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In Saint-Thélo treffen markante Details sakraler Baukunst auf die Geschichte der bretonischen Textilherstellung. Die Église Saint-Thélo entstand in mehreren Bauphasen; in der Maison des Toiles stehen Flachs und Weben im Mittelpunkt. Diese unterschiedlichen Themen geben Ihnen eine konkrete Orientierung, wenn Sie Saint-Thélo als Reiseziel auswählen.

Kirchenbau und Ausstattung

Der größte Teil der Église Saint-Thélo wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet, zwischen 1668 und 1696. In der ersten Hälfte des folgenden Jahrhunderts kamen der nördliche Querhausarm und eine Taufkapelle hinzu. Die Baugeschichte lässt sich damit an mehreren klar benannten Abschnitten ablesen. Auch die Ausstattung bietet ein genaues Detail: Die Decken des Hauptschiffs und der Seitenkapellen tragen eine Holzverkleidung, die zwischen 1864 und 1880 restauriert und mit Ranken- und Palmettenornamenten bemalt wurde. Die gesamte Kirche ist seit einem Erlass vom 6. September 2021 als Monument historique eingetragen.

Zur sakralen Architektur Saint-Thélos gehört auch die Chapelle des Saints-Anges. Pfarrer Jean Caillibote ließ sie 1696 mit Genehmigung der Herren von La Motte-d’Onon errichten, den Herren der Pfarrei Saint-Thélo. Das Hauptaltarretabel ist den Engeln gewidmet und nimmt den gesamten Chor ein. In seinem zentralen Gemälde sind Tobias und der Engel dargestellt; flankiert wird es von Statuen des Erzengels Gabriel und des heiligen Michael. Die Kirche und die Kapelle bieten so unterschiedliche Blickpunkte auf Baugeschichte und religiöse Kunst.

Tuchhändlerhäuser und Flachsgeschichte

Vom alten zentralen Platz führt ein Netz aus Gassen und Durchgängen zu ehemaligen Häusern von Tuchhändlern. Die Häuser verweisen auf die frühere Bedeutung des Tuchhandels für den Ort. Die Maison des Toiles befindet sich in einem ehemaligen Tuchhändlerhaus aus dem 18. Jahrhundert. Dort werden sowohl die Textilgeschichte der Bretagne als auch der heutige Flachsanbau vermittelt. Das Haus verbindet damit ein historisches Gebäude mit Themen, die bis zur heutigen Nutzung von Flachs reichen.

Zum Ortsbild gehört außerdem „Mémoire en demeure“, eine zeitgenössische Restaurierung und künstlerische Gestaltung von Weberhäusern. Einwohner und internationale Studierende wirkten an dem Projekt im Umfeld des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata mit. Das Kunstwerk ist am Eingang der Maison des Toiles zu sehen; dort befinden sich auch ein Turm und eine hölzerne Fußgängerbrücke. Kunstwerk, Gebäude und Textilthemen setzen jeweils eigene Akzente, ohne dass sie dieselbe Art von Einblick bieten.

Vorführungen und Mitmachangebote

In der Maison des Toiles werden Vorführungen des Flachsschwingens und Webens gezeigt. Ein Webworkshop bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, ein Armband oder einen Traumfänger herzustellen. Daneben gibt es zwei Escape-Games zu Flachs und den Toiles-Bretagne-Manufakturen. Damit stehen neben der Vermittlung der Textilgeschichte auch Vorführungen und praktische Aktivitäten zur Auswahl. Die Öffnungszeiten können sich ändern; auch die Verfügbarkeit der Vorführungen und Escape-Games sowie die Workshop-Termine können variieren. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Angaben.

Bei der Wahl eines Aufenthaltsziels helfen die unterschiedlichen Schwerpunkte: In Saint-Thélo stehen konkrete Details der Kirchenkunst neben Textilgeschichte, Webvorführungen und Angeboten zum Selbermachen. So können Sie Ihre Reiseinteressen danach ausrichten, ob Sie sich stärker für sakrale Baugeschichte oder für Flachs und Webhandwerk interessieren.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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