Flintbeks spätgotische Backsteinkirche verbindet eine lange Baugeschichte mit Kunstwerken aus mehreren Jahrhunderten. Eine Genehmigung für eine Kirche in Flintbek stammt aus dem Jahr 1223; das heutige Kirchengebäude entstand wahrscheinlich im 14. Jahrhundert. Wer den Blick über diesen lokalen Kulturbezug hinaus richten möchte, findet im übergeordneten Reiseziel Rendsburg-Eckernförde weitere Themen rund um Küste, Naturparke und regionale Wege.
Kirche: Baugeschichte und Ausstattung
Die beiden frühen Daten bezeichnen unterschiedliche Etappen. 1223 wurde die Genehmigung für eine Kirche in Flintbek erteilt, während das heutige spätgotische Backsteingebäude wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert stammt. So stehen ein frühes Datum der kirchlichen Genehmigung und ein deutlich späterer, nur ungefähr bestimmter Bauzeitraum nebeneinander.
Auch die Ausstattung setzt mehrere zeitliche Akzente. Im Kircheninneren befindet sich ein dreiteiliger spätgotischer Schnitzaltar aus der Zeit um 1450. Das bronzene Taufbecken schuf Reymer Jappe 1515. Die Marcussen-Orgel wurde 1845 gebaut und später verändert. Der zeitliche Abstand zwischen Altar, Taufbecken und Orgel zeigt, dass die Ausstattung nicht auf eine einzige Epoche beschränkt ist; auch spätere Veränderungen gehören zur Geschichte des Instruments.
Virtueller Blick auf Turm und Glocken
Die Website der Flintbeker Kirche bietet einen virtuellen Rundgang, der auch den Blick auf den Turm und die Glocken einschließt. Damit lässt sich die Kirche digital aus einer weiteren Perspektive erkunden. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob der virtuelle Rundgang verfügbar ist.
Rendsburg-Eckernförde als größerer Rahmen
Das übergeordnete Reiseziel Rendsburg-Eckernförde umfasst neben kulturellen Orten unterschiedliche Landschaftsthemen. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde verfügt über 55 Kilometer Ostseeküste. In Eckernförde gibt es einen vier Kilometer langen weißen Sandstrand. Ein weiteres regionales Merkmal ist der Nord-Ostsee-Kanal: Etwa 70 Kilometer beziehungsweise zwei Drittel des Kanals verlaufen durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Küste, Strand und Kanal stehen damit für verschiedene Aspekte des größeren Reiseziels.
Für Bewegung in der Landschaft gibt es ebenfalls unterschiedliche Maßstäbe. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt ein ausgeschildertes Radwegenetz von 1.000 Kilometern. Der 180 Kilometer lange Naturparkwanderweg führt durch die vier Naturparke im Kreis. Als weitere regionale Wanderroute verläuft der durchgehend mit dem weißen Andreaskreuz markierte Europäische Fernwanderweg E1 durch die Hüttener Berge, den Brekendorfer Wald und über den Aschberg. So stehen ein Radwegenetz und benannte Wanderrouten als verschiedene Möglichkeiten zur Orientierung in der Region nebeneinander.
Auch die Landschaften der Naturparke setzen unterschiedliche Akzente. Die Naturparke im Kreis bestehen zu einem wesentlichen Teil aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten und bieten Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Der Naturpark Westensee-Obere Eider ist durch zahlreiche Seenkomplexe im Schleswig-Holsteinischen Hügelland geprägt. Zu ihm gehört der rund sieben Quadratkilometer große Westensee, ein beliebtes Ausflugsziel; die Uferzonen der Eider in diesem Naturpark sind Lebensraum für Eisvögel. Das Dosenmoor bietet einer besonderen Flora und Fauna Lebensraum. Vom 98 Meter hohen Aschberg reicht der Rundblick bei schönem Wetter bis zum Nord-Ostsee-Kanal, zur Eckernförder Bucht und bis zur Landeshauptstadt Kiel.
Weitere Reiseziele entdecken: Damendorf, Norby, Gammelby, Lütjenwestedt, Borgstedt, Brekendorf, Bokel, Hamweddel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rendsburg-Eckernförde.