In Wildeshausen treffen unterschiedliche historische Themen aufeinander: die Architektur der Alexanderkirche, Archäologie im Urgeschichtlichen Zentrum und ein Gräberfeld in einer Heide- und Kiefernlandschaft. So lässt sich die Stadt nach den eigenen Interessen erkunden – mit besonderen Schwerpunkten auf Baugeschichte, Archäologie oder Landschaft.
Kirche und Archäologie in Wildeshausen
Die Alexanderkirche in Wildeshausen ist die einzige erhaltene spätromanische Basilika des Oldenburger Landes. Sie ist täglich geöffnet, außer dienstags. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die offiziellen Öffnungshinweise. Das Bauwerk bietet einen architekturgeschichtlichen Schwerpunkt, während das Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen (UZW) Archäologie zum Thema hat.
Das UZW ist ein Informationszentrum für Archäologie im Bereich des Naturparks Wildeshauser Geest. Vom Bahnhof Wildeshausen führt der Weg durch die Innenstadt dorthin: Die Strecke beträgt 600 Meter und ist in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Damit haben Sie einen konkreten Orientierungspunkt, wenn Sie den Besuch des Zentrums mit einem Weg durch die Innenstadt verbinden möchten.
Das Pestruper Gräberfeld und die Heide
Südlich von Wildeshausen liegt das Pestruper Gräberfeld. Es umfasst etwa 40 Hektar und rund 500 Grabhügel. Die archäologische Stätte von überregionaler Bedeutung liegt in einer Heide- und Kiefernlandschaft. Im übergeordneten Reiseziel Oldenburg ist das Gräberfeld zudem die größte zusammenhängende Heidefläche im Landkreis Oldenburg; dort sind kurze und längere Spaziergänge möglich.
Der Ort verbindet damit zwei konkrete Interessen: die Grabhügel als archäologisches Ziel und die Heidefläche als Landschaft für einen Spaziergang. Sie können die Spaziergangsdauer entsprechend kürzer oder länger wählen.
Weitere Einblicke im übergeordneten Reiseziel Oldenburg
Im übergeordneten Reiseziel Oldenburg eröffnet das Kloster Hude einen weiteren Zugang zur Geschichte. Das 1232 gegründete Zisterzienserkloster, genannt „Portus Sancte Marie“ („Hafen der Heiligen Maria“), wurde rasch zum geistigen, wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt des östlichen Teils der Grafschaft Oldenburg. Die Klosterruine bewahrt Reste einer dreischiffigen Basilika mit ausladendem Querschiff. Die Kirche war ursprünglich über 57 Meter lang und über 24 Meter breit.
Das Museum im Kloster Hude zeigt Modelle zur Baugeschichte, archäologische Funde, Karten und Texte zur Geschichte der Zisterzienser sowie ein Skriptorium zum Schreiben mit der Feder. Architektur, Funde und Schriftkultur stehen hier nebeneinander und setzen eigene Akzente gegenüber den archäologischen Themen in Wildeshausen.
Ein weiterer regionaler Bezug im übergeordneten Reiseziel Oldenburg ist die 40 Kilometer lange Kanu-Strecke auf der Hunte von Wildeshausen bis Oldenburg. Sie führt durch die Wildeshauser Geest, vorbei an Sandbänken, steilen Uferböschungen und Wäldern. Zur Strecke gehören 11 Ein- und Ausstiegsstellen, 10 Rastplätze und 11 Lehrpfad-Tafeln. Die Flussufer setzen einen Kontrast zur Heide am Gräberfeld.
Weitere Reiseziele entdecken: Kirchseelte, Dötlingen, Kirchhatten, Oldenburg, Hatten, Wardenburg, Hude, Großenkneten.
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