch die Ortsgeschichte lässt sich eigenständig erkunden: In Augustfehn gibt es ein Angebot mit historischen Informationstafeln, QR-Codes, herunterladbaren Texten und Audiobeiträgen. Die Stationen können Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. So stehen unterschiedliche Zugänge bereit – vom Lesen vor Ort bis zum Anhören eines Audiobeitrags. Wer sich lieber führen lässt, findet mit der „Zeitreise in Augustfehn“ eine weitere Möglichkeit.

Industriegeschichte und historische Bauwerke

Zu den denkmalgeschützten Bauwerken zählen der Eisenhüttenturm Augustfehn und das Heizhaus auf dem Eisenhüttengelände. Auch die Lorenbahn ist ein Denkmal der Industriegeschichte Augustfehns. Sie diente dem Stahlwerk dazu, Rohstoffe und Fertigprodukte zum Bahnhof Augustfehn zu transportieren. Ihr Zweck macht einen Abschnitt des damaligen Warenwegs greifbar: vom Material für das Stahlwerk bis zu den fertigen Produkten und ihrer Beförderung zum Bahnhof.

Die Eisenhütte Augustfehn befindet sich in Privatbesitz und wird gastronomisch sowie kulturell genutzt. Da sich betriebliche Einzelheiten ändern können, erkundigen Sie sich vor einem Besuch nach dem aktuellen Angebot. Ein weiteres Kapitel der Ortsgeschichte erinnert an den Namenspatron Augustfehns: Für Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg (1783–1853) gibt es ein Denkmal.

Eine kommunale Besonderheit ist außerdem die Alte Staaßenbrücke: In der Gemeinde Apen ist sie die einzige erhaltene Klappbrücke.

Ortsgeschichte geführt oder auf eigene Faust erkunden

Die Gästeführung „Zeitreise in Augustfehn“ dauert etwa 2,5 Stunden und wird auf Anfrage angeboten. Sie kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternommen werden; gegebenenfalls ist ein Bustransfer zum Stahlwerk möglich. Bei der Planung lässt sich diese ungefähre Dauer als eigener Zeitrahmen berücksichtigen. Die Informationstafeln und Medien des selbstständig erkundbaren Ortsgeschichtsangebots bieten dagegen einen Zugang ohne die angefragte Gästeführung.

Damit sind zwei unterschiedliche Formen der Erkundung abgedeckt: Sie können die historischen Stationen eigenständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden oder die Führung auf Anfrage einplanen. Welche Variante besser in Ihren Aufenthalt passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie selbstständig unterwegs sein oder einen geführten Termin berücksichtigen möchten.

Kanutouren und Natur am Wasser

Die tideabhängige Kanutour von Augustfehn nach Barßel ist 9 Kilometer lang. Sie beginnt an der Paddel-und-Pedal-Station am Augustfehnkanal. Weil die Tour von der Tide abhängt, gehört deren zeitlicher Einfluss zur Planung. Ziel und Streckenlänge sind dabei klar benannt; für den passenden Zeitpunkt sollten Sie sich an den Gezeiten orientieren.

Ein anderer Paddelzusammenhang führt zum Aper Tief: Wer von Augustfehn aus ein Stück flussaufwärts paddelt, erreicht dort ein Süßwasser-Wattgebiet mit seltener Flora und Fauna. Bei der Fahrt nach Barßel stehen die 9 Kilometer und die Tideabhängigkeit im Vordergrund; am Aper Tief ist es das besondere Naturgebiet, das den beschriebenen Abschnitt kennzeichnet. So ergänzen sich die Wassererlebnisse durch unterschiedliche Schwerpunkte, ohne dass sie zu einer einzigen Tour verbunden werden müssen.

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