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Kanäle, Klappbrücken und historische Bauten prägen unterschiedliche Wege durch Rhauderfehn. Sie können zwischen dem historischen Rundgang der Fehn Tour, zwei Radtouren und einem Landschaftspfad wählen; das Fehn- und Schiffahrtsmuseum ergänzt die Wege um eine Sammlung zu Fehnkultur und Schifffahrt.

Routen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Fehn Tour ist ein historischer Rundgang entlang der Fehnkanäle durch das Zentrum von Rhauderfehn. Auf der Route erklären 16 Informationstafeln, wie sich die historischen Bauten rund um Westrhauderfehn und Rhaudermoor im Laufe der Zeit verändert haben. Damit verbindet der Rundgang die Kanalroute mit der Geschichte der örtlichen Bebauung.

Die Kleinbahntour ist eine 15 Kilometer lange Tagestour. Sie verläuft auf dem Ostfriesland-Wanderweg und der ehemaligen Kleinbahnstrecke durch Westrhauderfehn, Collinghorst, Rhaudermoor und Rhaude in Rhauderfehn. Ihre Streckenführung verbindet zwei unterschiedliche Linien: den Wanderweg und die Trasse der früheren Kleinbahn.

Die Wiekentour ist eine rund 22 Kilometer lange Themen-Radroute entlang von Kanälen, Klappbrücken und historischen Orten. Sie vermittelt Radfahrenden die Geschichte der Moorkolonisierung; Radfahren ist auf der Route jederzeit möglich. Im Vergleich zur 15 Kilometer langen Kleinbahntour ist sie länger und setzt mit der Moorkolonisierung einen anderen thematischen Schwerpunkt.

Der Landschaftspfad an der „Oll Wiek“ lädt zum Wandern, Joggen, Walken und Radwandern ein. Entlang der Hammrichtour liegen Moor, Hammrich, Marsch und Geest. Während die Fehn Tour die Veränderung historischer Bauten rund um Westrhauderfehn und Rhaudermoor aufgreift, richtet sich der Blick an der Hammrichtour auf diese vier Landschaftsformen.

Fehnkultur und Schifffahrt

Das Fehn- und Schiffahrtsmuseum Westrhauderfehn befindet sich in der historischen Villa Graepel in Westrhauderfehn, einem Ortsteil der Gemeinde Rhauderfehn. Seine Sammlung konzentriert sich auf Fehnkultur, Schiffbau, Schifffahrt und Wohnkultur. Damit stehen neben den Routen und ihrer Ortsgeschichte auch Themen der regionalen Bau- und Wohnkultur im Mittelpunkt.

Kultur und Stadtgeschichte in Leer

Im Reiseziel Leer gehören Erinnerungskultur und historische Bauwerke zu den unterschiedlichen Themen. Die Ehemalige jüdische Schule Leer ist eine Gedenk- und Begegnungsstätte in Trägerschaft des Landkreises Leer. Schloss Evenburg in Leer ist ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung und besteht aus Schloss, Park und Vorburg. Seit Mai 2014 ist es mit einer Dauerausstellung zum Leben und Wirtschaften einer adligen Familie im 19. Jahrhundert geöffnet und zugleich Zentrum für Gartenkultur.

Öffentliche Stadtführungen in Leer zeigen unter anderem das alte Rathaus, die historische Waage und das Haus Samson; der Rundgang dauert 1,5 Stunden. Das Amsterdamer Giebelhaus Haus Samson schmückt seit 1643 die Altstadt von Leer. So umfasst der Rundgang sowohl bedeutende Bauwerke als auch Stadtgeschichte, die sich an einem einzelnen Gebäude zeitlich festmachen lässt.

Auch die Museen in Leer unterscheiden sich nach ihren Themen. Das Bünting Teemuseum behandelt auf zwei Etagen Anbau, Herstellung und Zubereitung von Tee sowie die Geschichte des ostfriesischen Lieblingsgetränks. Das Heimatmuseum Leer widmet sich der ostfriesischen Wohnkultur und der heimischen Schifffahrt. Im Fernmeldemuseum Leer erleben Besucher 150 Jahre Kommunikationsgeschichte mit seltenen Exponaten und funktionstüchtiger Technik.

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