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In La Richardais treffen unterschiedliche Entdeckungen aufeinander: Am Gezeitenkraftwerk an der Rance geht es um Technik und Energiegeschichte, das Musée Manoli widmet sich der Bildhauerei, und Wege führen zu Küstenlandschaften und Naturbeobachtungen. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese Angebote nach Interesse und den jeweiligen Bedingungen auszuwählen – statt aus ihnen ein festes Besuchsprogramm abzuleiten.

Gezeitenkraftwerk und maritimes Erbe

Der frei zugängliche Außenrundgang am Gezeitenkraftwerk informiert über den Standort. Von dort lassen sich Boote beobachten, die die Schleuse durchfahren. Im Espace EDF Odyssélec bieten interaktive Ausstellungen einen Zugang zum Thema; außerdem gibt es von dort einen Panoramablick auf die Maschinenhalle. Eine geführte Besichtigung behandelt die Baugeschichte und die Funktionsweise des Kraftwerks und dauert eine Stunde. Prüfen Sie vorab die Öffnungs- und Zugangsbedingungen sowie den Termin der Führung.

Auch am Kai begegnet Ihnen die maritime Geschichte des Ortes: Von dort ist der alte Kutter LE CHASSEUR zu sehen. Der Makrelenfischer ist 6,13 Meter lang und 2,37 Meter breit. Er wurde 1931 von der Werft Guerlavas in La Richardais für Monsieur Jean Lucas aus Pleurtuit gebaut. Die konkreten Maße und die Baugeschichte erzählen eine andere, handwerklich geprägte Seite der Rance als die Technik des Gezeitenkraftwerks.

Kunst, Kirche und Spuren des Atlantikwalls

Der Bildhauer Pierre Manoli kam 1975 nach La Richardais; Feuer gehörte zu seinen wichtigsten bildhauerischen Techniken. Das Musée Manoli befindet sich in seinem ehemaligen Wohn- und Arbeitsort. In mehreren Räumen und einem bewaldeten Garten zeigt es nahezu 200 Werke. So können Sie sich sowohl mit einzelnen Arbeiten als auch mit dem Umfeld befassen, in dem der Künstler lebte und arbeitete. Wechselausstellungen, Führungen, kulinarische Besuche und pädagogische Workshops werden das ganze Jahr über nach vorheriger Anmeldung angeboten. Erkundigen Sie sich vorab nach der Verfügbarkeit.

Weitere Kultur- und Geschichtsspuren liegen an verschiedenen Stellen in La Richardais. Die Kirche Saint-Clément ist eine von siebzehn Kirchen, die Xavier de Langlais gestaltet hat. In der Rue des Hurettes und der Rue de la Sapinière sind sechs Bunkeranlagen zu sehen. Die Organisation Todt errichtete sie 1943/1944 im Rahmen des Atlantikwalls. Die beiden Straßen, die Zahl der Anlagen und ihre Entstehungszeit geben diesem Teil der Ortsgeschichte einen konkreten Rahmen.

Küstenwege, Natur und Aktivitäten im Freien

Die Route Entre Terre et Mer beginnt in La Richardais und ist mit 7,0 Kilometern angegeben. Ihre Beschreibung führt entlang des Küstenwegs GR®34C in Richtung Barrage de la Rance, hinter dem Fährterminal vorbei und an der Schleuse durch eine unterirdische Fußgängerpassage. Die Route führt zur Anse des Grandes Rivières und zum Barrage de la Rance. Prüfen Sie vor dem Losgehen die Gezeiten- und Zugangsbedingungen. Eine weitere Radtour, Du centre-ville à la campagne, beginnt ebenfalls in La Richardais und ist 6,6 Kilometer lang. Wenn Sie gezielt eine Radtour suchen, ist diese als solche ausgewiesen; bei Entre Terre et Mer stehen die genannten Küsten- und Schleusenabschnitte im Mittelpunkt.

Für Naturbeobachtungen bieten sich unterschiedliche Orte und Schwerpunkte an. Die Anse des Grandes-Rivières liegt in einem Natura-2000-Gebiet. Auf ihren Wattflächen können Sie Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. An der Pointe du Grognet eröffnet sich ein 360-Grad-Panoramablick auf die Rance-Mündung; zugleich ist der Ort schattig und für Spaziergänge geeignet. Durch die Vallée Hourdel führt ein Weg in einem bewaldeten Tal, wo sich Tier- und Pflanzenwelt beobachten lassen. Am Étang de la Garde ist Süßwasserfischen möglich. Diese Angebote unterscheiden sich darin, ob Sie einen Ausblick, Vogelbeobachtung, einen Weg im Wald oder eine Aktivität am Teich suchen.

Wassersport und Blick auf die Rance

Das Centre Nautique de La Richardais bietet Segel- und Ruderlehrgänge sowie den Verleih von Windsurfbrettern, Jollen, Katamaranen, Seekajaks und Stand-up-Paddleboards an. Welche Aktivität für Sie infrage kommt, hängt damit auch davon ab, ob Sie einen Kurs oder ein Leihgerät suchen; die Verfügbarkeit sollten Sie vorab prüfen. Für Bootsinteressierte ist außerdem das Ankergebiet Anse du Moulin Neuf beschrieben. Es liegt zwischen den beiden Ufern der Mündung des Bachs Étanchet und ist durch diese Lage gut vor Wind und kabbeliger See geschützt.

Weitere Reiseziele entdecken: Gurunhuel, Erquy, Bourbriac, Saint-Briac-Sur-Mer, Quévert, Dinan, Loscouët-Sur-Meu, Carnoët.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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