Brilon-Wald lässt sich über Wanderwege, Naturbeobachtung und Ortsgeschichte entdecken. Der Dorfrundgang verbindet elf beschilderte Orte, von der Rundtour BW1 gibt es einen Ausblick auf die Bruchhauser Steine, und am Silbersee können je nach Tageszeit Tiere beobachtet werden. Für Ihre Reiseplanung hilft eine einfache Frage: Möchten Sie den Schwerpunkt auf Wandern, auf die Geschichte des Ortsteils oder auf Landschaft und Naturbeobachtung legen?
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der etwa 5,5 Kilometer lange Dorfrundgang verbindet elf beschilderte Orte. Blaue Schilder und historische Fotos vermitteln einen Eindruck von der Geschichte des Dorfes und seiner Gebäude und Anlagen. So führt die Runde Ortsgeschichte und Bauwerke zusammen, statt den Blick auf ein einzelnes Gebäude zu beschränken.
Eine andere Wegform bietet die Rundtour Brilon-Wald (BW1). Sie verläuft teilweise über den Briloner Kammweg und den Rothaarsteig; von der Tour gibt es einen Ausblick auf die Bruchhauser Steine. Wie gut der Ausblick zu sehen ist, hängt von Wetter und Sicht ab. Die Brilon-Walder Gipfeltour beginnt an einem Wanderparkplatz oberhalb der Schützenhalle im Ortsteil Brilon-Wald. Wer sich an einer Fernweg-Etappe orientieren möchte: Die Etappe des Rothaarsteigs von Brilon nach Bruchhausen hat einen Zustieg in Brilon-Wald. Das sind unterschiedliche Ansätze für die Routenwahl: eine Rundtour, eine Gipfeltour mit genanntem Startpunkt und der Zustieg zu einer Etappe zwischen zwei Orten.
Silbersee und Landschaft
Der Silbersee dient der Stadt Brilon als Trinkwasserspeicher. Zugleich können dort je nach Tageszeit Tiere verschiedener Arten beobachtet werden, besonders Vögel. Damit steht neben der Funktion des Gewässers auch die Naturbeobachtung als Thema im Blick. Wenn Sie dafür Zeit einplanen, berücksichtigen Sie die Tageszeit: Sie gehört zu den Bedingungen, von denen die Beobachtungsmöglichkeit abhängt.
Ortsgeschichte in Bauwerken und Deutungen
Der denkmalgeschützte Essigturm prägt das Ortsbild und gilt als Wahrzeichen der industriellen Entwicklung in Brilon-Wald. Die katholische Filialkirche St. Joseph wurde von Juli 1925 bis Mai 1927 errichtet. Franz Schneider aus Düsseldorf-Oberkassel plante das Kirchengebäude ebenso wie die benachbarte, bereits fertiggestellte Schule. Die Feuereiche stellt die Entwicklungsgeschichte der Menschen im Zusammenspiel mit den positiven und negativen Nutzungen von Holz und Feuer dar. Diese Themen eröffnen verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte: über ein prägendes Gebäude, die Baugeschichte der Kirche und eine künstlerische Deutung des Umgangs mit Holz und Feuer.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Brilon
Im übergeordneten Reiseziel Brilon stehen eigene Kultur- und Landschaftsthemen im Mittelpunkt. Die Briloner Altstadt bewahrt eine gut erhaltene Baukultur aus früheren Jahrhunderten; am Marktplatz befindet sich ein Fachwerkensemble. Das um etwa 1250 erbaute Rathaus von Brilon besitzt eine barocke Front und gilt als eines der ältesten Rathäuser Deutschlands.
Das Stadtmuseum Haus Hövener liegt im Zentrum von Brilon direkt am Marktplatz und ist weitgehend im Zustand von 1910 erhalten. Ein interaktives Stadtmodell vermittelt Einblicke in das Briloner Stadtleben vergangener Jahrhunderte. Im Haus sind außerdem Originalknochen eines Iguanodons ausgestellt, die 1978 in einem Steinbruch bei Brilon-Nehden entdeckt wurden.
Auch der Geologische Sprung Brilon gehört zu den Themen des übergeordneten Reiseziels: Der etwa acht Kilometer lange Themenweg führt an geologischen Übergängen und Panoramaaussichten entlang. Er macht zwei unterschiedliche Zeugnisse des Devons erlebbar, die Kalkkuppen der Briloner Hochfläche und die Diabasvorkommen des Bilstein. Ein Höhepunkt ist eine Aussichtsplattform auf der 634 Meter hohen Bilsteinhalde.
Weitere Reiseziele entdecken: Radlinghausen, Bontkirchen, Alme, Nehden, Hoppecke, Gudenhagen, Madfeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brilon.