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Maconge verbindet zwei unterschiedliche Themen: die Ausstattung der Pfarrkirche Sainte-Anne und die Wasserbaugeschichte am Canal de Bourgogne. Während Wappenschild und Altarrelief konkrete Details der Kirche zeigen, prägen Rigolen, Hafenbecken und Wasserkraftwerk die technische Seite des Ortes. Auch eine Wanderroute greift beides auf: Sie führt am Kanal entlang zum Port d’Escommes und weiter nach Maconge.

Kirche Sainte-Anne: Bauzeit und Ausstattung

Die Pfarrkirche Sainte-Anne stammt aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert; früher wurde sie Saint-Gengoux genannt. An der Rückwand des Chors befindet sich ein gemeißelter Wappenschild mit den Wappen von Richard de La Palud und Philiberte de Rye. Die beiden Wappen bilden ein konkretes Beispiel für die heraldische Ausstattung der Kirche.

Auf der Vorderseite des Hauptaltars ist das Abendmahl als Relief dargestellt. So stehen in der Kirche unterschiedliche Bildmotive nebeneinander: der Wappenschild am Chor und die biblische Szene am Altar. Bauzeit, früherer Name und Ausstattung eröffnen verschiedene Anknüpfungspunkte, um Sainte-Anne einzuordnen.

Rigolen und Kanaltechnik bei Escommes

Am Becken von Escommes gelangt Wasser aus dem Stausee Chazilly durch eine 7,6 Kilometer lange Zuleitungsrinne in den Kanal. Die Rigole de Beaume durchquert Maconge; ihr durch das Dorf führender Abschnitt wurde 1893 restauriert. Auch die Rigole de Chazilly führt durch Maconge und speist anschließend den Kanal am Wasserscheidehalt am rechten Ufer des Beckens von Escommes.

Der Port d’Escommes besitzt ein rechteckiges Becken. Dort ist ein Lastkahn mit einer Windenanlage erhalten. Die Anlage diente dazu, den Tiefgang von Lastkähnen zu verringern und ihre Durchfahrt durch den Tunnel mit dem Toueur zu erleichtern. Der Hafen ist außerdem als Jachthafen mit Dienstleistungen für Wassersportler beschrieben.

Zum technischen Themenstrang gehört auch das Wasserkraftwerk am Canal de Bourgogne. Es wurde 1893 errichtet, um elektrische Energie für das von François-Marie Galliot eingerichtete Treidelsystem zu liefern. Am Giebel stehen das Baujahr und eine geschnitzte Dynamo-Darstellung im Flachrelief. Zusammen mit den Rigolen und dem Becken macht das Kraftwerk die verschiedenen Aspekte der Wasserführung und des Kanalbetriebs zum roten Faden der örtlichen Technikgeschichte.

Zu Fuß zwischen Kanal und Maconge

Die Wanderroute „Par rigoles et Canal de Bourgogne“ ist 18,85 Kilometer lang und als mittelschwer eingestuft. Ihre durchschnittliche Dauer beträgt 5 Stunden und 35 Minuten. Sie führt am Kanal entlang bis zum Port d’Escommes und anschließend weiter nach Maconge. Auf der Route ist die Kirche bei Kilometer 17,42 als Punkt 15 verzeichnet.

Mit mehr als fünf Stunden durchschnittlicher Gehzeit ist die Route ein eigener, längerer Zeitblock und kein kurzer Abstecher. Die Wegführung verbindet die Kanalstrecke mit dem Hafen und dem Dorf; die Kirche erscheint dabei als markierter Punkt gegen Ende der angegebenen Distanz. Wenn Sie diese Wanderung einplanen, prüfen Sie die Wegbedingungen vorab, denn sie können sich ändern. Für die zeitliche Planung ist außerdem hilfreich, die angegebene Dauer als Durchschnittswert zu verstehen.

Damit unterscheiden sich die möglichen Schwerpunkte vor allem nach Zeitaufwand und Thema: Die Kirche bietet einzelne kunsthistorische Details, während Rigolen, Hafenbecken und Kraftwerk den Blick auf die Kanaltechnik lenken. Die Wanderung setzt beides in eine längere Streckenfolge. Welche dieser Perspektiven Sie stärker gewichten, kann Maconge für einen Aufenthalt als Kultur- oder Wanderziel prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Beurizot, Créancey, Chaugey, Marey-Lès-Fussey, Baubigny, Vianges, Poncey-Sur-L'ignon, Velars-sur-Ouche.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cote-Dor.

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