Ein Naturausflug ins Hartshoper Moor und die Ortsgeschichte Sophienhamms setzen unterschiedliche Akzente. Für die Reiseplanung stehen damit zwei Themen nebeneinander: die Natur des Moors mit ihren verschiedenen Lebensräumen und die historische Besiedlung. Auch beim Naturthema gibt es einen markanten saisonalen Bezug, während sich die Ortsgeschichte anhand konkreter Jahres- und Hofzahlen erschließt.
Hartshoper Moor: Lebensräume und Tierbeobachtungen
Das Hartshoper Moor hat den Schutzstatus NATURA 2000 und ist ein Landschaftsschutzgebiet, das mit Sophienhamm verbunden ist. Zu seinen Lebensräumen zählen Hochmoor, feuchte Heiden, Moorwälder, Übergangsmoore und Feuchtgrünland. Im renaturierten Moor wachsen seltene Moorlilien, Wollgräser und Torfmoose.
Im Hartshoper Moor kommen Bekassinen, Neuntöter, Libellen und Moorfrösche vor. Ein saisonaler Bezug betrifft die männlichen Moorfrösche: Zwischen Ende März und Ende April färben sie sich für wenige Tage blau. Wer sich besonders für dieses Naturphänomen interessiert, kann die Reise auf dieses Zeitfenster ausrichten; die übrigen Lebensräume und Pflanzen bilden weitere Naturthemen.
Rundweg, Pause und geführte Wanderungen
Ein etwa sechs Kilometer langer Rundweg führt durch das Hartshoper Moor; optional gibt es Abzweige entlang von Wiedervernässungsflächen. So lässt sich bei der Planung zwischen der Rundtour und zusätzlichen Wegstücken wählen. An den Aussichtspunkten gibt es Picknickplätze; an einigen Stellen stehen Bänke und Tische.
Geführte Wanderungen durch das Hartshoper Moor sind möglich; erkundigen Sie sich vor der Anreise nach der aktuellen Verfügbarkeit. Radfahren ist auf den Wanderwegen möglich. Da sich Wegezustand und örtliche Einschränkungen ändern können, prüfen Sie vor einer Wander- oder Radtour die aktuellen Bedingungen.
Das Stiftungsland Hohner See ist nördlich des Moors direkt über einen Wanderweg erreichbar. Südlich des Hartshoper Moors liegt das Stiftungsland Dellstedter Birkwildmoor. Wenn Sie den Weg Richtung Hohner See einbeziehen, empfiehlt sich ein aktueller Blick auf die Wegverbindung vor Ort.
Sophienhamm als Kolonistendorf
Sophienhamm wurde 1762 als fünfzehntes in einer Reihe von Kolonistendörfern der Region gegründet. Später gab es 23 Kolonistenhöfe; sie wurden von 22 Bauern und einem Lehrer mit ihren Familien besiedelt. Gründungsjahr und Hofzahl geben zwei konkrete Anhaltspunkte zur Siedlungsgeschichte des Ortes.
Über etwa 200 Jahre lebten die Einwohner hauptsächlich von Landwirtschaft und Viehzucht; einige Haushalte ergänzten ihr Einkommen durch Torfverkauf. Landwirtschaft und Viehzucht bildeten damit die hauptsächliche Lebensgrundlage, während der Torfverkauf für einzelne Haushalte ein zusätzlicher Erwerbszweig war. Der historische lokale Name Oha ist ebenfalls mit dem Gebiet verbunden.
Zur Orientierung liegt Sophienhamm an der B202 zwischen Rendsburg und St. Peter-Ording.
Rendsburg-Eckernförde als weiterer Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Rendsburg-Eckernförde liegt der Blick auf dem Kreis als Ganzem: Dort liegen vier Naturparke, die zu einem wesentlichen Teil aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten bestehen und Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenwelt sind. Im Kreis gibt es außerdem ein ausgeschildertes Radwegenetz von 1.000 Kilometern. Der 180 Kilometer lange Naturparkwanderweg führt durch die vier Naturparke des Kreises.
Weitere Reiseziele entdecken: Hohn, Prinzenmoor.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hohner Harde.