Zwischen Kannenbäckerland und Westerwälder Seenplatte liegt Helferskirchen als Erholungsort; Nadel- und Laubwälder umgeben den Ort. Kirchen- und Baugeschichte, Fachwerk und Wege prägen die lokalen Entdeckungsmöglichkeiten: Dazu gehören die katholische Kirche Maria Himmelfahrt, mehrere historische Häuser im Zentrum und Verbindungen zu Wander- und Radwegen. Über den Ortscharakter hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Westerwald weitere Kultur- und Naturthemen.
Kirche, Orgel und Baugeschichte
Die katholische Kirche Maria Himmelfahrt verbindet einen romanischen Westturm mit spätgotischem Oberbau und achteckigem Turmhelm. Das Kirchenschiff wurde nach dem Brand von 1768 im Jahr 1769 wiederaufgebaut. Im Inneren sind der barocke Hochaltar und die Kanzel erhalten. Auch die Orgel hat eine eigene Geschichte: Die Schöler-Orgel aus Bad Ems ist auf 1785 datiert und nahezu unverändert; später wurde sie um ein zweites Manual erweitert. An der Kirche lassen sich so unterschiedliche Bau- und Ausstattungsphasen betrachten, vom Turm über den Wiederaufbau bis zur Orgel.
Fachwerk und Wege
Im historischen Zentrum stehen mehrere Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Traditionell sind die Gefache – die Felder zwischen den Holzbalken – mit Stroh und Lehm gefüllt; Schieferdächer gehören ebenfalls zu den Merkmalen der Häuser. Diese Materialien geben dem Fachwerk seinen besonderen baulichen Charakter.
Für Unternehmungen zu Fuß oder mit dem Rad ist Helferskirchen mit den Wanderwegen WR11, WR12 und III sowie der Aubachroute verbunden. Die genannten Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Wandern auf der einen, Radfahren auf der anderen Seite. Da sich Wegemarkierungen künftig ändern können, prüfen Sie vor einer Tour den aktuellen Verlauf.
Weitere Themen im Reiseziel Westerwald
Im übergeordneten Reiseziel Westerwald lassen sich regionale Wanderwege nach ihren Streckenmerkmalen unterscheiden. Der WesterwaldSteig ist 235 Kilometer lang und führt in 16 Etappen durch den Westerwald. Der Druidensteig verläuft über 94 Kilometer in sieben Tagesetappen durch sieben Flusstäler und bietet mehr als 30 Geo-Informationspunkte. Länge, Etappenzahl und die Geo-Informationspunkte geben unterschiedliche Anhaltspunkte für die eigene Routenplanung. Prüfen Sie den aktuellen Routenplaner vor der Abreise.
Geologie und Industriegeschichte verbindet der Stöffel-Park: Das rund 140 Hektar große Gelände eines ehemaligen Basaltsteinbruchs verknüpft Industriekultur, Erdgeschichte und Natur. Im TERTIÄRUM sind Fossilien zu sehen, darunter die berühmte „Stöffelmaus“; sie dokumentieren rund 25 Millionen Jahre Erdgeschichte. Einen anderen Landschaftseindruck bietet die Holzbachschlucht, ein etwa einen Kilometer langes Durchbruchstal mit bis zu 30 Meter hohen Basaltwänden. Die Westerwälder Seenplatte steht als Naturgebiet mit sieben Weihern für einen weiteren regionalen Landschaftstyp.
Auch Handwerk und Braukultur gehören zu den Themen des Westerwaldes. Das Keramikmuseum Westerwald zeigt die Geschichte der Arbeit mit Ton; die Anfänge der ausgestellten Objekte liegen meist in einer Westerwälder Tongrube. In der gut ausgestatteten Museumswerkstatt können Besucherinnen und Besucher unter fachkundiger Anleitung selbst kreativ werden. Prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Workshopprogramm und die Buchungsbedingungen. In Hachenburg bietet die Erlebnis-Brauerei Bier-Erlebnis-Touren und Braukurse an; individuelle Termine können telefonisch vereinbart werden. Die aktuellen Buchungsarrangements klären Sie am besten direkt mit der Brauerei.
Weitere Reiseziele entdecken: Eitelborn, Wallmerod, Welschneudorf, Nauort, Heiligenroth, Hillscheid, Caan, Winnen.
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