Für die Reiseplanung bietet Langenfeld (Rhld.) zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Natur im Further Moor und Baugeschichte, die sich an Mühlen, Kirchen und Wasserburgen ablesen lässt. Ein historisch orientierter Wanderweg und die Bahnverbindung ergänzen das Bild um Entscheidungen zu Aktivität und Anreise.
Moor und Naturerfahrung
Das Naturschutzgebiet Further Moor umfasst rund 43 Hektar. Sein Kernstück ist eine im Kreis seltene Heidemoor- und Übergangsmoorfläche mit gefährdeten Pflanzenarten. Diese Lebensräume machen das Gebiet zu einem eigenständigen Naturthema in Langenfeld.
Einen anderen Zugang zur Natur bietet die Kinder-Wildnis Langenfeld am Möncherderweg. Sie ist ein Naturerfahrungsraum, der dazu einlädt, das Draußenspiel von Kindern stärker in deren Entwicklung einzubeziehen. Aktivitäten und Programm können variieren. Damit stehen im Naturbereich ein geschützter Landschaftsraum und ein auf Naturerfahrung ausgerichtetes Projekt mit unterschiedlichen Schwerpunkten nebeneinander.
Mühlen, Kirchen und Baugeschichte
Die Schwanenmühle ist die Langenfelder Mühle mit der frühesten schriftlichen Erwähnung; bereits 1341 wird sie im Zusammenhang mit Haus Graven genannt. Die Anfänge der Wasserburg Haus Graven liegen vermutlich im 13. Jahrhundert.
Der 22 Meter hohe Turm der katholischen Kirche St. Martin in Langenfeld-Richrath ist das älteste Gebäude von Langenfeld. In Reusrath wurde die Evangelische Kirche von 1792 bis 1794 erbaut. Sie steht unter Denkmalschutz, insbesondere wegen ihres kostbaren Orgelprospekts. Die beiden Kirchen bringen unterschiedliche Aspekte des kulturellen Erbes in den Blick: den ältesten Gebäudeteil der Stadt und ein geschütztes Bauwerk mit seinem besonders hervorgehobenen Orgelprospekt.
Auch die Bauformen in Reusrath setzen eigene Akzente. Gut Hecke wurde 1717 erbaut und ist ein in dieser Gegend seltenes Vorlaubenhaus. Dückeburg wiederum ist eine ehemalige Wasserburg an der Reusrather Straße in Langenfeld-Reusrath. Zusammen zeigen die benannten Orte verschiedene Facetten der lokalen Baugeschichte, ohne sich auf eine einzige Bauform zu beschränken.
Wege und Anreise
Der Posthornwanderweg wurde Ende der 1960er Jahre eingerichtet. Er verbindet Wandern und Radfahren mit dem Nachverfolgen historischer Spuren rund um Langenfeld. Damit ist er eine eigene Möglichkeit, Bewegung und lokale Geschichte in einem Wegthema zusammenzubringen.
Der Bahnhof Langenfeld (Rheinland) wird von der S-Bahn-Linie S 6 auf der Verbindung Köln–Düsseldorf–Essen bedient. Wer die Bahn für die Anreise einplant, sollte den aktuellen Fahrplan vor der Fahrt prüfen.
Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Mettmann
Zum übergeordneten Reiseziel Mettmann gehört ein eigener Blick auf Stadtgeschichte und Kunst. Im Stadtgeschichtshaus erfahren Besucher auf drei Etagen Wissenswertes über mehr als tausend Jahre Mettmanns Geschichte: von der frühgeschichtlichen Fernverkehrsstraße „strata coloniensis“ und dem Bau des Königshofes zur Zeit Karls des Großen bis in die Gegenwart.
Im Kunsthaus Mettmann werden jährlich rund zwölf Ausstellungen und Veranstaltungen der bildenden Kunst organisiert, darunter geförderte und private Ausstellungen mit Künstlern aus dem In- und Ausland. Das Spektrum reicht von Malerei und Bildhauerei bis zu Fotografie, Objekt- und Videokunst; die einzelnen Ausstellungstermine wechseln. Das Neanderthal Museum bietet unterschiedliche Führungen für Erwachsene und spezielle Führungen für Kindergruppen. Prüfen Sie aktuelle Buchungsdetails vorab beim Museum.
Weitere Reiseziele entdecken: Velbert, Haan, Hilden, Ratingen, Mettmann, Erkrath, Wülfrath, Monheim am Rhein
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