Entlang der Dorfstraße in Elleringhausen überqueren insgesamt 19 Brücken den Dorfbach. Der Gierskoppbach prägt das Ortsbild und ist bis heute in seinem natürlichen Bachbett erhalten. Hinzu kommen die Solstätten im Ortskern, die Friedenskapelle am Ruthenberg und die geschnitzte Feuereiche. Elleringhausen vereint damit mehrere unterschiedliche Zugänge: Ortsgeschichte, Kunst, Wege und Kneipp-Bezüge.
Bach, Brücken und Solstätten
Die 19 Brücken sind ein markantes Orientierungsdetail entlang der Dorfstraße. Den Ortskern bilden die sogenannten Solstätten mit ihren Fachwerkbauten. Fachwerk bezeichnet eine Bauweise mit einem sichtbaren Holzgerüst und den dazwischenliegenden Gefachen. In Elleringhausen prägt diese Bauweise den Ortskern und bietet einen konkreten Zugang zur örtlichen Baugeschichte.
Zu den verbliebenen Solstätten im Elleringhauser Fachwerkviertel gehört das Atelier des Künstlers Jürgen Suberg. Viele seiner Arbeiten befinden sich in seinem Atelier in Elleringhausen. Wenn ein Atelierbesuch für Ihre Planung wichtig ist, stimmen Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab mit dem Atelier ab.
Die Feuereiche: Holz, Feuer und Licht
Die Feuereiche bei Elleringhausen ist eine acht Meter hohe geschnitzte Eiche. Sie stellt den Verlauf der Menschheit dar und hebt besonders deren Abhängigkeit von Holz und Feuer hervor. Nachts wird das Kunstwerk durch Solarzellen beleuchtet; dabei leuchtet eine künstliche Flamme aus Titan auf. So verbindet die Darstellung ihre Motive mit einer besonderen Form der Beleuchtung.
Friedenskapelle und Wege am Ruthenberg
Die Friedenskapelle ist einer der 43 Sauerland-Seelenorte. Errichtet wurde sie von Männern aus Elleringhausen, die aus dem Krieg zurückkehrten. Diese Geschichte setzt einen anderen Schwerpunkt als die Fachwerkbauten: Sie lenkt den Blick auf die Erinnerung, die mit dem Ort verbunden ist.
Vom Alten Kirchplatz aus erreicht man die Kapelle entlang des Gierskoppbachs, über eine Fußgängerbrücke und hinauf zum Ruthenberg. Der Kreuzweg am Ruthenberg endet an der Friedenskapelle und ist als historische Stätte und Denkmal klassifiziert. Damit sind Ziel und Zugang dieses Weges klar miteinander verbunden.
Der markierte Elleringhauser Panoramaweg führt rund um den Ort und beginnt und endet am Alten Kirchplatz. Auch der Golddörferweg kann dort begonnen werden. Beim Panoramaweg ist eine Runde mit Start und Ziel am Kirchplatz beschrieben; für den Golddörferweg ist der Kirchplatz als Startpunkt genannt. Wenn Sie die Wegeplanung konkretisieren, prüfen Sie vorab die aktuellen Wegbedingungen.
Radwege und Kneipp-Bezüge
Der Kneipp RadWeg Olsberg führt über einen Radweg von Olsberg nach Elleringhausen. Die Tour 8 „Die Drei-Golddörfer-Tour“ führt über eine grün ausgeschilderte Radroute etwa fünf Kilometer bis nach Elleringhausen. Die Angaben geben unterschiedliche Orientierung: Beim Kneipp RadWeg sind die beiden Orte der Route benannt, bei Tour 8 die ungefähre Strecke bis nach Elleringhausen.
Weitere Kneipp-Bezüge finden sich in der Schogge und auf der Dorfwiese: In der Schogge gibt es einen kleinen, am Hang angelegten Kneipp-Kräutergarten; auf der Dorfwiese einen naturnahen Barfußpfad nach Kneippschem Vorbild. An der Schützenhalle befinden sich ein Spielplatz und ein überdachter Picknickplatz. Wenn Sie diese Einrichtungen in Ihre Planung einbeziehen, ist ein kurzer Blick auf ihren Zustand vor dem Besuch sinnvoll.
Weitere Reiseziele entdecken: Wulmeringhausen, Assinghausen, Antfeld, Wiemeringhausen, Bruchhausen, Elpe, Gierskopp
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olsberg.