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Die Bernwardtür im Mariendom ist ein Meisterwerk der Bronzegusskunst. In Hildesheim führt dieser Blick auf ein einzelnes Kunstwerk direkt zu einer größeren Entdeckung: Mariendom und St. Michaelis wurden 1985 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ihre Baukunst und ihre Kunstschätze geben der Stadt ein unverwechselbares kulturelles Profil.

Welterbe und Kunstgeschichte in Hildesheim

Der Mariendom zählt zu Hildesheims Hauptattraktionen. Neben einzigartigen Kunstschätzen beherbergt er einen Rosenstock, der bereits 1.000 Jahre alt ist. Die Bernwardtür ergänzt dieses Ensemble um ein bedeutendes Beispiel des Bronzegusses. Wer sich für mittelalterliche Kunst interessiert, findet hier einen konkreten Ausgangspunkt, um die Geschichte der Stadt über ihre Werke kennenzulernen.

St. Michaelis setzt einen anderen architektonischen Akzent: Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika im ottonischen, vorromanischen beziehungsweise frühromanischen Baustil. Ein monumentales Deckenbild aus dem 13. Jahrhundert zeigt auf 1.300 Eichenbrettern den Stammbaum Christi. Die Verbindung aus Bauform, Bildthema und Material macht den Kirchenraum auch für Besucher interessant, die sich sonst nicht vertieft mit Architektur beschäftigen.

Ein weiteres markantes Bauwerk ist das Knochenhauer-Amtshaus auf Hildesheims historischem Marktplatz. Das ehemalige Gildehaus ist mit Hunderten geschnitzten und gemalten Kunstwerken geschmückt. Während Mariendom und St. Michaelis den Blick auf religiöse Kunst und Baugeschichte lenken, erzählt das Amtshaus von einer früheren städtischen Funktion und ihrer aufwendigen Gestaltung.

Museen und Architektur entdecken

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim beherbergt die zweitgrößte ägyptische Sammlung der Welt. Seit Dezember 2025 ergänzt eine neu eröffnete ägyptische Dauerausstellung das Angebot: Objekte aus 4.000 Jahren altägyptischer Kultur lassen sich an verschiedenen Mitmachstationen multimedial, familienfreundlich und erlebnisorientiert entdecken. So stehen neben den Sammlungsstücken auch interaktive Zugänge zur Kulturgeschichte im Mittelpunkt.

Das Museum umfasst außerdem eine naturkundliche, eine ethnologische und eine stadtgeschichtliche Sammlung sowie eine Gemälde- und Grafiksammlung. Damit reicht das Themenspektrum über Ägypten hinaus und bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von Natur und Gesellschaft bis zur Kunst. Für Ihre Auswahl können Sie sich daran orientieren, ob Sie lieber eine einzelne Kulturgeschichte vertiefen oder verschiedene Sammlungsbereiche erkunden möchten.

In Alfeld steht das Fagus-Werk, das als erstes wirklich modernes Bauwerk und als Ursprungswerk moderner Industriearchitektur gilt. Das UNESCO-Besucherzentrum widmet sich der Geschichte der Welterbestätte und den Kerngedanken der Welterbekonvention; interaktive Stationen machen diese Themen zugänglich. So verbindet der Besuch ein markantes Beispiel der Industriearchitektur mit einer Einführung in das Welterbe.

Kunst und historische Räume entdecken

Der Skulpturenpark von Schloss Derneburg zeigt Werke aus den Sammlungen von Hall und der Hall Art Foundation und kann auch ohne Führung besucht werden. Das Kunstmuseum Schloss Derneburg präsentiert wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in historischem Ambiente. Der Park und das Museum bieten damit unterschiedliche Zugänge: draußen Skulpturen, drinnen wechselnde Ausstellungen. Da sich einzelne Werke und das Ausstellungsprogramm verändern können, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Informationen.

Im Kloster Lamspringe stammt das Abteigebäude aus dem Jahr 1731. Bei Führungen können Sie die Erdteilhalle und den historischen Abtsaal besichtigen. Der geführte Zugang ist hier Teil des Besuchs; wer Innenräume sehen möchte, sollte die aktuellen Möglichkeiten für eine Führung vorab prüfen.

Bewegung und Natur

Der Bike- und Outdoorpark am Ortberg in Bad Salzdetfurth ist seit 2014 zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Ein Übungsparcours richtet sich an Ungeübte, die vor hindernisreicheren Strecken ihre Kontrolle über das Mountainbike verbessern können. Für das Training stehen außerdem Rampen, North-Shore-Elemente und Singletrails bereit. Übungsbereich und anspruchsvollere Elemente setzen unterschiedliche Schwerpunkte; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Hinweise zur Nutzung.

Das Wildgatter ist ein rund sechs Hektar großer Naturpark, in dem mehr als 300 Tiere leben. Es ist mit dem Auto und Parkplätzen sowie mit der Stadtbuslinie 5 erreichbar; der Eintritt ist kostenfrei. Tierbestand und Betriebsdetails können sich verändern. Wenn Sie Ihren Besuch planen, informieren Sie sich daher vorab über die aktuellen Besucherhinweise, ohne eine bestimmte Öffnungszeit vorauszusetzen.

Praktische Orientierung

Die Tourist-Information Hildesheim informiert über Sehenswürdigkeiten vor Ort und bucht Stadtführungen sowie Regionsfahrten. Sie ist von den Haltestellen Schuhstraße oder Kardinal-Bertram-Straße erreichbar; vom Hauptbahnhof sind es etwa zehn Gehminuten. Da sich die örtlichen Verkehrsverbindungen ändern können, empfiehlt es sich, die aktuelle Verbindung zu prüfen. So lässt sich die Orientierung vor Ort mit einer Stadtführung oder einer Fahrt in die Region verbinden.

Weitere Reiseziele entdecken: Westfeld, Sarstedt, Nordstemmen, Nettlingen, Hildesheim, Elze, Burgstemmen, Brüggen, Bockenem, Bad Salzdetfurth, Algermissen, Giesen, Despetal, Alfeld, Diekholzen, Holle, Wittenburg, Harsum, Ahrbergen, Marienhagen, Rheden, Söhlde, Freden, Weenzen, Winzenburg, Hoyershausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niedersachsen.

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