Das Ewige Meer bündelt den Naturbezug Eversmeers: Der Hochmoorsee liegt in einer 400 Hektar großen Moorlandschaft. Rund um das Naturschutzgebiet gibt es einen Bohlenweg; ein Lehrpfad und die Ewiges-Meer-Route setzen weitere eigene Akzente. Archäologische Funde und die Geschichte der Moorsiedlung ergänzen das Bild. So können Sie den Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren: Moorlandschaft, Ortsgeschichte oder eine längere Radtour.
Hochmoor und Ewiges Meer
Das Ewige Meer gilt als Deutschlands größter Hochmoorsee und hat eine Wasserfläche von 89,2 Hektar. Die umgebende Hochmoorlandschaft umfasst 400 Hektar; die beiden Zahlen beziehen sich also auf unterschiedliche Flächen. Die kleineren Moorseen Kleines Eversmeer und Dobbe rahmen das Ewige Meer. Zum Moorhabitat gehören seltene und geschützte Arten, die an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind. Wer sich für Landschaft und Natur interessiert, findet hier einen klaren thematischen Schwerpunkt, ohne dass dafür eine Radtour durch die weitere Region nötig ist.
Bohlenweg und Moorwissen
Der Bohlenweg rund um das Naturschutzgebiet ist vom Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar. Weil sich sein Zustand ändern kann, prüfen Sie ihn am besten vor Ihrer Fahrt. Der Ewiges-Meer-Lehrpfad arbeitet mit zwölf Informationstafeln sowie interaktiven Frage-und-Antwort- und Klapp- und Drehelementen. Damit verbindet er den Weg mit Informationen zum Moor. Davon zu unterscheiden sind die zehn Standorte von Informationstafeln auf der Ewiges-Meer-Route: Dort markiert ein rekonstruierter steinzeitlicher Pfahlgott die Plätze, an denen es um das Moor und seine Geschichte geht.
Für geführte Moorwanderungen ist der Parkplatz am Ewigen Meer in Eversmeer der Treffpunkt. Die Termine richten sich nach dem Anbieter; berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung. So können Sie zwischen einem Weg auf eigene Faust und einer geführten Wanderung wählen, ohne die beiden Angebote miteinander zu verwechseln.
Spuren aus unterschiedlichen Zeiten
Südlich des Ewigen Meeres wurde ein prähistorischer Bohlenweg ausgegraben, der auf etwa 2.500 v. Chr. datiert wird. Die Moorsiedlung Eversmeer entstand dagegen um 1821 nördlich des Sees. Die beiden Daten stehen für unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte: einerseits einen Fund aus vorgeschichtlicher Zeit, andererseits die Entstehung der Siedlung. Auf der Route greift der rekonstruierte Pfahlgott das Thema Moor und Geschichte ebenfalls auf, während der Lehrpfad mit seinen zwölf Tafeln das Natur- und Moorwissen in den Mittelpunkt stellt.
Die Ewiges-Meer-Route mit dem Rad
Wenn Sie den Naturraum über den unmittelbaren Besuch am See hinaus auf einer Radtour betrachten möchten, bietet die Ewiges-Meer-Route eine andere Perspektive. Sie ist eine 32 Kilometer lange Rundtour um die frühere Ausdehnung des Hochmoorgebiets. Ihre Strecke führt durch Holtriem/Eversmeer, Großheide/Berumerfehn, Südbrookmerland/Münkeboe und Aurich/Tannenhausen. Die Rundtour und der Bohlenweg unterscheiden sich damit vor allem im räumlichen Maßstab: Der Bohlenweg führt rund um das Naturschutzgebiet, die Radtour bezieht mehrere benannte Orte ein. Wählen Sie danach, ob Sie Ihren Schwerpunkt auf den Besuch am Ewigen Meer oder auf die weiter gefasste Route legen möchten.
Wittmund: eigene Kulturthemen
Wittmund bietet einen anderen kulturellen Schwerpunkt als die Moorlandschaft Eversmeers. Die Peldemühle wurde 1741 zum Schälen von Gerste errichtet; zu ihr gehören ein Wohngebäude und eine Scheune. Sie gilt als ältester einstöckiger Galerieholländer Nordwestdeutschlands. Im historischen Backhaus der Mühle wird die Verarbeitung vom Mehl zum Brot demonstriert. In der Wittmunder Fußgängerzone liegt außerdem die Flaniermeile „Hands of Fame“ mit dem deutschlandweit einzigartigen „Bundespräsidentenplatz“, der 2010 eingeweiht wurde. Das Robert von Zeppelin- und Fliegermuseum widmet sich Wittmunds eng mit der Fliegerei verknüpfter Regionalgeschichte. Es zeigt Zeugnisse aus der Luftfahrt, Werke lokaler Künstler und weitere Ausstellungsstücke und macht besonders Jugendlichen den historischen Fliegerplatz Wittmundhafen näher.
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