Kaubs Geschichte zeigt sich in engen Gassen und Fachwerk der Altstadt, in Spuren der Befestigungen, im Weinbau und in Museen zur Arbeit am Rhein. So können Sie Ihren Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
Altstadt und Blücher-Geschichte
Die historische Altstadt von Kaub ist durch enge Gassen, Fachwerkhäuser und eine mittelalterliche Atmosphäre geprägt. Ein besonderer Zugang zur Ortsgeschichte ist das Blüchermuseum. Es zeigt zeitgenössische Erinnerungsstücke, Bilder, Informationstafeln und ein Zinnfiguren-Diorama zur Rheinüberquerung Blüchers bei Kaub im Jahr 1813. Eine damit verbundene interaktive Wanderung beginnt am Blücherdenkmal und folgt den historischen Ereignissen durch Kaub. Ausstellung und Rundgang vermitteln denselben geschichtlichen Zusammenhang auf unterschiedliche Weise: im Museum anhand der Exponate, unterwegs als Weg durch den Ort.
Burgen, Befestigungen und Kirchen
Der Kern der Burg Gutenfels stammt aus der Zeit um 1220; der Bau gehört zum spätromanischen Typ der Höhenburg. Auch die Kauber Befestigungen sind an erhaltenen Bauwerken abzulesen. Der Weseler Turm und die Philippinenburg bestehen als Teile der Befestigung fort. Die südliche Erweiterung endete am Dicken Turm, einem runden Turm mit einem zwölfseitigen hölzernen Wehrgang. Reste der alten Stadtmauer sind begehbar.
In der Kauber Simultankirche St. Trinitatis und St. Nikolaus sind die protestantische und die katholische Kirche unter einem Dach vereint. Ihr 27 Meter hoher Turm war früher Teil der Stadtbefestigung. Eine Kopie der Kauber Madonna lässt sich in einer Kauber Kirche betrachten. Da die Zugangsbedingungen variieren können, prüfen Sie diese am besten vor Ihrem Besuch.
Weinbaugeschichte und Terrassen
Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 983 dokumentiert Weinbau in Kaub. Auch die Bauweise der Weinbergterrassen gehört zum lokalen Bild: Ihre Trockenmauern bestehen aus Naturstein und sind ohne Mörtel errichtet. Der Weinberg der Burg Gutenfels gilt als einer der besten Weinstandorte am Mittelrhein. Zusammengenommen geben die frühe Erwähnung des Weinbaus und die Trockenmauern zwei unterschiedliche Einblicke in die lange Verbindung von Weinbau und Landschaft.
Rundwege, Rhein-Camino und Fähre
Der Kulturwanderweg Kaub führt als etwa zweistündiger Rundweg durch die historische Stadt. Der Gutenfels-Steig ist Teil dieser Runde und steigt durch neu angelegte Weinberge bis zur Burg Gutenfels hinauf. Prüfen Sie vor der Tour die örtlichen Routenbedingungen. Der Rhein-Camino, eine Route auf dem deutschen Jakobsweg, führt von Oberlahnstein nach Kaub; vor dem Aufbruch sollten Sie sich über die aktuelle Wegweisung informieren.
Vom Kauber Rheinufer aus führt eine kleine Personenfähre zur Inselfestung Pfalzgrafenstein. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Betriebsregelungen. Auch Mittelrhein Rafting ist eine mit Kaub verbundene Rafting-Aktivität. Ob das Angebot zu Ihrem Termin verfügbar ist, erfahren Sie beim Anbieter.
Museen zu Bergbau und Lotsenarbeit
Das Dachschieferbergbau-Museum zeigt Gegenstände der Bergleute, Werkzeuge und Szenen der Schieferproduktion. Das Lotsenmuseum erklärt die Arbeit der früheren Kauber Rheinlotsen. Zusammen mit dem Blüchermuseum erweitern diese Häuser den Blick über Burgen und Stadtmauer hinaus: Sie widmen sich dem Schieferbergbau, der Lotsenarbeit und der Geschichte des Rheins.
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