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Der Schinderhannes-Radweg, die Baybachquellen-Wanderung und ein 18 Meter hoher Wasserturm geben Pfalzfeld mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Wer eine Unterkunft in Pfalzfeld auswählt, kann die Reise daran ausrichten, ob die ehemalige Bahntrasse oder die Wanderung im Vordergrund steht. Auch die Geschichte des Bahnverkehrs lässt sich mit beiden Themen verbinden.

Radfahren auf der ehemaligen Bahntrasse

Der Schinderhannes-Radweg gibt Pfalzfeld eine klare Radweg-Orientierung. Auf dem früheren Bahndamm wurde der Abschnitt von Pfalzfeld nach Simmern angelegt, nachdem 1988 der Zugverkehr eingestellt und die Gleise entfernt worden waren. Regional bietet die Strecke 38 Kilometer auf einer ehemaligen Bahnlinie zwischen Emmelshausen, Kastellaun und Simmern/Hunsrück.

Die heutige Nutzung des ehemaligen Bahnkörpers als Radweg macht den Wandel der Verkehrsinfrastruktur anschaulich: Aus der Bahntrasse wurde ein Weg für Fahrräder. Wer Radfahren mit Ortsgeschichte verbinden möchte, findet darin einen konkreten Anknüpfungspunkt in Pfalzfeld.

Die Baybachquellen-Wanderung

Die Baybachquellen-Wanderung ist ein gemeinsames Projekt von Pfalzfeld, Lingerhahn und Hausbay. Sie führt über Wald- und Wiesenwege und bietet entlang ihres Verlaufs weite Ausblicke. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Pfalzfelder Obelisk; auch der Wasserturm am Bahnhof ist entlang der Route zu sehen.

Die Weganlage orientiert sich an den Quellbächen, die in Hausbay zusammenfließen und den Baybach bilden. Dieser erreicht 32 Kilometer später die Mosel. So erschließt sich der Name der Wanderung aus der Landschaft, an der sie ausgerichtet ist, ohne dass die Strecke als direkte Führung entlang der Quellbäche beschrieben werden muss.

Ein Wanderparkplatz nahe Gleis 3 bietet Platz für 25 Pkw und zwei Wohnmobile und dient als Start- und Endpunkt der Tour. Am Pfalzfelder Markt gibt es Ruheplätze mit Liegen und Bänken. Dort steht ungefähr auf halber Strecke auch der Getränkebaum, zu dem zwei natürliche Sitzgruppen gehören. Die Angaben zu Start und Ende sowie zur ungefähren Wegmitte helfen dabei, diese Punkte bei der Planung auseinanderzuhalten.

Einkehr und Angebote am Radweg

Gleis 3 liegt neben dem Schinderhannes-Radweg und verbindet regionale Küche mit praktischen Angeboten für Fahrräder: Es gibt Sitzplätze innen und im Biergarten, Fahrradreparatur und E-Bike-Ladung. Ein naturnah gestalteter Spielplatz und Boule ergänzen das Angebot. Wer seine Zeit in Pfalzfeld um Radfahren herum plant, kann diese Einkehr- und Freizeitmöglichkeiten als weiteren Baustein berücksichtigen.

Spuren der Bahn- und Ortsgeschichte

Der Wasserturm in Pfalzfeld ist 18 Meter hoch. Nach dem Bau der Boppard–Simmern-Bahn im Jahr 1906 versorgten Wassertürme Dampflokomotiven mit Betriebswasser. Der Turm ist außerdem als Sehenswürdigkeit entlang der Baybachquellen-Route genannt. Damit stehen die technische Geschichte der Bahn und ein konkretes Bauwerk in Pfalzfeld nebeneinander.

Auch die keltische Säule lässt sich an mehreren Orten einordnen: Das Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Kopien stehen im Ortskern von Pfalzfeld und neben dem Schinderhannes-Radweg. Zusammen mit der umgenutzten Bahntrasse zeigen diese Stationen unterschiedliche Bezüge zur Geschichte des Ortes – von der Eisenbahninfrastruktur bis zu einem archäologischen Objekt.

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