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Jülichs 2.000-jährige Geschichte ist eng mit der Sicherung der strategisch wichtigen Brücke über die Rur verbunden. Auch im heutigen Straßenbild bleibt die Symmetrie des idealen Stadtplans trotz der Zerstörungen von 1944 weiterhin wahrnehmbar. So treffen in Jülich langfristige Stadtgeschichte und bauliche Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen aufeinander.

Zitadelle, Stadttor und Befestigungen

Die Zitadelle wurde im 16. Jahrhundert vom italienischen Architekten Alessandro Pasqualini erbaut. Die weitgehend erhaltene Anlage umfasst 90.000 Quadratmeter und lässt sich bei Führungen erkunden. Ihre Größe macht sie zu einem markanten Schwerpunkt für einen Besuch mit Interesse an Festungsarchitektur. Prüfen Sie vor der Anreise, ob Führungen verfügbar sind.

Auch die Südbastion erzählt von der Befestigungsgeschichte: Sie ist der am stärksten ausgebaute Teil der Brückenkopfbefestigung und weist 22 Geschützkammern auf. Der Brückenkopf ist seit dem 25. April 1998 für Besucher geöffnet. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Öffnungsbedingungen.

Das Aachener Tor wurde 1548 als erstes Renaissancestadttor im Rheinland fertiggestellt. Daneben ist ein etwa 115 Meter langer Abschnitt der Stadtmauer erhalten. Tor und Mauer geben der Architekturgeschichte einen konkreten Ankerpunkt im Stadtbild.

Museen und Stadtgeschichte

Im historischen Keller des Museum Zitadelle präsentieren Ausstellungsbereiche drei wichtige Epochen der Jülicher Geschichte. Das Stadtgeschichtliche Museum Jülich ist im Kulturhaus am Hexenturm untergebracht und zeigt permanente sowie Sonderausstellungen. Zusammen bieten die Museen weitere Möglichkeiten, sich mit der Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen – neben den Eindrücken, die Bauwerke und Straßenbild vermitteln.

Parkangebote und Aktivitäten

Der Brückenkopf-Park verbindet Zoo, Wald, Obstwiesen und Spielplätze. Sein Angebot beschränkt sich damit nicht auf eine einzelne Aktivität. In der Spielanlage Kind & Kegel gehören ein Floßteich, Wasserpumpen, ein Spiel- und Kletterturm sowie eine Riesenrutsche dazu. Parkeinrichtungen können sich ändern; prüfen Sie ihre Verfügbarkeit vor der Reise.

Zum sportlichen Angebot im Park zählen Minigolf und Bogenschießen. Diese Aktivitäten setzen einen anderen Schwerpunkt als ein Besuch der historischen Bauwerke. Welche davon zu Ihrem Aufenthalt passen, können Sie nach Ihren Interessen auswählen.

Führungen und Radweg

Qualifizierte Stadtführer bieten Führungen auf Deutsch, Niederländisch, Französisch, Englisch und Spanisch an. Da sich Sprachen und Buchungsmodalitäten ändern können, empfiehlt es sich, beides vor der Planung zu prüfen.

Auch der RurUfer-Radweg gehört zum Kulturprogramm Jülichs. Der Weg folgt der Rur über mehr als 170 Kilometer vom belgischen Plateau bis zur niederländischen Grenze. Damit treffen in Jülich örtliche Stadtgeschichte und ein Radweg mit regionaler Spannweite aufeinander. Prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Routeninformationen. Zum Vergleich: Im übergeordneten Reiseziel Düren führt die etwa 20 Kilometer lange Dürener Seenrunde entlang der Rur zu den Badeseen von Düren; sie ist deutlich kürzer als der RurUfer-Radweg mit mehr als 170 Kilometern.

Weitere Reiseziele entdecken: Vettweiß, Nörvenich, Kreuzau, Nideggen, Inden, Merzenich, Hürtgenwald, Langerwehe.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Düren.

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