Auf der Goltsteinkuppe erhebt sich der 36 Meter hohe Indemann über der Landschaft des Tagebaus Inden. Die Kuppe ist mit knapp 150 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde Inden. Von den Aussichtsplattformen reicht der Blick in die Tagebaulandschaft; auch der ausgestreckte Arm der Skulptur ist begehbar. So beginnt die Entdeckung im Reiseziel Düren mit einem markanten Aussichtspunkt, an dem Landschaft und Kunstwerk unmittelbar zusammenkommen.
Landmarken zwischen Landschaft und Geschichte
Rund um diesen Auftakt begegnen sich unterschiedliche Geschichten. Schloss Burgau in Düren wurde 1944 zerstört, blieb bis 1975 Ruine und ist seit 1998 wiederhergestellt. Heute gilt das Wasserschloss wieder als Schmuckstück der Stadt. In Jülich erzählt die Zitadelle eine andere Seite der Baugeschichte: Die nahezu vollständig erhaltene und restaurierte Festung mit herzoglichem Schloss ist im Stil der italienischen Hochrenaissance gestaltet und gilt als die älteste Anlage ihrer Art nördlich der Alpen. Ihre Wälle, Bastionen und Kasematten lassen sich auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung erkunden. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchsregelungen.
Technik, Festungen und Sammlungen
Auch Technikgeschichte ist hier nicht nur Vergangenheit. Das Jugendstil-Kraftwerk Heimbach wurde 1905 in Betrieb genommen, dient noch heute der Stromgewinnung und ist vollständig erhalten. Als Jugendstilgebäude gilt es als einzigartig in Europa. Der fortdauernde Betrieb und die erhaltene Architektur verbinden an diesem Ort zwei Perspektiven auf Industriegeschichte: die Nutzung als Kraftwerk und das Gebäude als Bauwerk.
Die Museen in Düren setzen eigene Schwerpunkte. In der Dauerausstellung des Papiermuseums stehen die verschiedenen Facetten des Papiers, die Stadt-, Industrie- und Kulturgeschichte sowie traditionelle und moderne Papierherstellung im Mittelpunkt. Das Thema reicht damit vom Material selbst bis zur Stadt- und Industriegeschichte. Blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher können einen selbstständigen Basisrundgang durch die Ausstellung nutzen; hinzu kommen Informationsangebote und zahlreiche haptisch erfahrbare Angebote. Das Leopold-Hoesch-Museum ergänzt den Blick mit einem herausragenden Bestand an Gemälden der klassischen Moderne und einer Sammlung, die sich außerdem der Nachkriegsmoderne und der aktuellen Kunst widmet.
Burg Nideggen ist ein Kulturdenkmal zur Geschichte des Mittelalters im Rheinland und in der Eifel. Das Burgenmuseum ergänzt diesen historischen Schwerpunkt durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm sowie Workshops und Führungen für Schulklassen, Familien und Erwachsene. Prüfen Sie die aktuellen Programmdaten vor Ihrem Besuch. In Jülich bietet der Brückenkopf-Park Spiel- und Sportangebote, einen Zoo sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen für die ganze Familie. So stehen neben historischen Entdeckungen auch unterschiedliche Aktivitäten und Veranstaltungen zur Auswahl.
Zu Fuß und auf zwei Rädern
Wer Kunst im Freien sucht, kann in Heimbach den zwei Kilometer langen, barrierefreien Rundwanderweg „Kunst im Busch“ wählen. Er führt an verschiedenen Skulpturen, Plastiken und Installationen vorbei. Die Dürener Seenrunde ist dagegen eine etwa 20 Kilometer lange Radtour entlang der Rur zu den Badeseen von Düren, wo sich eine erfrischende Pause bietet. Die beiden Touren unterscheiden sich nach Fortbewegungsart und Umfang: Die eine führt zu Fuß an Kunstwerken vorbei, die andere mit dem Rad zu den Seen. Bei der Seenrunde können sich örtliche Bedingungen ändern; prüfen Sie diese vor Ihrer Fahrt.
Für eine Etappenplanung ist der RurUfer-Radweg eine weitere Option. Er führt über Monschau bis Einruhr, am Rursee entlang durch die Rureifel, vorbei an Düren und Jülich sowie durch die Region Heinsberg bis Roermond. Bahnhöfe entlang des Weges ermöglichen eine individuelle Routen- und Etappenplanung; einige einzelne Etappen können so auch als Tagesausflug erlebt werden. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Routenbedingungen sowie Bahnverbindungen und Bedingungen für die Fahrradmitnahme. Die Seenrunde und der RurUfer-Radweg bieten unterschiedliche Planungsansätze: eine Tour zu den Dürener Seen oder Etappen, die sich entlang des Weges individuell zusammenstellen lassen.
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