Alexisbad verbindet Wanderwege mit historischen Spuren, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichen. Die feierliche Einweihung des Alexisbads am 12. Juni 1811 setzt einen konkreten historischen Orientierungspunkt. Für die Planung lohnt es sich, zunächst zwischen einem Aufenthalt mit Schwerpunkt Wandern und einer Erkundung der Bau- und Erinnerungsgeschichte zu wählen.
Wandern rund um Alexisbad
Der Klippenweg ist 9 km lang, ein Rundwanderweg und Teil des Selketalstiegs. Drei Aussichtspunkte liegen auf dem Weg. Eine Wanderung zu den Selkefällen beginnt am Bahnhof Alexisbad. Daneben verläuft der Selketal-Stieg zwischen Alexisbad und Mägdesprung; kurz vor Mägdesprung liegen der Selkefall sowie die Selke und die Strecke der Selketalbahn. Für die praktische Auswahl sind das unterschiedliche Wegbezüge: eine Runde, ein zwischen zwei Orten verlaufender Abschnitt und eine Wanderung mit Start am Bahnhof. Prüfen Sie vor einer Tour die örtlichen Wegbedingungen.
Bauwerke und Erinnerungsorte
Die Petruskapelle in Alexisbad wurde 1812/15 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel als Teepavillon erbaut. Die Köthener Hütte errichtete der Harzklubzweigverein Köthen 1897 als Schutzhütte auf dem Kapellenfelsen. Die Verlobungsurne stifteten württembergische Adlige zum Gedenken an einen Aufenthalt im Kurbad Alexisbad; errichtet wurde sie 1845/1846 auf dem Habichtstein. Der Luisentempel steht auf einem Plateau hoch über dem Selketal. Die Bauwerke und Erinnerungsorte bringen unterschiedliche historische Bezüge in die Planung ein – vom ursprünglichen Zweck eines Teepavillons bis zu einer Schutzhütte und einem Gedenkzeichen.
Anreise über Quedlinburg
Für die Anreise von Norden führt eine Möglichkeit über Quedlinburg: zunächst mit der Bahn bis Quedlinburg und anschließend mit der Selketalbahn weiter nach Alexisbad. Alternativ fahren Sie mit dem Fernbus bis Quedlinburg und steigen dort in die Buslinie 242 nach Alexisbad um. Beide Möglichkeiten führen in der beschriebenen Reihenfolge über denselben Umsteigeort; für die Weiterfahrt wählen Sie zwischen Bahn und Bus. Prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Verbindungen.
Im übergeordneten Reiseziel Harzgerode
Harzgerode bietet einen eigenen historischen Schwerpunkt: Schloss Harzgerode ist ein Renaissancebau mit Treppenturm und Rundturm. Es wurde zwischen 1549 und 1552 neu errichtet und diente von 1635 bis 1709 als Residenz der Harzgeröder Linie des anhaltischen Fürstenhauses. Im Schloss befindet sich das HARZKUGELEUM. Dort durchläuft eine Buchenholzkugel gemeinsam mit den Besuchern verschiedene Themenwelten und vermittelt über Form und Gewicht Informationen zum Unterharz, zum Bergbau, zur Natur sowie zur Orts- und Regionalgeschichte im Wandel der Zeiten. Auch der Naturlehrpfad Harzgerode gehört zu diesem übergeordneten Reiseziel; zu seinen Stationen zählen ein Rätselquiz, ein Barfußpfad und eine Klangorgel.
Eine weitere saisonale Möglichkeit im übergeordneten Reiseziel Harzgerode ist die Naturrodelbahn: Sie führt auf 1.100 Metern von der Harzgeröder Hochfläche in mehreren Kurven hinab ins Selketal bis zur Promenade nach Alexisbad und überwindet dabei rund 75 Höhenmeter. Rodeln hängt von ausreichendem Schnee ab; bei zu wenig Schnee eignet sich die Strecke auch für eine Winterwanderung. Die Harzgeröder Adventswege kehren alljährlich am 2. Advent als vorweihnachtliches Erlebnis für die ganze Familie in Harzgerode wieder; Termine und Programm variieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Güntersberge, Schielo, Dankerode, Neudorf, Siptenfelde.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harzgerode.