Die Wendelinuskapelle am Dorfplatz gilt als Mittelpunkt der Gemeinde und bietet einen konkreten Anknüpfungspunkt für einen Rundgang durch Ney. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1225 im Testament des Ritters Simon von Schönecken. Auch die Landschaft gehört zum Aufenthalt: Wanderungen durch Neys Wälder und Täler bieten Möglichkeiten zur Einkehr und Übernachtung.
Dorfgeschichte, Mühlen und Stahlbrunnen
Zu den besonderen Zielen im Ehrbachtal zählen die Schönecker Mühle und die Hieren Mühle. Die Schlucht des Ehrbachs führt in Richtung Mosel; der Schönecker Stahlbrunnen ist ein weiteres bemerkenswertes Merkmal des Tals. Sein Wasser ist eisenhaltig. Besucher können es im ehemaligen Keller des Hauses trinken; prüfen Sie vor Ort, ob dieser Zugang besteht, bevor Sie sich darauf verlassen.
Von der Schönecker Mühle führt eine Wanderung zum Schloß Schöneck. Die Möglichkeit, zum Schloss zu wandern, ist von der Besichtigung zu unterscheiden: Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann nur am Tag des offenen Denkmals am zweiten Septemberwochenende besucht werden. Da sich diese Zugangsbeschränkung ändern kann, prüfen Sie die Besuchsmöglichkeit vor der Reise.
Wanderungen mit unterschiedlichen Zielen
Eine weitere benannte Wanderoption ist die Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs zwischen Morshausen und Emmelshausen. Sie verläuft durch die Ehrbachklamm und das Preisbachtal und nahe am Schönecker Stahlbrunnen. Im Baybachtal lässt sich ebenfalls in Richtung Mosel wandern. Diese Wege eröffnen unterschiedliche Landschaftseindrücke; bei der Planung lohnt es sich, den jeweiligen Start- und Zielpunkt im Blick zu behalten.
Der größere Landschaftsraum Rhein-Hunsrück
Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Hunsrück reicht der Landschaftsraum von weiten Bereichen des Hunsrücks, der zum Rheinischen Schiefergebirge gehört, bis zum linksrheinischen Teil des Oberen Mittelrheintals. Dazu gehören weite Teile der Hunsrückhochfläche und südlich anschließende Quarzitrücken wie der Soonwald. Im Mittelrheintal bildet der Rhein zugleich die östliche Kreisgrenze. Teile der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und der Stadt Boppard gehören zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, das 2002 anerkannt wurde.
Im weiteren Mittelrheintal bieten sonnige Hänge Ausblicke in Richtung des Welterbegebiets. Zur regionalen Landschaft zählen außerdem der Loreleyfelsen, eine Rheinschleife und zahlreiche Burgen. Flussfahrten eröffnen dort Blicke auf das enge Rheintal, Weinberge und Burgen. Das ist ein anderer Blick auf die Region als eine Wanderung durch Neys eigene Wälder und Täler.
Rad, Bahn und regionale Küche
Für Radtouren bietet der Rhein-Hunsrück-Kreis weitläufige, gut ausgebaute und ausgeschilderte Wege entlang des Rheins und durch den Hunsrück; die Bedingungen einzelner Strecken können sich ändern. Eine Runde auf dem Rheinradweg lässt sich mit den zahlreichen Fähren der Region verbinden. Auch das weitere Rhein-Mosel-Dreieck bietet Möglichkeiten zum Radfahren.
Die Hunsrückbahn fährt auf einer landschaftlich reizvollen, steilen Strecke von Emmelshausen nach Boppard. Bei Bedarf kann sie den Rücktransport auf die Hunsrückhöhen ermöglichen. Prüfen Sie für geplante Fahrten den aktuellen Fahrplan. In der weiteren Region ist die Gastronomie mit dort angebautem Wein verbunden; im Rhein-Hunsrück-Kreis werden außerdem regionale Spezialitäten und Mittelrhein-Wein aus hochwertigen Weinlagen hervorgehoben.
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