Zum Inhalt

In Lanmodez treffen historische Bauwerke auf Wege durch die Küstenlandschaft und Orte, deren Besuch von Ebbe und Flut abhängt. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese unterschiedlichen Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Architektur und lokale Geschichte lassen sich ebenso entdecken wie Routen, bei denen Länge, Verlauf oder Gezeitenbedingungen eine Rolle spielen.

Kapellen, Kirche und ältere Geschichte

Die Chapelle Notre-Dame-de-Kermassac’h wurde 1463 gegründet und 1753 wiederaufgebaut. Ein 1990 vom Glasmeister Budet geschaffenes Fenster erinnert an die Schlacht vom 2. Februar 1591. Die Pfarrkirche Saint-Maudez in Lanmodez stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist aus Schiefer und Granit erbaut. Auch die Chapelle Notre-Dame-de-Bonne-Nouvelle gehört mit ihrem Entstehungsjahr 1736 zu den historischen Bauwerken des Ortes.

Eine andere Art von Ortsgeschichte verbindet die Fontaine Notre-Dame-de-Boan mit der gleichnamigen Kapelle in ihrer Nähe. Der lokalen Überlieferung zufolge wird der Quelle die Heilung von Kindern mit erkrankten oder verkümmerten unteren Gliedmaßen zugeschrieben. Die Allée couverte de Coalen wiederum ist ein neolithisches Megalithmonument. Auf der Île Maudez befand sich ab dem 12. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution ein kleines Priorat der Abtei Bégard. Dort stammt eine große Fischreuse mindestens aus dem 15. Jahrhundert.

Wege, Küste und Gezeiten

Die Routen bieten verschiedene Anhaltspunkte für die Auswahl: Der Circuit des huîtres führt von Crec’h Jord bis zur Île à Bois und ist 8 km lang. Der neue Weg von Beg Mélard verläuft von der Küste zum Ortskern, durch ein Gemüseanbaugebiet und über ein kleines Plateau. Die Boucle des 3 Chapelles führt durch die für den Trégor typischen Wallhecken mit Mauern und Weilern, an ehemaligen Austernzuchtplätzen vorbei und bis zur bei Ebbe zugänglichen Île Castel Yar. Entlang dieser Strecke gibt es ganzjährig Vogelbeobachtungspunkte.

Bei zwei Inselbesuchen bestimmen die Gezeiten unmittelbar die Besuchsbedingung. Die Allée couverte de l’île Coalen liegt im Gezeitenbereich und wird bei Flut überflutet. Vom Strand Traezh Coalen aus kann man bei Ebbe zur Île Coalen hinübergehen und dort Überreste eines Dolmens sehen. Auch für die Île Castel Yar ist der Zugang an Ebbe gebunden. Prüfen Sie die örtlichen Gezeitenangaben, bevor Sie einen solchen Übergang einplanen.

Muschelzucht und maritime Spuren

Die Muschelzucht gehört zur Geschichte von Lanmodez: 1980 wurde am Ort Min-ar-Goas die erste handwerkliche Muschelzuchtzone im Département Côtes-d’Armor eingerichtet; dort gab es mehrere Muschelzuchtbetriebe. Dazu passt der Name des Circuit des huîtres, ohne dass damit eine Verbindung zwischen dem Weg und dem Ort Min-ar-Goas vorausgesetzt ist. Als maritime Landmarke ist der Moulin de Keraniou vom Fahrwasser zwischen dem Nordwesten der Île de Bréhat und der Trich-Mündung aus sichtbar. Er gilt als die letzte und älteste Mühle von Lanmodez.

Huîtres Chaumard bietet saisonal vom 15. Juni bis zum 15. September dienstags bis sonntags eine Austernbar und Verkostungen an. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Angaben. So lässt sich die saisonale Einkehr von den ganzjährig beschriebenen Routen und historischen Themen unterscheiden.

Den Aufenthalt planen

Richten Sie Ihre Suche nach Hotels in Lanmodez zunächst danach aus, was Ihren Aufenthalt prägen soll: Kapellen und Megalithen, eine Route mit benannter Länge und Endpunkten oder die Küstenlandschaft mit ihren gezeitenabhängigen Übergängen. Bei einem Programm mit Île Coalen oder Île Castel Yar sollten Sie die Ebbe als feste Planungsbedingung berücksichtigen; für Austernbar und Verkostungen zählt der saisonale Zeitraum.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Gelven, Saint-Hélen, Pédernec, Plouisy, Pommerit-Jaudy, Trezelan, Henon, Plumaudan

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.