Bergbaugeschichte und Wege auf früheren Bahntrassen geben Sprockhövels Entdeckungen einen klaren Schwerpunkt. Auf dem Gelände der 1969 stillgelegten Zeche Alte Haase steht der weithin sichtbare Malakow-Turm; an ihn schließt der Industrie- und Kulturpark Sprockhövel an. Auch Ortskern und benannte Wege bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.
Zeche Alte Haase und Niedersprockhövel
Der erste Abschnitt des Alte-Haase-Weges führt durch den Ortskern von Niedersprockhövel und unmittelbar westlich davon über den Höhenzug Hölter Egge. Er liegt zwischen den Tälern des Sprockhöveler Bachs und des Paasbachs. So folgen im beschriebenen Wegverlauf der Ortskern und ein markanter Landschaftszug aufeinander.
Der historische Ortskern umfasst zahlreiche Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert; einige davon stehen unter Denkmalschutz. Ein eigenes architektonisches Merkmal ist die barocke Haube der Evangelischen Kirche in Niedersprockhövel. Wer sich für Orts- und Baugeschichte interessiert, findet hier damit sowohl ältere Gebäude als auch ein klar benanntes Merkmal sakraler Architektur.
Der zweite Abschnitt des Alte-Haase-Weges verläuft südlich des Ortskerns durch das Gebiet, in dem der Abbau der Zeche Alte Haase zwischen 1950 und 1965 seinen Schwerpunkt hatte. Das ordnet die Angaben zur Bergbaugeschichte zeitlich ein: Der Schwerpunkt des Abbaus lag in diesem Zeitraum, stillgelegt wurde die Zeche 1969.
Bergbauspuren im Gelände
Eine weitere sichtbare Spur ist die Schachtpinge Max am Wanderweg im Schevener Holz, etwa 100 Meter östlich der Schevener Straße. Die Vertiefung entstand durch das Zusammensacken des ehemaligen Grubenbaus. Schacht Max war ein 111 Meter langer, schräger Schacht der Zeche Stock und Scherenberg im Flöz Mausegatt. Dort wurde von 1810 bis 1840 Kohle abgebaut. Bei diesem Ort kommen also eine heute sichtbare Geländeform und die Geschichte eines früheren Schachts zusammen.
Wege auf alten Bahntrassen
Die Glückauf-Trasse ist ein beliebter Fuß- und Radweg in Sprockhövel und Hattingen und auch als alte Kohlenbahn bekannt. Die rund 19 Kilometer lange Alte Trasse ist eine familienfreundlich angelegte Rad- und Wanderroute auf einer ehemaligen Bahntrasse in Sprockhövel. Als längere Streckenangabe kommt der 57 Kilometer lange Rundkurs Von Ruhr zur Ruhr hinzu: Er verläuft auf ehemaligen Bahntrassen und verbindet Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Wetter und Witten. Damit reicht die Auswahl von einer lokal verorteten Rad- und Wanderroute bis zu einem Rundkurs durch fünf Städte. Bei der Alte Trasse sind Rad- und Wandernutzung sowie die familienfreundliche Anlage benannt; Von Ruhr zur Ruhr ist als Rundkurs mit seiner Länge und den verbundenen Orten eingeordnet.
Die drei Wegnamen stehen für unterschiedliche Orientierungspunkte: Die Glückauf-Trasse ist als Fuß- und Radweg sowie als alte Kohlenbahn bekannt, die Alte Trasse ist rund 19 Kilometer lang, und Von Ruhr zur Ruhr bildet einen 57 Kilometer langen Rundkurs. Wenn Sie Ihre Reise nach Bewegung und Geschichte ausrichten möchten, können Sie diese Unterschiede ebenso berücksichtigen wie die Bergbauspuren und den historischen Ortskern.
Weitere Reiseziele entdecken: Wetter, Ennepetal, Herdecke, Breckerfeld, Hattingen, Schwelm, Witten, Gevelsberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ennepe-Ruhr-Kreis.