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Braubach lässt sich über seine Burgen- und Stadtgeschichte erschließen: Der Burgenlehrpfad verbindet mit 14 Themenstationen Schloss Philippsburg, die historische Altstadt und die Marksburg. Für das Abgehen der Tafeln sind etwa 45 Minuten angegeben. So können Sie mehrere geschichtliche Bezugspunkte in einer überschaubaren Zeit kennenlernen.

Burgen als unterschiedliche Kapitel

Die Marksburg wurde ab etwa 1231 zum Schutz nahegelegener Silbergruben errichtet. Sie ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein. Bei geführten Besuchen beginnt der Weg mit dem Anstieg über die felsige Reitertreppe. Zum Besuchsrundgang gehört außerdem ein mittelalterlicher Kräuter- und Heilpflanzengarten; der Zugang richtet sich nach den Regelungen vor Ort.

Schloss Philippsburg entstand von 1568 bis 1571 als Witwensitz für Anna Elisabeth. Die Bauzeiten und Funktionen setzen einen klaren Kontrast: Für Philippsburg war ein Witwensitz vorgesehen, während die Marksburg dem Schutz nahegelegener Silbergruben diente. Im frei zugänglichen Innenhof von Philippsburg liegt der Renaissancegarten. Er wurde nach Plänen aus dem Jahr 1607 rekonstruiert und umfasst sechs quadratische Beete sowie zwei Brunnen. Außerdem gehört er zur Route der Welterbegärten im Oberen Mittelrheintal. Der Garten vermittelt einen Eindruck von der Anlage, während die frühe Baugeschichte der Marksburg an ihre Schutzfunktion erinnert.

Kirchen und Stadtgeschichte

Die Kirchen ergänzen die Burgen um weitere historische Bezugspunkte. Die Martinskapelle ist Braubachs älteste Kirche und wurde erstmals um das Jahr 1000 erwähnt; die Weihe an den heiligen Martin erfolgte 1242. Erstnennung und Weihe bezeichnen also unterschiedliche Ereignisse. Bei der Barbarakirche wurde die Nordwand 1384/85 in die Stadtmauer einbezogen. Hier verbindet sich die Geschichte des Kirchenbaus unmittelbar mit der Entwicklung der Stadtbefestigung.

Winzerfest und Aufenthalt im Freien

Das traditionelle Braubacher Winzerfest wird seit 1925 gefeiert. Zu den Festmerkmalen gehören Weinbrunnen in den Rheinanlagen und Weine aus der Welterberegion Oberes Mittelrheintal. Wer die Reise auf das Fest ausrichten möchte, sollte die jeweiligen Termine und das Programm vorab prüfen, denn diese Einzelheiten können sich ändern. Damit steht ein zeitlich bestimmter Anlass neben den historischen Sehenswürdigkeiten, die sich unabhängig vom Fest erkunden lassen.

Eine andere Art von Zwischenstopp bietet RHEINsteig ERLEBEN, Station 17 in Braubach: Dort gibt es zwei Hängematten. Der Burgenlehrpfad mit seinen historischen Themen und dieser benannte Ort zum Verweilen setzen unterschiedliche Schwerpunkte für den Aufenthalt im Freien.

Anreise und regionaler Rahmen

Am Bahnhof Braubach werden Informationen zu den nächsten Abfahrten und Ankünften angezeigt. Prüfen Sie für die konkrete Anreise die Zugverbindungen Ihres Reisetags vorab.

Im übergeordneten Reiseziel Rhein-Lahn liegt der rechtsrheinische Abschnitt des Rhein-Lahn-Kreises von Kaub bis Lahnstein im Tal der Loreley und im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Die Welterbestätte umfasst einen 65 Kilometer langen Abschnitt zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz, geprägt von historischen Kleinstädten, terrassierten Weinbergen und Burgruinen. Dieser regionale Rahmen ist größer als die Braubacher Ortsgeschichte; in Braubach stehen hier vor allem Burgen, Kirchen, Lehrpfad und Winzerfest im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Kaub, Kestert, Filsen, Prath, Sankt Goarshausen, Dörscheid, Bornich, Kamp-Bornhofen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Loreley.

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