Plélauff verbindet den Canal de Nantes à Brest mit sakraler Kunst und bretonischer Kultur. Auf dem rund 11 Kilometer langen Abschnitt des Kanals in Plélauff befinden sich sechs Schleusen. Für die Reiseplanung eröffnet das zwei unterschiedliche Blickrichtungen: Wege und Bauwerke am Wasser sowie historische Kulturspuren. Wenn Sie überlegen, ob Plélauff zu Ihren Interessen passt, können Sie abwägen, ob Sie den Kanalkontext, die Kunst oder beides in den Mittelpunkt stellen möchten.
Am Canal de Nantes à Brest: Schleusen und Wege
Zu den sechs Schleusen zählen Kerlouët und Bon-Repos. Die Schleusenanlage Bon Repos zeugt von früherer hafen- und handelsbezogener Tätigkeit am Kanal, die mit der Nähe der Forges de Salles und der Abtei verbunden war. Diese Geschichte ergänzt den Blick auf die technische Seite des Kanals um seine frühere wirtschaftliche Bedeutung. Die Straßenbrücke von Bon Repos ist ein weiterer Orientierungspunkt; ab der Brücke verläuft der Treidelpfad am linken Ufer. Am gegenüberliegenden Ufer der Schleuse Bon Repos befindet sich eine Kajakrampe. Die Schleusenanlage Saint-Hervé Nr. 139 ist stillgelegt und restauriert; am Überlauf befindet sich eine neue Metallbrücke. Bon Repos und Saint-Hervé setzen damit unterschiedliche historische Akzente: frühere Hafen- und Handelstätigkeit einerseits, eine stillgelegte und restaurierte Anlage andererseits.
Entlang des Kanals in Plélauff verlaufen Rundwege zum Wandern und Radfahren. So können Sie zwischen zwei Aktivitäten am Wasser wählen; der Treidelpfad gibt zusätzlich eine konkrete Uferorientierung ab der Straßenbrücke. Entlang des Kanals gibt es einen Picknickbereich. An der Voie Bleue stehen Picknicktische; prüfen Sie deren Zustand vor Ort, da die Einrichtung von lokaler Instandhaltung abhängt. Das Abstellen von Wohnmobilen wird entlang des Kanals geduldet.
Sakrale Kunst und bretonische Kultur
Die Chapelle Notre-Dame-de-la-Croix beherbergt ein außergewöhnliches polychromes Holz-Jubé. Sein Tierfries stellt die sieben Todsünden dar. Polychrom bedeutet mehrfarbig: Die Bezeichnung beschreibt die Gestaltung des Holzwerks, während der Tierfries ein religiöses Bildthema sichtbar macht. Die beiden Merkmale setzen unterschiedliche Akzente: das farbige Holz als Materialgestaltung und der Tierfries als dargestelltes Motiv.
An der Außenseite am Eingang der Kirche Saint-Pierre befinden sich drei Glocken auf menschlicher Höhe; lange Zeit hingen sie zwischen zwei Eiben. Im Unterschied zum Jubé in der Chapelle liegt der besondere Akzent hier auf der Platzierung der Glocken außen am Eingang und ihrer früheren Hängung. Kost ar c’hoad ist eine mit Plélauff verbundene traditionelle bretonische Gavotte im 8-Takt; damit kommt neben den Sakralbauten auch eine Tanztradition in den Blick.
Die Ecce-Homo-Statue stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Chapelle Notre-Dame-de-la-Croix datiert auf 1485, die Straßenbrücke von Bon Repos auf das 17. Jahrhundert. Diese Zeitangaben reichen vom späten 15. bis ins 17. Jahrhundert und verbinden sakrale Kunst mit der Geschichte des Kanals.
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