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In Planguenoual führen Küstenlandschaft und Baugeschichte auf derselben Route zusammen. Die Balade littorale beginnt am Parkplatz von Jospinet und verläuft entlang des GR®34, des sogenannten Sentier des Douaniers. Von der Route aus bieten sich Ausblicke auf die Bucht von Saint-Brieuc und den Muschelzuchtpark von Jospinet; außerdem führt sie am Pigeonnier de Vaujoyeux und an der Chapelle Saint-Marc vorbei.

Die Küstenroute und ihre Stationen

Eine Variante der Balade littorale ist 14 Kilometer lang und führt durch das traditionelle ländliche Dorf La Cotentin. So lässt sich die Strecke mit einem weiteren Ortsmotiv verbinden, während die Küstenabschnitte den Blick auf die Bucht und die Muschelzucht prägen. Prüfen Sie vor der Tour die örtlichen Streckenbedingungen.

Auch die Küstenklippen sind ein markantes Merkmal von Planguenoual. Sie erstrecken sich von der Pointe de Longue Roche bis zur Felsengruppe der Ermeleux und bieten besondere Aussichtspunkte auf die Bucht von Saint-Brieuc. Das weitläufige Watt umfasst mehr als 300 Hektar; sein Untergrund ist sandig-schlammig. Biologisch, ökologisch und landschaftlich ist es mit der Bucht verbunden.

Die Plage de Jospinet ist ein unbeaufsichtigter Sand- und Kiesstrand, der von Felsen gesäumt wird und sich bei Ebbe zum Muschelsammeln eignet. Strandbedingungen und Zugangsregeln können sich ändern; prüfen Sie diese vor einem Besuch.

Kapellen, Kirche und historische Spuren

Am Pigeonnier de Vaujoyeux treffen Wegverlauf und Architektur aufeinander: Der Taubenturm besitzt einen vierpassförmigen Grundriss und ist seit dem 29. Dezember 1982 als historisches Denkmal eingestuft. Die Chapelle Saint-Marc wurde 1793 als Ruine erwähnt und 1859 wiederaufgebaut. Bei der Chapelle Sainte-Barbe liegen Restaurierung und Umgestaltung im Jahr 1822; sie steht am Standort einer älteren Kapelle, die René Couffon dem 16. Jahrhundert zuordnet.

Die Kirche Saint-Pierre et Saint-Paul entstand 1902 bis 1903 nach Plänen des Diözesanarchitekten Le Guerranic. Ihre Architektur verbindet romanische und gotische Elemente. Bei der Chapelle Saint-Yves du Hourmelin lässt sich die Bauform genauer beschreiben: Sie hat einen rechteckigen Grundriss, einen einschiffigen Innenraum, einen polygonalen Chorabschluss und eine Giebelwand mit Dachreiter. Die Kapelle ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Für ihren Wiederaufbau nennt René Couffon das Jahr 1863, Henri Frotier de la Messelière dagegen 1864.

Eine weitere historische Spur ist die „Ancienne croix de cimetière, dite croix de jubilé“. Sie wurde 1875 anlässlich eines Jubiläums aufgestellt, stammt aus dem ehemaligen Friedhof und ist ein Überrest eines Kreuzes aus den Werkstätten von Yves Hernot.

Pflanzen und maritime Nutzung

Herbarius ist ein mittelalterlicher botanischer Garten in Planguenoual. Seine Sammlungen umfassen essbare, medizinische, aromatische und färbende Pflanzen ebenso wie nektar- beziehungsweise honigbildende und weitere nützliche Pflanzen. Damit stehen unterschiedliche Verwendungen von Pflanzen nebeneinander – von Nahrung und Heilung bis zu Duft, Farbe und Nektar.

Zur Küstennutzung gehört auch die Muschelzucht auf Bouchot-Pfählern. Von der Anlegestelle Jospinet aus können Besucher im Rahmen von Le Panier iodé eine Bootsfahrt zur Entdeckung der Muschelzucht in der Bucht von Saint-Brieuc unternehmen. Das Angebot hängt von den Gezeiten und der Saison ab.

Weitere Reiseziele entdecken: Penvénan, Plessix-Balisson, Quévert, Plourhan, Saint-Maudez, Bourbriac, Uzel, Le Bodéo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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