Siptenfelde liegt an der Harzhochstraße 242 und ist eine alte Siedlung im Unterharz. Der Ort wurde auf einer von dichtem Mischwald umgebenen Hochfläche neu aufgebaut. Wald, Hochfläche und Ortsgeschichte bilden so einen gemeinsamen Schwerpunkt. Im näheren Umfeld ergänzen Wege zu einer Burgruine, durch einen geschützten Buchenwald und entlang eines Bachs das Bild.
Siedlungsgeschichte auf der Hochfläche
In einer Urkunde wird Sipponuelth als Dorf erwähnt. Darin bestätigte König Otto I. die Schenkung seiner Mutter Mathilde an das Quedlinburger Damenstift. Ein weiterer Bezugspunkt der Ortsgeschichte ist das „Neuedorf im Siptenfelde“: Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode ließ es westlich der alten Dorfstelle anlegen; später wurde dort auch ein Vorwerk errichtet. Die Urkundennennung und die Anlage des Neuedorfs sind zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um die Geschichte Siptenfeldes einzuordnen.
Wege und historische Orte im Umfeld
Ein Weg führt im näheren Umfeld durch einen als FFH-Lebensraum geschützten Rotbuchenwald zur Ruine der Erichsburg. Eine Wanderung von der Ruine in Richtung Alexisbad verläuft am Friedensbach durch Feuchtgebiete und führt zu einem Abzweig zur Marienquelle, 500 Meter vor Alexisbad. Die beiden Beschreibungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Weg zur Erichsburg stehen Buchenwald und Ruine im Vordergrund, bei der Wanderung Richtung Alexisbad Bachlauf, Feuchtgebiete und Quelle. Vor einer Wanderung lohnt es sich, die Wegverhältnisse am Besuchstag zu berücksichtigen.
Auch der vermutete Standort des kaiserlichen Jagdhofs Siptenfelde gehört zu den historischen Bezügen im näheren Umfeld: Er wird beim heutigen Forsthaus Uhlenstein im Uhlenbachtal vermutet. Diese Einordnung bleibt eine Vermutung und ergänzt die Ortsgeschichte um einen weiteren, nicht abschließend gesicherten Bezug.
Harzgerode als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Harzgerode kommen weitere Kultur- und Naturthemen hinzu. Das Schloss Harzgerode ist ein Renaissancebau mit Treppenturm und Rundturm. Es wurde zwischen 1549 und 1552 neu errichtet und diente von 1635 bis 1709 als Residenz der Harzgeröder Linie des anhaltischen Fürstenhauses. Im HARZKUGELEUM im Schloss durchläuft eine Buchenholzkugel gemeinsam mit den Besuchern verschiedene Themenwelten. Über Form und Gewicht vermittelt sie Informationen zum Unterharz, zum Bergbau, zur Natur sowie zur Orts- und Regionalgeschichte im Wandel der Zeiten.
Auch die Naturrodelbahn gehört zum übergeordneten Reiseziel Harzgerode: Sie führt auf 1.100 Metern in mehreren Kurven von der Harzgeröder Hochfläche hinab ins Selketal bis zur Promenade nach Alexisbad und überwindet dabei rund 75 Höhenmeter. Das Rodeln ist an ausreichend Schnee gebunden; bei zu wenig Schnee eignet sich die Strecke auch für eine Winterwanderung. Damit unterscheiden sich die Themen klar: Siptenfelde steht für seine Siedlungsgeschichte und Wege im näheren Umfeld, während Schloss und Naturrodelbahn eigene Erlebnisse im übergeordneten Reiseziel Harzgerode beschreiben.
Weitere Reiseziele entdecken: Dankerode, Neudorf, Güntersberge, Schielo, Alexisbad.
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