Wer Gurunhuel für einen Aufenthalt auswählt, kann Kulturgeschichte und Bewegung anhand konkreter Orte und Routen zusammen denken. Die Chapelle Saint Fiacre in Poul-Brennec und die Notre-Dame-Kirche zeigen unterschiedliche architektonische Facetten; auf dem Friedhof steht außerdem das Calvaire triple mit drei Kreuzen. Für Aktivitäten stehen eine Mountainbike-Strecke und eine gelb markierte Strecke mit verschiedenen Distanzen und Zeitangaben zur Wahl. So können Sie Ihr Tagesprogramm danach ausrichten, ob Sie sich eher für Baugeschichte oder Bewegung interessieren.
Bauphasen an der Chapelle Saint Fiacre
Die Chapelle Saint Fiacre in Poul-Brennec ist architektonisch von mehreren Bauphasen geprägt. Querhaus und Schiffsmauern stammen vom Ende des 15. Jahrhunderts, der Chor aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Maßwerk wird ans Ende des 16. Jahrhunderts datiert. Die Westfassade gehört ans Ende des 17. Jahrhunderts, der Glockenturm an den Beginn des 18. Jahrhunderts; die nördlichen und südlichen Arkaden wurden im 18. Jahrhundert erneuert. Diese zeitliche Folge zeigt, dass die Bauteile unterschiedlichen Phasen angehören. Im Hauptbau treffen Schiefer und Granit aufeinander, das Dach ist ebenfalls aus Schiefer. Die Kapelle ist als historisches Monument eingetragen. Wenn Sie sich für Architektur interessieren, können Sie hier die Materialien und die Abfolge der datierten Bauteile gemeinsam betrachten.
Grundriss und Altar in Notre-Dame
Die Notre-Dame-Kirche in Gurunhuel ergänzt das Bild um einen anderen Grundriss und ein besonderes Ausstattungsstück. Ihr Grundriss folgt einem lateinischen Kreuz; damit ist die kreuzartige Anlage des Kirchenplans gemeint. Im Inneren befindet sich ein polychromer Holzaltar mit sechs geschnitzten Tafeln, die Szenen aus der Kindheit Christi zeigen. Die Tafeln verbinden Bildschnitzerei mit religiöser Darstellung, während der Grundriss die bauliche Anlage beschreibt. Seit 1926 ist die Kirche in das ergänzende Verzeichnis der historischen Denkmäler eingetragen.
Das Calvaire triple auf dem Friedhof
Auf dem Friedhof von Gurunhuel steht das Calvaire triple, dessen drei Kreuze seine Gestalt prägen. Es kann das ganze Jahr über jederzeit frei besichtigt werden. Prüfen Sie vor der Anreise dennoch die örtlichen Zugangsbedingungen. Als weiterer kulturhistorischer Bezugspunkt ergänzt das Calvaire die Kirchen und Kapellen um ein klar umrissenes Denkmal im Friedhof.
Zwei Routen mit unterschiedlichen Zeitangaben
Die Mountainbike-Strecke „Station VTT n°14 – circuit du Roudour“ ist 15 Kilometer lang, mittelschwer und mit etwa zwei Stunden angegeben. Sie beginnt am Rathaus von Gurunhuel. Die gelb markierte Strecke „Entre sommet et fond de vallée – Gurunhuel“ ist ebenfalls mittelschwer, misst 12 Kilometer und ist auf etwa drei Stunden ausgelegt; ihr Start liegt vor dem Rathaus. Der Vergleich fällt damit nicht allein nach der Distanz aus: Die größere Kilometerzahl gehört zur Mountainbike-Strecke, während für die kürzere gelbe Strecke mehr Zeit angesetzt ist. Berücksichtigen Sie für Ihre Tagesplanung daher sowohl die Streckenlänge als auch die ungefähre Dauer. Bei der gelben Strecke können einzelne Abschnitte saisonal matschig sein; beziehen Sie das in Ihre Planung ein.
Panorama in Richtung Miniou
In Richtung des Weilers Miniou eröffnet sich nach einem kurzen Weg ein Panorama über das Tal des Léguer.
Weitere Reiseziele entdecken: Andel, Hengoat, Saint-Clet, Plounévez-Quintin, Pléneuf-Val-André, Les Champs-Géraux, Langrolay-Sur-Rance, Pléhérel-Plage
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.