Der Qhapaq Ñan, der Inkaweg, erstreckt sich in Cañar über 16 km. Der am besten erhaltene Abschnitt des Qhapaq Ñan in Ecuador liegt in Cañar im Nationalpark Sangay, auf der Route Achupallas–Ingapirca. Zum Inkaweg kommen archäologische Stätten, Hochlandnatur und kulturelle Erlebnisse als weitere Entdeckungsthemen hinzu.
Inkaweg und archäologische Stätten
Der Sonnentempel von Ingapirca, auch Castillo de Ingapirca genannt, stammt aus der Zeit Huayna Cápacs. Seine Lage und Bauweise werden mit Zeremonien und Ritualen zur Beobachtung von Sonnenauf- und -untergang verbunden.
Ein weiterer archäologischer Ort ist der Cerro Cojitambo. Der Berg gilt als heiliger Berg der Cañari; auf seinem Gipfel befindet sich der Archäologische Komplex von Cojitambo. Zu ihm gehören Cañari-Inka-Bauten wie Chapanahuasi und der zeremonielle Platz Usno. Auch der Cerro Narrío ist eine archäologische Stätte in Cañar, die auf etwa 4500 v. Chr. datiert wird.
Eine touristische Route am Inkaweg umfasst eine 8 km lange, dreistündige Wanderung, danach den Besuch des Archäologischen Komplexes von Ingapirca und eine Übernachtung im Gemeinschaftstourismuszentrum Sisid Anejo. Klären Sie die aktuellen Abläufe vor Ort, bevor Sie diese Abfolge einplanen. Die 16 km bezeichnen die Ausdehnung des Inkawegs in Cañar; die 8 km gehören zur Wanderung in diesem konkreten Routenablauf. So lassen sich die Wegstrecke im Gebiet und der vorgesehene Fußweg auseinanderhalten.
Páramo, Wald und Klettern
Die Laguna de Culebrillas liegt im oberen Teil des Nationalparks Sangay und ist von Páramo-Landschaften umgeben. Dort können Sie wandern, Flora und Fauna beobachten, archäologische Stätten besuchen, fotografieren, campen und den Inkaweg besichtigen.
Eine andere Vegetationskulisse bietet der Bosque La Carbonería: Er ist ein sechs Hektar großer Primärnebelwald mit Orchideen und Bromelien. Auf Naturpfaden sind Wanderungen möglich, außerdem Camping. Für Ihre Auswahl heißt das: Culebrillas steht für die Páramo-Umgebung, La Carbonería für Primärnebelwald und die dort vorkommenden Pflanzen.
Wer sich für Klettern interessiert, findet am Gipfel des Cerro Cojitambo mehr als 200 Routen mit unterschiedlichen Risikostufen.
Handwerk, Gemeinschaften und Schokolade
Die Granja del Burgay stellt Kunsthandwerk aus den sieben Kantonen der Provinz Cañar aus und verkauft es. Lokale Gemeinschaften in Cañar öffnen Besucherinnen und Besuchern ihre Türen und teilen Bräuche, Traditionen, Sprache, Tänze, Musik und Kunsthandwerk. Entlang des Qhapaq Ñan in Cañar bieten indigene Gemeinschaften außerdem Wanderaktivitäten an.
Auf der Schokoladenroute in Zhucay können Sie im Produktionszentrum am Herstellungsprozess von Schokolade teilnehmen. So unterscheiden sich zwei konkrete Zugänge zu lokalem Handwerk und Produktion: Bei der Granja del Burgay stehen Ausstellung und Verkauf von Kunsthandwerk im Mittelpunkt, in Zhucay die Beteiligung an der Schokoladenherstellung.
Weitere Reiseziele entdecken
Borrero, Chontamarca, Canar, Ingapirca
Carchi, Morona Santiago, Esmeraldas, Loja
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ecuador.