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Das Volkeröder Schloss steht erhöht auf einem Sandsteinfelsen mitten im Dorf. Die Burganlage entstand im 12. Jahrhundert und hat romanische Ursprünge aus den Jahren 1140 bis 1170. Das Schloss wurde Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet; die denkmalgeschützte Schlossruine befindet sich neben der Kirche. Für einen Aufenthalt mit Interesse an Baugeschichte und Dorfkultur bietet Volkerode damit mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Schlossruine und St.-Michael-Kirche

Die Kirche St. Michael wurde von 1780 bis 1782 errichtet und 1786 dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Sie steht neben der früheren Burg. Ihre Barockarchitektur zeigt sich in der Bauform und in konkreten Details: St. Michael ist ein dreiachsiger Saalbau mit dreiseitigem Chor, korbbogigen Fenstern und Pilastern an Chor und westlichem Schiffsteil.

Damit treffen an einem Ort verschiedene historische Angaben und Baugestalten aufeinander: die mittelalterlichen Ursprünge der Burganlage, die Errichtung des Schlosses in der Mitte des 16. Jahrhunderts und die spätere Kirche.

Anger, Kapellen und Gobert

Zur gut erhaltenen Angeranlage gehört eine unter Naturschutz stehende Gerichtslinde. Ihr Alter wird auf 600 bis 800 Jahre geschätzt. Sie ergänzt die Schloss- und Kirchengeschichte um einen geschützten Naturbezug im Dorf. Am Hang des Höhenzugs Gobert steht außerdem die 1906 eingeweihte Lourdeskapelle.

Volkerode liegt am Fuß der Gobert. Die Gobert ist ein Wandergebiet mit der höchsten Erhebung im Eichsfeld, die 537 Meter erreicht. So stehen bei der Ortswahl sowohl historische Bauwerke als auch eine Landschaft mit Wanderbezug im Blick. Ein weiteres örtliches Zeugnis ist ein für das Eichsfeld typisches Heiligenhäuschen am Ortsausgang in Richtung Wiesenfeld/Sickerode.

Feste und gemeinsames Wandern

Die Volkeröder Kirmes wird traditionell jeden zweiten Sonntag im Oktober mit Umzug und Blaskapelle gefeiert. Wenn Sie Ihre Reise gezielt auf dieses Fest ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin vorab für das jeweilige Jahr. Der 1991 gegründete Heimat- und Wanderverein „Gobert“ organisiert gemeinsame Wanderungen mit benachbarten Vereinen und traditionelle Feste. Damit gehören sowohl Vereinsaktivitäten als auch der jährlich wiederkehrende Kirmestermin zum lokalen Veranstaltungskontext.

Das Eichsfeld als größerer Rahmen

Zum Eichsfeld gehören weitere eigenständige Kulturziele. Die Burg Bodenstein wurde 1098 erstmals urkundlich erwähnt und steht auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges. Dort werden regelmäßig Führungen zur Geschichte der früheren Burgherren von Wintzingerode angeboten; auch ein Besuch der kleinen Kapelle mit Taufengel ist möglich. Wenn eine Führung Teil Ihrer Reise sein soll, erkundigen Sie sich vorab nach den Terminen.

Eine andere Perspektive bietet das Eichsfeldmuseum im barocken Jesuitenkolleg von Heilbad Heiligenstadt. Auf drei Etagen informiert es über Geschichte, Kultur, Religiosität und Volkskunde des Eichsfeldes. So ergänzen sich unterschiedliche Themen: In Volkerode stehen unter anderem Schloss, Kirche und Gobert im Mittelpunkt, während die regionalen Beispiele weitere Zugänge zur Geschichte und Kultur des Eichsfelds eröffnen.

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