Nehden bietet verschiedene Blickwinkel auf die Kreidezeit: ein digitales 360°-Panorama und eine Dinosaurierroute. Dazu kommen eine lange Ortsgeschichte, die Kapelle St. Johannes und Wanderwege mit unterschiedlichen Distanzen. So lassen sich für die Reiseplanung erdgeschichtliche Themen, Ortsgeschichte und Bewegung im Freien unterschiedlich gewichten.
Dinosaurier digital erleben
„DinoSpuren Nehden“ bietet ein auf dem Smartphone abrufbares 360°-Panorama des Lebensraums der Iguanodonten in der Kreidezeit. Im Dinopark Nehden wurde am 7. September 2024 eine digitale Dinosaurierroute eröffnet. Sie nutzt Augmented Reality und eine Anmeldung per QR-Code; der Rundweg verbindet Informationen, Spiele und Quizze über Iguanodon.
Wanderwege mit unterschiedlichen Distanzen
In Nehden wurden zwei Wanderrouten ausgearbeitet. Sie erschließen örtliche Sehenswürdigkeiten, die Ruhe der Wälder und beeindruckende Ausblicke und führen durch die Geschichte des Ortes von der Kreidezeit bis zur Gegenwart.
Im übergeordneten Reiseziel Brilon ist der Rundweg der DinoSpuren in Brilon-Nehden ein familienfreundlicher Themenrundweg zu Dinosaurierspuren. Er ist etwa 800 Meter lang und weist keine anstrengenden Anstiege auf. Eine längere Tour ist der Rundwanderweg „Brilon-Nehden (N1)“: Er misst 8,9 Kilometer, dauert etwa 2 Stunden und 20 Minuten und umfasst jeweils 151 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Start und Ziel liegen am Schützenplatz. Die Angaben machen den Unterschied im Wegumfang deutlich; für den N1 ist zusätzlich eine ungefähre Gehzeit angegeben.
Auch mit dem Rad lässt sich eine Route mit Nehden-Bezug wählen: Die Radtour „Im Zeichen der Kalkkuppen – mit dem Rad rund um Brilon“ führt mit einem kurzen Abstecher zur Iguanodon-Fundstelle in Nehden und zum kurzen interaktiven Wanderpfad „DinoSpuren“. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Routenbedingungen.
Ortsgeschichte und lokaler Charakter
Die Anfänge von Nehden reichen bis in das 9. oder 10. Jahrhundert zurück. Ein konkretes historisches Bauwerk ist die Kapelle St. Johannes: Konrad Hermann Ulrich und sein Vater Adam Ulrich errichteten sie 1681 aus Bruchsteinen. Die Kapelle wurde dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Bauzeit, Material, Bauherren und Widmung geben der Ortsgeschichte einen klar umrissenen historischen Bezugspunkt.
Einen anderen lokalen Akzent setzt die Destillerie 1113 in Brilon-Nehden. Sie brennt in kleinen Auflagen Edelbrände aus Quellwasser und Zutaten aus biologischem Anbau. Das ergänzt die historischen und landschaftlichen Themen um einen Einblick in die Herstellung regionaler Produkte.
Brilon als eigener regionaler Kontext
Im übergeordneten Reiseziel Brilon liegt das Stadtmuseum Haus Hövener im Zentrum von Brilon, direkt am Marktplatz. Das Haus ist weitgehend im Zustand von 1910 erhalten. Dort sind Originalknochen eines Iguanodons ausgestellt, die 1978 in einem Steinbruch bei Brilon-Nehden entdeckt wurden. Ein interaktives Stadtmodell vermittelt Einblicke in das Briloner Stadtleben vergangener Jahrhunderte. Die Fundgeschichte verbindet den Fundort Brilon-Nehden mit einem Ausstellungsort in Brilon.
Weitere Themen gehören ausdrücklich zu Brilon: Der Briloner Schnadezug ist seit 1388 als Grenzbegang belegt, hat eine mehr als 620-jährige Tradition und zählt zu den größten und originellsten Volksfesten Westfalens. Einen geologischen Schwerpunkt setzt der etwa 8 Kilometer lange Geologische Sprung Brilon. Er macht zwei Zeugnisse des Devons erlebbar: die Kalkkuppen der Briloner Hochfläche und die Diabasvorkommen des Bilstein. Zu den Höhepunkten des Weges zählt eine Aussichtsplattform auf der 634 Meter hohen Bilsteinhalde.
Weitere Reiseziele entdecken: Brilon-Wald, Radlinghausen, Alme, Madfeld, Hoppecke, Bontkirchen, Gudenhagen.
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