Zum Inhalt

Die Landschaft rund um Weenzen lässt sich über mehrere konkrete Themen kennenlernen: Rundwanderungen, ein Radweg auf ehemaliger Bahntrasse, Seen, Wald und Geologie. Dazu kommen Baugeschichte und Erinnerungsorte im Ort.

Wanderwege und Radroute

Der mit „DU4“ gekennzeichnete Haidkopfweg beginnt in Weenzen und verläuft als 5,8 Kilometer langer Rundwanderweg. Zwischen dem Weinbergersee und den Paradiesteichen führt er zur Gipsgrube Weenzer Bruch und anschließend zum Ausgangspunkt zurück.

Eine längere Rundtour ist der Pottlandweg 3, dessen Route direkt an Weenzen liegt. Der 13,3 Kilometer lange Rundweg Steinbruchweg wird mit etwa fünf Stunden Gehzeit angegeben. Gegenüber dem Haidkopfweg ist das mehr als die doppelte Streckenlänge; die ungefähre Zeitangabe ergänzt den Vergleich um einen weiteren Planungsmaßstab. Der Steinbruchweg zwischen Weenzen und Duingen bietet Anschluss an den Geologischen Lehrpfad und die Duinger Seenplatte.

Ein Radweg zwischen Weenzen und Thüste verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse. Anders als bei den Rundwanderwegen stehen hier zwei Orte als Streckenbezug im Vordergrund. Damit unterscheiden sich die Touren nicht nur nach dem Verkehrsmittel, sondern auch nach ihrer Form: Rundweg oder Verbindung zwischen zwei Orten.

Seen, Wald und geologische Spuren

Der Weenzer Bruch liegt in der Umgebung von Weenzen und ist ein rekultiviertes ehemaliges Braunkohle-Tagebaugebiet mit vier Seen, dem naturnahen Lauf der Saale und ausgedehnten Waldflächen. Die Rekultivierung markiert den Wechsel von der früheren Braunkohlenutzung zu einer Landschaft mit Seen, Flusslauf und Waldflächen. Der Geologische Lehrpfad „Weenzer Bruch“ ist ein Naturerlebnis- und Lehrpfad und informiert dort über Entstehung, Aufbau und Nutzung der geologischen Einheiten.

In der Umgebung von Weenzen umfasst das FFH-Gebiet 118 „Duinger Wald mit Doberg und Weenzer Bruch“ neben einem weitläufigen Waldgebiet zwei Tongruben mit mehreren Stillgewässern unterschiedlicher Größe. Die Landschaftsbeschreibungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Weenzer Bruch stehen vier Seen, Saale und Geologischer Lehrpfad im Blick, im FFH-Gebiet Wald, Tongruben und Stillgewässer verschiedener Größe.

Ortsgeschichte und Erinnerung

Die Neue Kapelle in Weenzen wurde 1886/1887 im Stil der Gründerjahre erbaut. Ihre Bauzeit und die stilistische Zuordnung geben der Ortsgeschichte einen architektonischen Schwerpunkt, der sich von den Landschafts- und Wegethemen unterscheidet.

Beim Bau der Kanalisation in Weenzen wurde 1973 eine Furt der historischen Paderborner Heerstraße über die durch den Ort fließende Thüster Beeke nachgewiesen. Die Jahresangaben erfüllen unterschiedliche Rollen: 1886/1887 bezeichnet die Bauzeit der Kapelle, 1973 das Jahr des Furt-Nachweises beim Kanalbau.

Auf dem Kirchhof in Weenzen erinnern zwei Ehrenmale an die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Bürger des Ortes. Zusammen mit Kapelle und Furt stehen damit Baugeschichte, historischer Verkehrsweg und Gedenken an Gefallene und Vermisste als unterschiedliche Aspekte der lokalen Geschichte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildesheim.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel: