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Linnich lässt sich über zwei Themen erschließen: seine lange Stadtgeschichte und die Wege entlang der Rur. Die dokumentierte Geschichte reicht bis 888 zurück.

Stadtgeschichte, Kirchen und Glasmalerei

Das Deutsche Glasmalerei-Museum bietet rund 1.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf sieben Ebenen. Einen anderen Blick auf die Baugeschichte eröffnet St. Martinus: Die spätgotische Backsteinkirche prägt weiterhin das Zentrum von Linnich. Ihr Grundstein wurde 1453 gelegt; zugleich ist sie eine Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert. Die Angaben zu Bauzeit und Bautyp geben der Kirche einen klaren Platz in einer Erkundung der Stadtgeschichte.

Auch die Evangelische Kirche gehört zum Besucherrundgang. Dort befinden sich ein Chorgestühl und eine Barockorgel. An der Straße von Linnich nach Lindern erinnert das Hubertuskreuz an die Hubertusschlacht von 1444. Der Jüdische Friedhof ist frei zugänglich; 29 Grabsteine sind dort erhalten. Prüfen Sie die örtlichen Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch.

Der Promenadenrundweg und historische Erinnerungsorte

Der Promenadenrundweg führt an 32 Stationen durch die Geschichte Linnichs und umfasst vier Promenaden. Er nimmt das Linnich des 19. Jahrhunderts in den Blick, als noch Stadtbefestigungen bestanden. Zu den historischen Stationen zählen der Jüdische Friedhof und ein Gedenkstein für die ehemalige Synagoge. So verbindet der Rundweg unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte, statt sich auf ein einzelnes Bauwerk zu beschränken.

Stadtführungen in Linnich sind buchbar. Die geführte Tour auf dem historischen Promenadenrundweg dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Die Tourismus-Arbeitsgruppe plant und veranstaltet Fahrradtouren in und um Linnich; gemeinsam mit dem Linnicher Geschichtsverein organisiert sie Stadtführungen. Da sich Buchungsmodalitäten und Termine ändern können, klären Sie diese am besten vor Ihrer Reise.

Wandern und Aktivitäten an der Rur

Die Rur prägt Linnich und bietet Erholungsmöglichkeiten in naturnaher Umgebung. Für Spaziergänge und Wanderungen stehen unterschiedlich lange Rundwege zur Wahl: etwa 4 Kilometer nach Rurdorf und etwa 6 Kilometer nach Floßdorf. Eine rund 10 Kilometer lange Runde führt durch die Rurauen nach Tetz. Die ungefähr 11 Kilometer lange Rundtour nach Barmen folgt der Rur und passiert eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Die Entfernungen sind ungefähre Tourangaben; Wegbedingungen können sich auf den Verlauf auswirken.

Auch Kanu- und Tretbootfahrten gehören zu den Aktivitäten auf der Rur. Ihre Verfügbarkeit hängt von örtlichen Anbietern und den Bedingungen auf dem Fluss ab. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, kann sich bei der Tourismus-Arbeitsgruppe nach Fahrradtouren in und um Linnich erkundigen. Diese Verbindung von Wander- und Radmöglichkeiten mit den Kulturorten bietet verschiedene Schwerpunkte für die Tagesplanung, ohne dass alle Aktivitäten in ein Programm passen müssen.

Fahrpläne, Fahrradmitnahme und Kultursommer

Im nördlichen Abschnitt verbindet die Rurtalbahn Düren mit Linnich und bedient auch Jülich. Fahrräder können ganztägig mitgenommen werden, sofern die Fahrzeugkapazität es zulässt; pro Fahrzeug gibt es fünf Fahrradstellplätze. Prüfen Sie vor der Fahrt die Bedingungen des Betreibers und den aktuellen Fahrplan.

Der Linnicher Kultursommer findet jährlich zwischen Mai und Oktober statt. Die einzelnen Angebote variieren von Jahr zu Jahr, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Termine für den geplanten Reisezeitraum. So richtet sich die Auswahl nach dem, was Sie in Linnich tatsächlich unternehmen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Kofferen, Aldenhoven, Jülich, Merzenich, Niederzier, Hürtgenwald, Vettweiß, Düren.

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