An den Wänden der Kluterthöhle in Ennepetal sind Fossilien außergewöhnlich gut erhalten. Die Auszeichnung als Nationales Naturmonument und Nationales Geotop macht die Höhle zu einem besonderen Ort, um geologische Spuren unmittelbar vor Augen zu haben. Bei Führungen lernen Besucherinnen und Besucher die Höhle kennen; sie werden mehrmals täglich angeboten. An einigen Tagen stehen auch körperlich herausfordernde Action-Führungen auf dem Programm. Für Kindergruppen gibt es einen Fossilienworkshop und einen Höhlenbesuch. Verfügbare öffentliche Führungen und Veranstaltungen können online gebucht werden.
Kluterthöhle und Wege durch den Karst
Für die Orientierung zur Höhle sind mehrere Entfernungen angegeben: Sie liegt 1 km vom Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg), 300 m vom Busbahnhof Ennepetal und 150 m von der Bushaltestelle Esbecke entfernt. Wer eine Wanderung mit der Höhle als Ziel betrachtet, findet einen konkreten Wegbezug beim Ennepe-Steig: Dessen dritte Etappe führt auf etwa 14 km von der Ennepetalsperre zur Kluterthöhle. Die ungefähre Länge und die beiden benannten Endpunkte geben dieser Etappe einen klaren Rahmen.
Beim Ennepetaler Karstwanderweg stehen andere Eckdaten im Mittelpunkt: Er ist 11,5 km lang, weist 330 m Höhenunterschied und 49 Stationen auf. Fünf Stationen sind mit Informationstafeln ausgestattet. So lässt sich die Etappe des Ennepe-Steigs mit ihren angegebenen Endpunkten von der messbaren Streckenlänge, dem Höhenunterschied und den Stationen des Karstwanderwegs unterscheiden. Beide Beschreibungen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie sich für eine Route im Ennepetaler Raum interessieren.
Wasser und Wald an der Glörtalsperre
An der Glörtalsperre im Breckerfelder Kontext sind Wandern und Joggen möglich. In den warmen Sommermonaten besteht außerdem die Möglichkeit, in sauberem, natürlichem Wasser zu baden. Das macht den Ort zu einer anderen Art Naturerlebnis als die Höhlenführungen und Karstwege: Hier stehen Bewegung im Freien und das saisonale Badeangebot im Vordergrund. Bei der geografischen Einordnung lohnt der genaue Blick: Die 30 Hektar große Talsperre umfasst angrenzende Waldflächen im Einzugsbereich zwischen Breckerfeld im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie Halver und Schalksmühle im Märkischen Kreis.
Industriegeschichte und Aussicht in Hattingen
In der Henrichshütte Hattingen folgt der Besuch auf dem „Weg des Eisens“ dem Materialfluss von Erz, Koks und Kalk bis zum flüssigen Roheisen. Ein gläserner Aufzug führt auf den 55 Meter hohen „Riesen“. Von oben eröffnet sich ein Blick auf die Geschichte und Gegenwart der Region. Der Besuch verbindet damit einen nachvollziehbaren industriellen Prozess mit einer Aussicht auf die Region.
Weitere Perspektiven auf Geschichte und Gestaltung bietet das Stadtmuseum Hattingen: Bei Museumsgesprächen, Workshops und Aktionen können Besucherinnen und Besucher historische Inhalte erkunden und selbst künstlerische Techniken ausprobieren. An der Burg Blankenstein richtet sich der Blick dagegen nach draußen. Von der Plattform des Burgturms sehen Sie über das Ruhrtal und den historischen Ortskern von Blankenstein. So stehen in Hattingen unterschiedliche Zugänge nebeneinander: der Blick auf die Verarbeitung von Rohstoffen, die eigene Auseinandersetzung mit historischen Themen und die Aussicht vom Turm.
Die Orte setzen jeweils eigene Akzente: Die Kluterthöhle verbindet Fossilien, Führungen und Karstwege; die Glörtalsperre bietet Möglichkeiten zum Wandern, Joggen und saisonalen Baden; die Henrichshütte macht den Weg vom Erz bis zum Roheisen anschaulich. Für Ihre Reiseplanung können Sie sich daher an den Erlebnissen orientieren, die Sie besonders interessieren, und die passenden Orte im Ennepe-Ruhr-Kreis näher betrachten.
Weitere Reiseziele entdecken: Witten, Schwelm, Herdecke, Gevelsberg, Hattingen, Breckerfeld, Sprockhövel, Ennepetal, Wetter.
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