In Oberheldrungen treffen aufschlussreiche Spuren der Baugeschichte auf eine konkrete Möglichkeit, den Ort zu Fuß anzusteuern. St. Bonifatius wurde 1716 als Saalkirche aus Natursteinen erbaut; der massige Ostturm hat einen mittelalterlichen Kern. Am nördlichen Ortsrand steht außerdem ein Steinkreuz an einer Wegekreuzung. Eine Rundtour führt nach Oberheldrungen zum Knotenpunkt 10.
St. Bonifatius: Bauphasen und Details
Die Kirche verbindet mehrere Bauzeiten. Ihr Bau als Saalkirche stammt von 1716, während der Kern des massigen Ostturms mittelalterlich ist. An der Kirche wurde 1830 eine Sakristei errichtet. Diese Daten geben dem Gebäude eine klare zeitliche Gliederung, ohne dass sich seine Geschichte auf einen einzigen Bauabschnitt beschränkt.
Auch die Ausstattung und die Architektur des Innenraums setzen eigene Akzente: Ein barocker Kanzelaltar mit korinthischen Säulen trägt ein Altarbild von etwa 1800. Es zeigt Jesus und die Samariterin. Das Kirchenschiff ist von einem verputzten Tonnengewölbe überspannt; den Innenraum prägt zudem eine dreiseitige Empore. Friedrich Gerhardt errichtete die Orgel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Altar, Gewölbe, Empore und Orgel stehen damit neben der Baugeschichte des Turms und der Sakristei für weitere Aspekte der Kirche.
Steinkreuz und Rundtour
Das Steinkreuz befindet sich an einer Wegekreuzung am nördlichen Ortsrand. Für eine Wanderung mit Oberheldrungen als Ziel beschreibt die Rundtour zwei mögliche Startpunkte: den Bahnhof Heldrungen oder alternativ den Wanderparkplatz in Braunsroda. Von dort führt sie über die Knotenpunkte 5 und 9 nach Oberheldrungen, zum Knotenpunkt 10. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Zustand der Route. So lässt sich die Tour anhand ihrer angegebenen Startpunkte und Knotenpunkte planen, ohne eine Gehzeit vorauszusetzen.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis
Im übergeordneten Reiseziel Kyffhäuserkreis stehen neben der Ortsgeschichte weitere, deutlich unterschiedliche Themen zur Wahl. Die Barbarossahöhle ist eine Anhydrithöhle zwischen den Ortsteilen Rottleben und Steinthaleben der Gemeinde Kyffhäuserland. Fünf Bergleute entdeckten sie 1865 im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme des Kupferschieferbergbaus. Ihr Name knüpft an die Sage vom wiederkehrenden Kaiser Friedrich I. Barbarossa an: Geologie und Überlieferung gehören hier zusammen.
Das Erlebnisbergwerk Sondershausen bietet ganzjährig Führungen in 670 Metern Tiefe an, darunter eine etwa zweistündige Lkw-Tour durch das unterirdische Labyrinth. Im Bergwerk befindet sich auch der tiefste Konzertsaal der Welt; dort finden regelmäßig Konzerte und Kabarettveranstaltungen statt. Der Besuch verbindet somit eine geführte Tour unter Tage mit einem Veranstaltungsort, dessen Programm über den Bergwerksrundgang hinausreicht.
Andere Interessen sprechen die Modellbahn Wiehe und das Archäologische Freilichtmuseum Funkenburg in Westgreußen an. Die Modellbahnausstellung ist ganzjährig geöffnet und umfasst 12.000 Quadratmeter. Die Funkenburg zeigt die deutschlandweit einmalige Rekonstruktion einer germanischen Siedlung auf einem markanten Bergsporn über dem Helbetal. Zu ihren museumspädagogischen Aktivprogrammen gehören Töpfern, Backen, Wollbearbeitung, das Knüpfen von Fischernetzen und Bogenschießen.
Für Wandernde ist im Kyffhäuserkreis außerdem die Routenstruktur des Kyffhäuserwegs interessant: Der 37 Kilometer lange Rundweg beginnt und endet in Bad Frankenhausen. Seine drei Etappen führen von Bad Frankenhausen zur Barbarossahöhle, von dort zum Kyffhäuser-Denkmal und anschließend zurück nach Bad Frankenhausen. Der Weg ist als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet, gut ausgeschildert und wird regelmäßig auf Mängel überprüft. Am Kyffhäuser-Denkmal steht mobilitätseingeschränkten Personen von April bis Oktober samstags und sonntags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr ein Denkmal-Shuttle zwischen den Parkplätzen und dem Kassenbereich zur Verfügung; in den Thüringer Ferien fährt es auch unter der Woche. Prüfen Sie den Fahrplan vor einem Besuch.
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