In Saint-Gildas kommen zwei leichte Wanderwege von nahezu gleicher Länge und mehrere historische Ortsziele als verschiedene Anlässe für einen Aufenthalt zusammen. Das macht den Ort interessant, wenn Sie Wanderungen und Kulturgeschichte verbinden möchten. Für die Tagesplanung hilft es, die beiden Wege anhand ihrer Startpunkte und Ziele zu unterscheiden: Einer beginnt und endet in Saint-Gildas, der andere ist ein Rundwanderweg ab dem Rathausplatz. Zu den weiteren genannten Zielen zählen der Menhir de Keranhouët und der Étang du Quellennec mit den Schlossruinen.
Zwei leichte Wanderwege im Vergleich
Der Circuit du château d'eau ist ein leichter, 10,2 Kilometer langer Wanderweg mit Start und Ziel in Saint-Gildas. Ab dem Rathaus ist er mit grüner Wegmarkierung ausgeschildert. Am Wegesrand erscheint Le Rozio, eine kleine Quelle. Der Circuit de la chapelle de Kerdrouallan ist ein leichter Rundwanderweg von 10,3 Kilometern ab dem Rathausplatz. Er führt zur Kapelle Notre-Dame de Kerdrouallan und ihrer nahe gelegenen Quelle und bietet Ausblicke über die Landschaft.
Bei den Längen liegen die Wege nur 0,1 Kilometer auseinander; beide sind als leicht eingestuft. Für die Auswahl sind daher eher die benannten Wegziele ein Unterschied: Am Circuit du château d'eau liegt Le Rozio, während der andere Weg Kapelle, Quelle und Landschaftsausblicke umfasst. So können Sie die Wanderung danach auswählen, welcher dieser Schwerpunkte besser zu Ihrem Aufenthalt passt, ohne die Wege über ihre ähnlichen Streckenlängen voneinander abzugrenzen.
Notre-Dame de Kerdrouallan: Baugeschichte und Pardon
Die Kapelle Notre-Dame de Kerdrouallan verbindet mehrere kulturgeschichtliche Aspekte. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und um 1740 erweitert. In der Kapelle befinden sich mehrere Statuen aus dem 16. und 17. Jahrhundert; zwei große Greifen bewachen den Eingang. Bauphasen, Ausstattung und Eingangsgestaltung eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Sakralbau.
Auch der Pardon-Ritus gehört zur Geschichte der Kapelle. Ihre Restaurierung in den 1990er-Jahren ging mit der Wiederbelebung des Ritus einher, einschließlich einer Prozession und eines Aufenthalts an der Quelle.
Menhir, Kreuz und alte Straßen
Der Menhir de Keranhouët befindet sich in La Grande Lande in Saint-Gildas und ist seit dem 23. September 1965 als historisches Denkmal geschützt. Die Croix de Rhundault gilt als eines der größten erhaltenen monolithischen Kreuze des frühen Mittelalters in der Region. Sie liegt an einer ehemaligen gallorömischen Straße, die heute die Gemeindegrenze zwischen Saint-Gildas und Le Leslay bildet. Bei Kernanouet zählt außerdem eine römische Straße zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Saint-Gildas.
Diese Ortsziele setzen unterschiedliche historische Akzente: Beim Menhir ist der Denkmalschutzstatus mit einem konkreten Datum verbunden, bei der Croix de Rhundault stehen ihre überlieferte Einordnung und ihre Lage an der früheren Straße im Vordergrund. Die römische Straße bei Kernanouet ist ein weiterer benannter Bezugspunkt der Ortsgeschichte.
Étang du Quellennec
Der Étang du Quellennec mit den Ruinen des Schlosses gehört ebenfalls zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Saint-Gildas. Damit stehen neben den Wanderwegen und sakralen Bauwerken auch ein Teich und die zugehörigen Schlossruinen als eigener thematischer Anhaltspunkt für die Wahl Ihres Aufenthalts zur Verfügung.
Weitere Reiseziele entdecken: Le Quillio, Pléneuf-Val-André, La Motte, Trédrez-Locquémeau, Lanmodez, Kerpert, Vildé-Guingalan, Camlez.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.