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Steinhude verbindet ein historisches Fachwerkzentrum mit der Geschichte von Fischerei und Weberei sowie Spaziergängen an der Promenade des Steinhuder Meers. Für Ihre Planung sind das unterschiedliche Schwerpunkte: Ortsgeschichte, die vielfältige Nutzung historischer Gebäude und Zeit am Wasser. So können Sie entscheiden, welche Facette für Ihren Aufenthalt besonders wichtig ist.

Fischerei und Weberei im historischen Zentrum

Das Fachwerkzentrum vermittelt Steinhudes Fischerei- und Webereierbe anhand konkreter Dinge und Orte. Fischernetze, Reusen, Boote und Torfkähne veranschaulichen unterschiedliche Seiten der Fischereigeschichte. Das Fischer- und Webermuseum sowie eine historische Mangel zur Leinenverarbeitung greifen beide Traditionen auf. Zusammen machen diese Details sichtbar, woran sich die Ortsgeschichte festmachen lässt: an Arbeitsgeräten, Booten und der Verarbeitung von Leinen. Wer sich für handwerklich geprägte Ortsgeschichte interessiert, findet hier mehr als eine allgemeine Fachwerkkulisse.

Scheunenviertel und Promenade am Steinhuder Meer

Eine andere architektonische Facette ist das historische Scheunenviertel. Es besteht aus restaurierten Fachwerkscheunen des 18. Jahrhunderts, die für die Expo 2000 hergerichtet wurden. In den Scheunen befinden sich die Tourist-Information, die Naturpark-Scheune, Gastronomie, kleine Geschäfte und die Kunstscheune als Ausstellungsraum. Ihre Nutzung reicht damit von Information und Naturpark-Themen bis zu Gastronomie, Handel und Ausstellungen. Das unterscheidet diesen Ortsschwerpunkt von der Geschichte der Fischerei und Weberei im Fachwerkzentrum.

Wer den Aufenthalt lieber mit einem Spaziergang gestaltet, kann auf der Uferpromenade am Steinhuder Meer entlanggehen und den Blick in Richtung Sonnenuntergang richten. Die Promenade setzt so einen eigenen Akzent neben den historischen Themen: Hier steht der Weg am Wasser im Mittelpunkt, während Fachwerkzentrum und Scheunenviertel unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte und ihrer Gebäude zeigen. Für die Auswahl Ihrer Aktivitäten können Sie diese Interessen getrennt gewichten, statt sie als ein einziges Besichtigungsprogramm zu behandeln.

Wunstorf als übergeordnetes Reiseziel

In Wunstorf gibt es drei selbstständig begehbare Rundgänge von jeweils etwa 20 Minuten. Alle beginnen und enden am Rathaus; zwei führen durch die Altstadt, einer auf den Stiftshügel. Die ungefähren Zeitangaben und die unterschiedlichen Routen geben eine kompakte Orientierung für Spaziergänge in Wunstorf.

Zu den historischen Bauwerken Wunstorfs zählt die umfassend sanierte Abtei aus dem 15. Jahrhundert, die als Kulturzentrum dient. Im Saal der Abtei im Erdgeschoss finden Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Empfänge und Vorträge für bis zu 100 Personen statt. Die Abtei und die zahlreichen sanierten Fachwerkhäuser in der Innenstadtgasse Wasserzucht bilden ein Ensemble mit einem für Wunstorf eigenen Charakter. Auch die Stiftskirche ist ein prägendes Bauwerk: Sie zählt zu den bedeutendsten niedersächsischen Kirchenbauten der Spätromanik.

Einen anderen Schwerpunkt setzt die Luftfahrtgeschichte. Die Traditionsgemeinschaft Lufttransport Wunstorf e.V. betreibt in der Ju-52-Halle und auf dem angrenzenden Freigelände direkt neben dem Fliegerhorst Wunstorf eine für jedermann zugängliche Ausstellung militärhistorischer Objekte. Gemeinsam mit dem Lufttransportgeschwader 62 der Bundesluftwaffe zeigt die Ausstellung einen Querschnitt der Geschichte des Lufttransports und des Fliegerhorsts sowie weitere Luftfahrtexponate. Im Mittelpunkt steht eine Junkers Ju-52, eines der weltweit letzten Exemplare im Originalzustand. Der Zugang zur Halle und zu den Außenflächen ist barrierefrei möglich; die Innenbesichtigung der Transall ist davon ausgenommen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gehrden, Laatzen, Mardorf, Wunstorf, Burgdorf, Uetze, Wennigsen, Isernhagen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Region Hannover.

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