Plédran verbindet ausgeschilderte Wege und Wald mit einer vielschichtigen Bau- und Ortsgeschichte. Ein fünf Kilometer langer Wanderweg führt rund um den Ort; im Bois de Plédran liegen ein Waldgebiet von 132 Hektar und ein eigener zwei Kilometer langer Rundweg mit Spielangeboten für Familien. Auch Chapelle de Créhac, Château de Craffault, La Roche Cadio, der Menhir de la Touche-Bude und Pont Chéra setzen unterschiedliche kulturelle Akzente.
Waldwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
La coulée verte ist ein vollständig ausgeschilderter Wanderweg über fünf Kilometer rund um Plédran. Die Strecke im Bois de Plédran ist mit zwei Kilometern kürzer und als Rundweg angelegt; zu ihr gehören Spielangebote für Familien. So unterscheiden sich die beiden Wege sowohl in ihrer Länge als auch in ihrem Charakter: Hier steht eine längere Wanderroute rund um den Ort, dort ein kürzerer, familienorientierter Rundweg im Wald.
Der Bois de Plédran umfasst 132 Hektar. Diese Fläche bezeichnet das Waldgebiet, während die zwei Kilometer die Länge des Rundwegs angeben. Wer die Wege für den Aufenthalt abwägt, kann sich daher an zwei konkreten Merkmalen orientieren: an der längeren ausgeschilderten Wanderstrecke oder an der kürzeren Runde mit Spielangeboten. Beide beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten, Plédrans Naturseite in die Reiseplanung einzubeziehen.
Chapelle de Créhac: Boden und Geschichte
In der Chapelle de Créhac besteht der Boden vollständig aus alten Grabsteinen. In den Granit sind Kreuze im Relief ausgearbeitet. Der Grabsteinbelag ist damit ein prägendes bauliches Detail der Kapelle. Genau dieser Belag wurde durch einen Erlass vom 17. Dezember 1926 teilweise als historisches Denkmal unter Schutz gestellt.
Auch die frühere Zugehörigkeit der Kapelle gehört zu ihrer Geschichte: Sie war eine ehemalige Kommende des Templerordens und später eine des Ordens vom Hospital des heiligen Johannes zu Jerusalem, der auch Malteserorden genannt wird. Boden und Ordensgeschichte eröffnen zwei unterschiedliche Zugänge zum Ort – über ein erhaltenes bauliches Merkmal und über die Institutionen, mit denen die Kapelle verbunden war.
Château de Craffault: unterschiedliche Bauphasen
Am Château de Craffault lassen sich verschiedene Bauzeiten unterscheiden. Der rechte Fassadenteil des Hauptbaus wurde im 16. Jahrhundert errichtet, der linke Teil stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Pavillon mit der Haupttreppe stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert. Diese Datierung ist nicht sicher, sondern wird als wahrscheinlich angegeben; die beiden Fassadenteile und der Pavillon stehen somit für unterschiedliche zeitliche Einordnungen.
Auch beim Denkmalschutz sind konkrete Bestandteile benannt: Das Wohngebäude, die Wassergräben und die Fundamente des Eingangstorhauses wurden durch einen Erlass vom 9. Mai 1990 als historische Denkmäler unter Schutz gestellt. So lässt sich das Château sowohl anhand seiner Baugliederung als auch anhand der genau bezeichneten geschützten Elemente betrachten.
Galerie und Menhir
Zu den weiteren historischen Denkmälern Plédrans gehören die überdachte Galerie La Roche Cadio und der Menhir de la Touche-Bude. La Roche Cadio wurde durch einen Erlass vom 22. Juli 1964 als historisches Denkmal eingestuft. Für den Menhir folgte die Einstufung am 29. Juni 1965. Die beiden Bau- und Kulturdenkmäler stehen damit für verschiedene Formen des örtlichen Erbes und ergänzen die Geschichten von Kapelle und Château um weitere konkrete Beispiele.
Pont Chéra und die frühere Straßenverbindung
Die Pont Chéra besteht aus zwei gemauerten Bögen, die auf einem steinernen Pfeiler ruhen, und ist charakteristisch für die gallorömische Zeit. Über die Brücke führte die ehemalige Straße, die Aleth („Saint-Malo“) und Vorgium („Carhaix“) verband, über die Urne. Bei Pont Chéra kommen so zwei Aspekte zusammen: die beschriebene Bauform und die frühere Funktion als Querung einer Straße zwischen den beiden genannten Orten.
Für die Reiseplanung bietet Plédran damit eine Wahl zwischen Natur- und Kulturerbeschwerpunkten. Die Weglängen und Spielangebote beschreiben die Unterschiede zwischen den beiden Runden; die historischen Orte wiederum lassen sich anhand ihrer Architektur, ihrer früheren Funktionen und ihrer jeweiligen Denkmalschutzeinstufung unterscheiden. So können Sie den Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
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