Burgbrohl liegt in der vulkanischen Osteifel am linken Rheinufer zwischen Bonn und Koblenz. Für die Planung eines Aufenthalts bietet der Ort konkrete Anknüpfungspunkte: Wanderwege mit Blick in den Herchenberg-Krater und historische Bauwerke, an denen sich verschiedene Zeitabschnitte ablesen lassen. Die Trasshöhlen verbinden beide Themen – als Ziel eines Abstechers und als Zeugnis einer langen Geschichte der Trassgewinnung.
Wanderwege und geführte Touren
Der Vulkan- und Panoramaweg bietet einen Panoramablick in den Krater des Herchenbergs; am Teufelsberg gehört ein steiler Anstieg dazu. Außerdem führt ein 15 Kilometer langer Rundweg über die Höhen um Burgbrohl. Für die Wegeplanung ergeben sich damit unterschiedliche Anhaltspunkte: ein konkreter Anstieg und eine bezifferte Rundstrecke. Von der Route führt ein Abstecher von etwa 50 Metern zu den Trasshöhlen.
Geführte Spaziergänge durch Burgbrohl dauern etwa 1,5 bis 2 Stunden und beginnen am Josefplatz. Da sich das Programmformat ändern kann, prüfen Sie für konkrete Termine das aktuelle Programm. Auch eine geführte Wanderung mit einem professionellen Geologen kann gebucht werden.
Trassgeschichte und historische Bauwerke
Die Trasshöhlen verweisen auf den Abbau von Trass, der in der römischen Antike begann und vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte. Die Zeitangaben trennen den antiken Ursprung von der deutlich späteren Hochphase der Gewinnung.
Die Burg Burgbrohl steht auf einem Bergsporn über dem Ort und war ab 1093/1112 Sitz der Herren von Brule. Im Zentrum steht die Josefssäule aus dem Jahr 1786, die als seltene Form einer Bildsäule im Rheinland gilt. Das ehemalige Hotel zur Krone zählt zu den markanten Gebäuden des Ortes und liegt der Josefssäule sowie dem Josefsplatz gegenüber.
Bei der Alten Kirche sind die Öffnungen mit Basaltlava eingefasst. Zum historischen Bestand gehören auch Reste des früheren Friedhofs mit Grabkreuzen und zahlreichen Grabplatten; der Außenbereich der Kirche ist frei zugänglich. St. Johannes der Täufer wurde zwischen 1907 und 1909 als dreischiffige neugotische Kirche errichtet.
Ein anderer Gebäudetyp ist die Kaiserhalle: Sie ist eine Kuppelhalle für Ball- und Theaterveranstaltungen. Ihre Kuppel besteht aus einer ungewöhnlichen unbewehrten Leichtbetonschale; seit Frühjahr 2019 steht die Halle für Veranstaltungen zur Verfügung.
Anreise und Zugang zum Wanderweg
Die Brohltalbahn bedient die Stationen Burgbrohl und Weiler; von beiden Bahnhöfen führen ausgeschilderte Zugangswege zum Vulkan- und Panoramaweg. Prüfen Sie den aktuellen Fahrplan, wenn Sie die Bahn einplanen. Überregional ist Burgbrohl über die B9 entlang des Rheins, die A61 und die B412 zwischen Rhein und Eifel an das Straßennetz angebunden.
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