In Güntersberge stehen technische, schulgeschichtliche und landschaftliche Themen nebeneinander: Im Erlebnishaus „Alte Schule“ ist eine H0-Modellbahn zu sehen, der Naturlehrpfad verbindet Rätsel und Spiele mit Themen aus Natur und Landschaftspflege, und Museen zeigen weitere Sammlungen. Hinzu kommen St. Martini und zwei Teiche mit unterschiedlichen Namen und Geschichten. Für Ihre Reiseplanung stellt sich damit die Frage, welcher Schwerpunkt Sie besonders interessiert – eine Modellbahn, historische Alltagswelten, Naturthemen oder Spuren der Ortsgeschichte.
Naturlehrpfad mit Rätseln und Landschaftsthemen
Der Naturlehrpfad Güntersberge beginnt an der Selkebrücke und ist etwa 3,5 Kilometer lang. An seinen Stationen gibt es Rätsel und Spiele. Gleichzeitig erläutert der Pfad die Zusammenhänge zwischen dem Gebiet und seiner Pflanzen- und Tierwelt; auch Forstwirtschaft, Landschaftspflege und Naturschutz gehören zu den Themen. So stehen spielerische Aufgaben neben Fragen rund um Natur, Nutzung und Pflege der Landschaft.
Der Pfad informiert außerdem über die geologische Formation „Aufschluss Teichdamm“ am Bergsee (Mühlteich) und das Bodendenkmal „Güntersburg“. Die Themen reichen damit von Pflanzen- und Tierwelt über geologische Bezüge bis zu einem Bodendenkmal. Wenn Sie beim Gehen gern verschiedene Inhalte im Blick behalten, können Sie den Naturlehrpfad nach seinen Stationsthemen statt allein nach der ungefähren Länge einordnen.
Modellbahn, Schulmuseum und Kuriositäten
Im Erlebnishaus „Alte Schule“ ist eine H0-Modelleisenbahn auf mehr als 40 Quadratmetern mit Strecken der Region zu sehen. Teile der Anlage können Besucher selbst steuern. Seit 2003 dient das Erlebnishaus dem Förderkreis Güntersberge e.V. als Museum und Vereinshaus. Die steuerbaren Teile ergänzen das Betrachten der Modellbahn um eine eigene Beschäftigung mit der Anlage.
Das Schulmuseum setzt einen anderen Akzent: Mit Schiefertafel und Griffel lässt sich dort schreiben; Fotoalben und alte Schülerarbeiten veranschaulichen den Alltag von Schule und Hort. Technik und frühere Alltagswelten stehen so als unterschiedliche Themen nebeneinander. Auch das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum hat eine klar eigene Sammlung: Es zeigt Mausefallen aller Art, alte, seltene Küchengeräte und weitere Kuriositäten.
Zum Mausefallen- und Kuriositätenmuseum gehört außerdem die „Galerie der stillen Örtchen“, eine Bildergalerie zu diesem Thema, die als einmalig in Deutschland gilt. Sie erweitert die Sammlung um einen eigenen Schwerpunkt in Bildform. Zwischen Modellbahn, Schreibübung und kuriosen Sammlungsstücken können Sie deshalb unterschiedliche Interessen an Technik, Schule und Alltagskultur auseinanderhalten.
Kirche und Teiche: Bau- und Nutzungsgeschichte
Die heutige Kirche St. Martini in Güntersberge enthält das barocke Nordportal und den Grabstein des letzten katholischen Pfarrers vor der Reformation. Beide blieben nach dem Stadtbrand von 1856 aus dem Vorgängerbau erhalten. Damit gehören zur Geschichte der heutigen Kirche sowohl die erhaltenen Elemente als auch der Einschnitt durch den Brand und der Bezug zum Vorgängerbau.
Auch die Namen der Gewässer geben Orientierung. Der Bergsee, auch Mühlenteich genannt, wurde 1752 als Bergbauteich angelegt und bis Ende der 1970er Jahre zusätzlich zum Antrieb einer Wassermühle genutzt. Der Katzsohlteich ist dagegen ein Stauteich am Ortsrand von Güntersberge, etwas oberhalb des Mühlteichs, der ebenfalls Bergsee heißt. Bergsee und Mühlenteich bezeichnen also dasselbe Gewässer; der Katzsohlteich ist ein anderer Teich. Beim Bergsee gehören Bergbau und frühere Mühlennutzung zur Geschichte, während der Katzsohlteich durch seine Form als Stauteich und seine relative Lage beschrieben ist.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Güntersberge können Sie zuerst den Schwerpunkt Ihrer Reise bestimmen: Natur- und Landschaftsthemen, technische und schulgeschichtliche Sammlungen oder Bau- und Gewässergeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Harzgerode, Thale, Ballenstedt, Nordharz, Tanne, Harsleben, Osterwieck, Huy
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harz.