Zum Inhalt

Für einen Aufenthalt in Kücknitz stehen unterschiedliche Entdeckungsrichtungen im Vordergrund: Landschaft und Naturbildung ebenso wie die Industrie- und Baugeschichte des Stadtteils. Das ist interessant, wenn Sie nicht nur eine Sehenswürdigkeit suchen, sondern Natur- und Kulturthemen nach Ihren Interessen gewichten möchten. Die konkreten Anknüpfungspunkte reichen vom Mühlenbachtal über Umweltbildung bis zum Industriemuseum Herrenwyk und der St.-Johannes-Kirche.

Landschaft und Wege

Das Landschaftsschutzgebiet „Kücknitzer Mühlenbach und Söhlengraben“ erstreckt sich durch die Lübecker Stadtteile Kücknitz, Rangenberg und Siems und umfasst vier Teilbereiche. Sein räumlicher Zuschnitt reicht damit über Kücknitz hinaus: Rangenberg und Siems gehören ebenfalls zu den genannten Stadtteilen. Für Ihre Orientierung ist es hilfreich, das Schutzgebiet als größeren, mehrteiligen Landschaftszusammenhang zu betrachten.

Ein konkreter Weg durch das Kücknitzer Mühlenbachtal ist als Rad- und Wanderweg beschrieben. Er verbindet Kücknitz und Rangenberg und ist an das Stadtteilzentrum am Kücknitzer Kirchplatz angebunden. Damit verbindet die Wegbeschreibung eine Route mit einem benannten Ziel im Stadtteilzentrum. Wenn Sie eine Tour planen, ist ein aktueller Blick auf den Wegezustand sinnvoll.

Natur und Umweltbildung

Im Naturerlebnisraum „Schafberg Dummersdorf“ befinden sich ein Naturkindergarten und der Standort der Ökopädagogik. Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer bietet Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit an; dazu gehören Führungen und Exkursionen für Kinder und Erwachsene. Ein Naturgarten lädt zum Verweilen ein und dient vielen bedrohten Insekten als Lebensraum.

Damit umfasst das Naturthema mehr als Landschaft und Wege: Umweltbildung, geführte Exkursionen und der Lebensraum bedrohter Insekten setzen jeweils eigene Akzente. Wenn Sie Natur nicht nur als Landschaftsthema, sondern auch mit Blick auf Bildung und Lebensräume kennenlernen möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Führungen und Exkursionen des Vereins sind ein eigenes Angebot für Kinder und Erwachsene.

Industriegeschichte und Kirche

Das Industriemuseum Herrenwyk befindet sich in Lübeck-Kücknitz im ehemaligen Werkskaufhaus des Hochofenwerkes, am Rand der 1906/1907 errichteten Werkssiedlung. Seine Dauerausstellungen behandeln das Leben und die Arbeit in Herrenwyk, die Industrialisierung Lübecks und die Flenderwerft. Sie thematisieren außerdem das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie Kriegsgefangenen in der Lübecker Industrie. Die Dauerausstellung „Leben und Arbeit in Herrenwyk“ zeigt die Geschichte des Werkes.

Die Themen führen von der Geschichte eines Werkes zu Arbeit und Lebensverhältnissen in der Lübecker Industrie. Wenn Sie sich für diese sozialen Seiten der Industriegeschichte interessieren, geben die Ausstellungsthemen einen konkreten Überblick über die Schwerpunkte des Museums.

Einen anderen historischen Zugang eröffnet die St.-Johannes-Kirche in Kücknitz. Der Lübecker Baurat Carl Mühlenpfordt entwarf sie im damals beliebten Heimatschutzstil; geweiht wurde sie am 27. November 1910. So ergänzt die Baugeschichte der Kirche die Industriegeschichte Herrenwyks um ein weiteres Thema der Ortsgeschichte. Das Datum der Weihe und die Angaben zur Werkssiedlung verorten beide Themen im frühen 20. Jahrhundert.

Weitere Reiseziele entdecken: Lensahn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lübeck.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.